Das kleine Monster | Gedankenfetzen

Guten Tag, du bist also Toni?

von am 21. August 2018

Neue Blickwinkel ändern ja bekanntlich viel. Und wenn sie irgendwie absurd klingen, bin ich dafür ja sofort Feuer und Flamme.

Die geheimnisvolle Unbekannte, die wie ein Wirbelwind in mein Leben getreten ist, schenkt mir scheinbar leicht diese neuen Blickwinkel und Herangehensweisen, motiviert mich und fördert meine Achtsamkeit.
Tja, das mit der Achtsamkeit war nur gestern Essig. Da steht da nämlich am Beckenrand so eine motivierte Physiotherapeutin und ich, noch voll angefixt von dem Telefonat am Mittag, voller Elan die Übungen mitgemacht. Schade nur, dass ich gar keine Chance hatte, achtsam mit mir und meiner Grenze zu sein. Die Grenze schoss einfach scharf, als ich eine Drehung in der Hüfte gemacht habe.
Und so liege ich wie ein Schluck Wasser in der Kurve auf dem Sofa, eine Wärmflasche im Rücken und habe mir den Laptop geschnappt. Die Schmerztablette macht mich so ein wenig duselig im Kopf, so dass ich glaube, dass dieses Vorhaben klappen könnte.
Ich versuche diesen Tipp jetzt mal. Mit Toni zu kommunizieren. Was will Toni, wofür ist Toni gut, kann er vielleicht anders seine Qualitäten bei mir ausleben?

weiterlesen

Löffel-Liste | Mamalächeln | Therapie | Trauer

Löffelliste 2018 – Einen Luftballon in den Himmel steigen lassen

von am 16. August 2018

Guten Tag, Chaos im Kopf.
Und ich bekomme es nicht wirklich gut sortiert. Deswegen war dieser Punkt auf meiner Löffelliste heute sehr wichtig für mich.

Ich weiß nicht wie ich anfangen soll. Aber dank einer richtig tollen Frau, mit der ich die letzten zwei Wochen richtig viel gemacht habe, und die ich nicht mehr missen will, weiß ich jetzt, das auch schreiben gut ist. Wenn du nicht sagen kannst, was du brauchst, dann schreib es auf. Und Schreiben kann ich. Und ich weiß auch, dass Schreiben mein WirrWarr in meinem Oberstübchen, in meinem Bauch und in meinem ganzen Körper zumindest sortiert. Deswegen schreibe ich einfach mal drauf los und schaue, was aus mir raus will. Ohne Plan und ohne Ziel. Keine Ahnung, wohin mich dieser Blogbeitrag bringt.

weiterlesen

Löffel-Liste

Löffelliste – Im Regen tanzen

von am 14. August 2018

Ich war sehr still hier. Aber ich hatte ja auch viel zu tun. Ich habe meine Löffelliste weiter abegarbeitet.
Aber ich muss gestehen, dass ich einen Punkt bisher nicht gemacht habe, auch nicht mehr schaffen werde. Ich war dieses Jahr nicht auf Libori. Es war einfach so warm, das ich keinen Elan hatte. Mit bekam die Wäre einfach nicht.
Aber dafür komme ich mit den anderen Punkten gut voran.

Ich habe im Regen getanzt.

Okay, zugegeben, so richtiger Regen war es nicht, aber fast. Ich war auf jeden Fall sehr nass. 😉

Wenn alles klappt, werde ich Musik bei Sonnenuntergang am Freitag erledigen. Passend zu Mamma Mia 2.

Aber Mamma Mia 2 im Kino sehen, kann ich ebenfalls abhaken. Das habe ich Samstag schon einmal getan und es war mega. Deswegen freue ich mich auf das Wochenende mit der Wiederholungstat.

Ich lese gerade erneut „Das doppelte Lottchen“, so dass das Thema, ein altes Kinderbuch lesen ebenfalls erledigt ist.

Meinen nächsten Punkt erledige ich allerdings Donnerstag. Ich werde auf den Friedhof gehen und für Mama einen Lufballon in den Himmel fliegen lassen. Egal wie schwer das ist. Ich berichte wieder.

weiterlesen

Löffel-Liste

Löffelliste – Einen fremden Menschen zum Lächeln bringen

von am 24. Juli 2018

Ich habe meinen Punkt, einen fremden Menschne zum Lächeln bringen, glaube ich, gleich doppelt in diesem Sommer erfüllt.

