Gedankenfetzen | Kurzgeschichten

Das kleine Küken Kiki – oder: Wie das Küken seine Stimme fand

von am 14. Dezember 2018

Ich widme dieses Märchen Kerstin Tölle, eine großartige Chorleiterin und ein besonderer Mensch, die mir mit ihren Bildern im Chor so verdammt viel in meinGehirn gepflanzt hat, so dass Pferdchen, Küken und glühbirnentragende Einhörner einfach aus meinem Kopf raus mussten. Ein Märchen musste es werden, damit dieseBilder mal in einen sinnvollen Zusammenhang gebracht werden und einen Sinn ergeben.
Ob es nun mehr Sinn ergibt? Hm, keine Ahnung. Aber es ergibt nun eine sehr runde Geschichte.
Viel Spaß damit, liebe Kerstin.

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Allgemein

Irgendwie was wie so reflektieren – oder, was ich ihr jetzt erst sagen kann

von am 12. Dezember 2018

Es ist der 12. Dezember 2018. Warum sag ich euch das eigentlich? Das wisst ihr ja selbst. Ihr habt heute bestimmt schon in den Kalender geschaut oder vielleicht sogar euer Kläppchen am Adventskalender geöffnet.
Wenn dieser Beitrag erscheit, dann habe ich das noch nicht getan. Denn ich bin bei meiner Schwester. Diesen Artikel habe ich nämlich gestern – also faktisch heute – schon vorbereitet, damit der auch online gehen kann.

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Gedankenfetzen

Wenn ich ein Glöcklein wär, oder wenn mir die Worte fehlen

von am 5. Dezember 2018

Es ist der fünfte Dezember. Endlich ist meine Weihnachtsdekoration in die Wohnung gezogen.
Und gleichzeitig zog eine bleierne Schwermut ein, die mich so sehr überfahren hat, dass ich darauf einfach nicht vrobereitet war.

Eigentlich liebe ich die Weihnachtszeit immer sehr. Die letzten zwei Jahre waren ja eher schrecklich. Erst der Tod so mitten im Dezemeber und letztes Jahr alles nochmal sehr bewusst ohne sie durchleben. Dieses Jahr habe ich echt gedacht, dass es besser wird. Ich weiß ja jetzt wie es ist, ich habe es schon ein Jahr durchgemacht. Dennoch fühlt es sich schlimmer an als letztes Jahr.

Wie gerne wäre ich ein Glöcklein… Dieses Lied, was mich nun das dritte Weihnachtsfest begleitet und mich an meine Grenzen bringt. Ich kann nicht sagen, was mir das Herz so schwer macht. Ich kann es nicht in Worte fassen. Ich, Frau Wortakrobatin mit enorm viel Fanasie, kann nicht drüber reden und nicht mal drüber schreiben. Und bei Liedern, die ich liebe, bekomme ich das Heulen. Ich bin ein wenig aus der Spur geraten. Und das Lenkrad, das hakt etwas. Ich komm nicht wieder auf die richtige Spur.

Ich sitze wie gelähmt und die Gedanke kreisen. Aber das Singen hilft…
Und ich sitze hier am PC, schreibe, was mir gerade in den Sinn kommt und weiß nicht, wohin mit mir.

Ich will ihr sagen, dass ich sie vermisse und ich sie liebe. Das ich das Glöcklein in diesen Tagen nur für sie singe… und ich weiß nicht, ob da überhaupt Sinn macht.
Ich schicke das alles ab, aber es hat einfach keinen Empfänger. Adresse unbekannt, Empfänger verzogen. Wei ein Echo im luftleeren Raum.
Da ist Leere in mir und Frust, und Wut und dennoch so viel schöne Musik.

Und da ist noch mehr. Dankbarkeit. Weil es Menschen gibt, die mich nehmen, wie ich bin, auch wenn ich gerade nicht so gut funktioniere, obwohl ich doch so gerne wieder funktionieren würde.

Ich danke für das Glöcklein, denn das beschreibt, was mein Weihnachtwunsch ist. Sie soll es hören… irgendwie wird das wohl gehen.
Ich meine, Weihnachten ist doch die Zeit der Wunder… auch wenn mir die Worte fehlen…

Ich hab dich lieb.

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Gedankenfetzen | Therapie | Trauer

Fuck you!

von am 9. November 2018

Ich habe eine Aufgabe in der Psychotherapie. Ich soll wütend auf das Schicksal sein und dem Schicksal einen bösen Brief schreiben. Hmmm, das fühlt sich bisher noch nicht richtig an, denn es hilft mir ja nicht weiter. Ich schimpfe so ungern und will nicht, dass man mich doof findet. Nicht mal das Schicksal soll mich doof finden. Selbst, wenn ich alles verfluchen würde, wenn ich dem lieben Gott den Stinkefinger zeigen würde (was ich gestern rein für die Geste mal getan habe in der Therapie), es würde alle zerplatzten, spießigen Träume nicht mehr zurückbringen. Die Seifenblasen haben Blubb gemacht und lassen sich eben nicht mehr zusammenkleben. Egal wie sehr ich eben mecker und das Schicksal zum Teufel jage.
Aber da ich eine folgsame Patientin bin, versuche ich das mal, ganz gegen meine Überzeugung, lächeln und weiter machen. Wer regelmäßig meinen Blog verfolgt, der weiß, dass ich immer sehr versöhnlich mit dem Schicksal umgehe. Es ergibt bestimmt immer alles einen Sinn. Einige erkennt man gleich, andere es spät und die restlichen vielleicht erst, wenn wir beim lieben Gott anklingeln.