Am Samstag heiratete unsere Chorleiterin. Und was macht man als kleines, treues Chormitglied. Ganz klar, man bereitet gemeinsam mit einer anderen Chorleiterin und vielen Sangesfreunden ein Lied vor und singt es als Überraschung nach der Trauung. Natürlich haben wir bekannte Gesichter zu Tränen gerührt. Aber es waren auch Hochzeitsgesellschaften da, die auf die Trauung noch wartenden oder die schon getraut wurden und draußen noch einen Sektempfang hatten.

So habe ich (na ja, eher wir) es geschaffte, auch fremde Menschen zum Lächeln zu bringen.

Wer jetzt sagt, das ich das ja gar nicht alleine geschafft habe, und meine Aufgabe nicht erfüllt ist, für den habe ich aber noch ein Lächeln parat. Gestern wurde unser Aufzug reperariert. Als ich mit dem Hund wieder einkam, stand meine Nachbarin mit Rollator und ihren Einkäufen hilflos im Treppenhaus.
Ich bot an, ihr zu helfen, sie lehnte jedoch ab, weil sie sich schon um Hilfe gekümmert hatte. Bevor ich mich verabschiedete, bot ich ihr meine Hilfe für die Zukunft an, dass sie gerne jederzeit bei mir klingen dürfe, weil ich eh meistens zu Hause sei. Ja, was soll ich sagen. Nachbarschaftshilfe bringt Menschen zum Lächeln.

Keep Smiling!

weiterlesen

Löffel-Liste | Musik

Singe etwas Klassisches

von am 20. Juli 2018

Es sind Sommerferien. Zeit, dass ich anfange, meine Sommer-Löffelliste abzuarbeiten. Und mit dem ersten Teil habe ich schon begonnen.

Schon letzte Woche Mittwoche habe ich mich dazu entschlossen, die Kantorei der evangelischen Jesus-Christus Gemeinde in Sennestadt gesanglich zu testen. Zum einen, weil meine Physiotherapeutin ständig sagte, dass ich das unbedingt mal versuchen sollte. Und zum anderen, weil ich nach einem Konzert der Kantorei so begeistert war, dass ich Gesang nochmal auf einer ganz anderen Ebene mir erarbeite.

Es ist tatsächlich eine ganz eigene Art und Weise am Gesang zu arbeiten. Wir singen vor allem Latein, große Oratorien und ich muss sagen, meine Skepsis war nach der ersten Probe weg. Ich mag es, meine Stimme auszuprobieren und im Kollektiv fühle ich mich sehr sicher. Ich habe jetzt natürlich nicht das ganze Stück von Bruckner Te Deum aufgenommen, wohl aber die ersten Takte.

Der erste Punkt der Löffelliste abgearbeitet. So kann es doch weiter gehen.

Und auch mit der Musik. Ob in One Voice, in der Kantorei, bei Jasmin oder mit meinen eigene Stücken. Das ist es, wo ich meine Energie und Arbeit reinstecken mag. Um jeden Tag ein bissel besser zu werden, als ich gerstern noch war.

 

weiterlesen

Auftritt | Chor | Rampenlicht

Ein Schmetterling im TAM

von am 2. Juli 2018

Gestern war es also soweit. Unser erstes abendfüllendes Konzert auf der Bühne im Theater am alten Markt. Ich war ja davor die Tage tüchtig nervös. Aber je näher der Auftritt kam, desto ruhiger wurde ich.
Ich freute mich auf unsere liebe Anja, die extra aus Bremerhaven nur für diese eine Stunde angereist war. Und ich machte Samstagabend schon Luftsprünge, als ich erfuhr, das unsere liebsten Freunde ebenfalls zu dem Konzert kommen würden.

Schon beim Einsingen ab 17 Uhr auf der Bühne fühlte ich mich sehr wohl. Ich mag es sehr, auf einer Bühne zu stehen (so halb halt). Ich weiß, dass ich das kann und da tut mir gut. Ich weiß auch nicht, was mit mir los war, aber mir ging es so richtig gut. Da tat kein Rücken weh, das Bein hat mitgemacht. Es fühlte sich alles so leicht an. Nur der Knoten, der schon seit der Genralprobe in meiner Brust saß, der begleitete mich weiterhin.
Auch unsere Chorleiterin probte ihre Texte. Und als sie Fields of Gold ansagte, da dachte ich an meine Mama. Ich wünschte mir, sie könne mich sehen, wie ich endlich auf der Bühne stehe, Mitglied in einem Chor bin und das tu, was ich am allerliebsten tu. Nämlich singen:
Ich hatte diesen Gedanken gerade zuende gedacht und die Pianisten spielte die Melodie zu Field of Gold, als ich aus dem Augenwinkeln einen Schatten oben an den Scheinwerfen sah. Wir begannen unsere erste Noten zu singen. Und als wir die Strophe anstimmten mit „You´ll remember me“ habe ich noch mal genau hingesehen. Es Schmetterling flog bei den Scheinwerfern. Eigentlich glaube ich an so etwas ja nicht, anderseits glaube ich aber auch nicht an Zufälle.

weiterlesen

Das kleine Monster | Gedankenfetzen | Mamalächeln | Therapie

Von Grenzen, Steinen und einem Weg, vom Begreifen und Greifen

von am 28. Juni 2018

Seit 3 Monaten läuft nun schon meine Psychotherapie. Und die erste große Baustelle meistere ich sehr gut. Mit Höhen und Tiefen, auch mal mit einem Rückschlag. Aber ich habe es geschafft, sehr rigeros, eindeutig, aber nötig eine Grenze zu ziehen.
Ich bin weiterhin für meinen Vater da, ich unterstütze ihn, wo ich denke, das Unterstützung erforderlich ist. Aber ich gebe auch Aufgaben ab und lasse mich von ihm nicht mehr herumkommandieren. Und schon gar nicht beleidigen. Richtig gefetzt haben wir uns seit drei Wochen nicht mehr. Denn immer, wenn etwas blöd gelaufen ist, dann bin ich gegangen. Erst noch mit Ansage, dann jedoch kommentarlos. Ich möchte mich nicht immer wieder runterputzen lassen. Das habe ich nicht nötig. Und schon gar nicht von meinem Vater…. Erst recht nicht von meinem Vater. Wenn er Respekt verlangt, dann möchte ich das ebenfalls. Das hat nichts mit Undankbarkeit und Hartherzigkeit oder gar Faulheit zu tun, wie ich es von vielen Menschen schon gehört habe. Von Menschen, die einfach keinen blassen Schimmer haben, wie anstrengend und auslaugend das ist.  Ich musste diese Vater-Tochter-Beziehung einfach wieder auf ein gesundes Level bringen.

weiterlesen

Auftritt | Chor | Lebensgefühl | Rampenlicht

Fields of Gold – oder warum da so viele Tränen drin stecken!

von am 26. Juni 2018

Am 01.07.2018, da ist es soweit. Der Chor One Voice wird auf der Bühne stehen, einen ganzen Abend lang, als alleiniger Programmpunkt. Das ich da dann doch ein wenig aufgeregt bin, dass muss ich ja nicht erwähnen.
Natürlich kenne ich das schon. Ich meine, hey, man mag es mir nicht ansehen. Und eigentlich bin ich ja so rein privat eher die Stille, aber wenn es um eine Bühne geht, dann kenne ich nichts. Da werde ich dann zur Rampensau. Egal, ob ich was moderiere (für Kibo.FM), oder singe (alleine oder mit Sascha) oder auch schauspielere (Theater AG in der Schule). Ich bin in den ersten Sekunden auf der Bühne voll mit Lampenfieber und dann wird ein Schalter umgelegt. Da befinde ich mich in meiner kleinen Welt und es macht mir einfach Spaß, was ich da tu. Und das kam bisher auch immer bei den Menschen an. Lob und Zuspruch tun nach so einem Auftritt so unsagbar gut. Vor allem das Lob letztes Jahr nach dem Auftritt beim Theaterfest war toll. Es kam gezielt eine Dame auf mich zu, strahlte mich an und sagte, wie toll wir doch gesungen hätten. Diese Bestätigung ist es, die ich brauche und für die ich das alles auf mich nehme. Andere holen sich das im Job oder in der Familie. Mein Job und eine Art Familien- (Kind?-) Ersatz ist eben der Chor. Jeder Mensch mag es doch schließlich, wenn er für seine Leistungen Anerkennung bekommt.

weiterlesen