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360° Blickwinkel | Das kleine Monster | Therapie | Trauer

Als hätte ich mich ein wenig selbst verloren

von am 28. September 2018

Wenn man Chaos im Kopf hat, und irgendwie nichts wiederfindet, nicht mal sich selbst, dann muss man wohl mal endlich durchmisten, ausmisten und endlich auch mal wegschmeißen. Meine Mitmenschen sagen loslassen dazu.
Aber um etwas loszulassen, muss man sich auch erstmal sehr bewusst darüber sein, das man etwas festhält.
Deswegen hat das bisher nicht geklappt, das mit dem Loslassen. Weil ich nicht wusste, dass ich etwas festhalte. Wie sollte ich das auch wissen? Ich dachte, die ganzen Sachen hätte ich gut weggesteckt. Die Wünsche und Träume, die ich hatte. Meinen Beruf, der nun Geschichte ist, dieses Familienkonstrukt, was sich unwiederbringlich geändert hat. Es gibt Rollen, die ich im Leben intus hatte, die ich nun nicht mehr habe, über die ich mich definieren konnte. Und Rollen, die ich gerne angenommen hätte, die nun in sehr entfernter Weite liegen.

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Das kleine Monster | Gedankenfetzen | Gedichte | Ich | Mamalächeln | Seelenbilder | Trauer

„Bleib in dem Gefühl“

von am 17. September 2018

Als ich sang, bei einer tollen Freundin, die ich nicht mehr aus meinem Leben lassen will, sagte sie mir:

„Bleib in dem Gefühl!“

In dem Gefühl bleiben, wärhend ich singe. Ich weiß, wo dieses Gefühl sitzt. Es sitzt im Bauch, vor allem im Magen. Und es sitzt auf der Brust. Da macht es mir das Atmen schwer. Und es sitzt mega groß im Hals. Schnürt mir den Hals ab, macht einen fetten Kloß, ständig, bleibend und zeitweise verschlimmert. Das spüre ich deutlich.
Ab Hals ist es dann dicht. Dieses Gefühl, das kommt einfach nicht weiter.

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Das kleine Monster | Gedankenfetzen

Guten Tag, du bist also Toni?

von am 21. August 2018

Neue Blickwinkel ändern ja bekanntlich viel. Und wenn sie irgendwie absurd klingen, bin ich dafür ja sofort Feuer und Flamme.

Die geheimnisvolle Unbekannte, die wie ein Wirbelwind in mein Leben getreten ist, schenkt mir scheinbar leicht diese neuen Blickwinkel und Herangehensweisen, motiviert mich und fördert meine Achtsamkeit.
Tja, das mit der Achtsamkeit war nur gestern Essig. Da steht da nämlich am Beckenrand so eine motivierte Physiotherapeutin und ich, noch voll angefixt von dem Telefonat am Mittag, voller Elan die Übungen mitgemacht. Schade nur, dass ich gar keine Chance hatte, achtsam mit mir und meiner Grenze zu sein. Die Grenze schoss einfach scharf, als ich eine Drehung in der Hüfte gemacht habe.
Und so liege ich wie ein Schluck Wasser in der Kurve auf dem Sofa, eine Wärmflasche im Rücken und habe mir den Laptop geschnappt. Die Schmerztablette macht mich so ein wenig duselig im Kopf, so dass ich glaube, dass dieses Vorhaben klappen könnte.
Ich versuche diesen Tipp jetzt mal. Mit Toni zu kommunizieren. Was will Toni, wofür ist Toni gut, kann er vielleicht anders seine Qualitäten bei mir ausleben?

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Löffel-Liste | Mamalächeln | Therapie | Trauer

Löffelliste 2018 – Einen Luftballon in den Himmel steigen lassen

von am 16. August 2018

Guten Tag, Chaos im Kopf.
Und ich bekomme es nicht wirklich gut sortiert. Deswegen war dieser Punkt auf meiner Löffelliste heute sehr wichtig für mich.

Ich weiß nicht wie ich anfangen soll. Aber dank einer richtig tollen Frau, mit der ich die letzten zwei Wochen richtig viel gemacht habe, und die ich nicht mehr missen will, weiß ich jetzt, das auch schreiben gut ist. Wenn du nicht sagen kannst, was du brauchst, dann schreib es auf. Und Schreiben kann ich. Und ich weiß auch, dass Schreiben mein WirrWarr in meinem Oberstübchen, in meinem Bauch und in meinem ganzen Körper zumindest sortiert. Deswegen schreibe ich einfach mal drauf los und schaue, was aus mir raus will. Ohne Plan und ohne Ziel. Keine Ahnung, wohin mich dieser Blogbeitrag bringt.

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