360° Blickwinkel

Ich will Danken

von am 21. Dezember 2018

Irgendwie gehört es in diesen Tagen zu einem Blog dazu. Ein Jahrenrückblick, eine Vorausschau. Dieses in sich gehen, reflektieren, Schlüsse ziehen.
Ich muss jedoch gleich schon einmal im Vorfeld erwähnen, dass ich auf keinen Fall so etwas wie gute Vorsätze habe. Dafür brauche ich einfach kein festgeschriebenes Datum. 2018 war voll mit Vorsätzen, die ich durchgezogen haben. Mitten im Jahr, ohne drüber nachzudenken, weil es einfach sein musste. Grenzen musste ich ziehen. Ich musste kritisch mit mir umgehen. Nein, müssen ist falsch. Ich wollte es und ich will es noch immer. Damit es mir wieder besser geht und ich die Kari werde, die vor zwei Jahren auf der Strecke blieb.
Mir fehlt meine Zuversicht, mein Gefühl, dass alles wieder gut wird. Ich gehe zwar mit der Idee durchs Leben, dass es ja irgendwann wieder gut werden muss. Aber in mir drin ist stets dieses beißende Gefühl, dass es nie wieder so wird, wie es war. Was ja auch irgendwie stimmt.

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Gedankenfetzen | Kurzgeschichten

Das kleine Küken Kiki – oder: Wie das Küken seine Stimme fand

von am 14. Dezember 2018

Ich widme dieses Märchen Kerstin Tölle, eine großartige Chorleiterin und ein besonderer Mensch, die mir mit ihren Bildern im Chor so verdammt viel in meinGehirn gepflanzt hat, so dass Pferdchen, Küken und glühbirnentragende Einhörner einfach aus meinem Kopf raus mussten. Ein Märchen musste es werden, damit dieseBilder mal in einen sinnvollen Zusammenhang gebracht werden und einen Sinn ergeben.
Ob es nun mehr Sinn ergibt? Hm, keine Ahnung. Aber es ergibt nun eine sehr runde Geschichte.
Viel Spaß damit, liebe Kerstin.

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Allgemein

Irgendwie was wie so reflektieren – oder, was ich ihr jetzt erst sagen kann

von am 12. Dezember 2018

Es ist der 12. Dezember 2018. Warum sag ich euch das eigentlich? Das wisst ihr ja selbst. Ihr habt heute bestimmt schon in den Kalender geschaut oder vielleicht sogar euer Kläppchen am Adventskalender geöffnet.
Wenn dieser Beitrag erscheit, dann habe ich das noch nicht getan. Denn ich bin bei meiner Schwester. Diesen Artikel habe ich nämlich gestern – also faktisch heute – schon vorbereitet, damit der auch online gehen kann.

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Gedankenfetzen

Wenn ich ein Glöcklein wär, oder wenn mir die Worte fehlen

von am 5. Dezember 2018

Es ist der fünfte Dezember. Endlich ist meine Weihnachtsdekoration in die Wohnung gezogen.
Und gleichzeitig zog eine bleierne Schwermut ein, die mich so sehr überfahren hat, dass ich darauf einfach nicht vrobereitet war.

Eigentlich liebe ich die Weihnachtszeit immer sehr. Die letzten zwei Jahre waren ja eher schrecklich. Erst der Tod so mitten im Dezemeber und letztes Jahr alles nochmal sehr bewusst ohne sie durchleben. Dieses Jahr habe ich echt gedacht, dass es besser wird. Ich weiß ja jetzt wie es ist, ich habe es schon ein Jahr durchgemacht. Dennoch fühlt es sich schlimmer an als letztes Jahr.

Wie gerne wäre ich ein Glöcklein… Dieses Lied, was mich nun das dritte Weihnachtsfest begleitet und mich an meine Grenzen bringt. Ich kann nicht sagen, was mir das Herz so schwer macht. Ich kann es nicht in Worte fassen. Ich, Frau Wortakrobatin mit enorm viel Fanasie, kann nicht drüber reden und nicht mal drüber schreiben. Und bei Liedern, die ich liebe, bekomme ich das Heulen. Ich bin ein wenig aus der Spur geraten. Und das Lenkrad, das hakt etwas. Ich komm nicht wieder auf die richtige Spur.

Ich sitze wie gelähmt und die Gedanke kreisen. Aber das Singen hilft…
Und ich sitze hier am PC, schreibe, was mir gerade in den Sinn kommt und weiß nicht, wohin mit mir.

Ich will ihr sagen, dass ich sie vermisse und ich sie liebe. Das ich das Glöcklein in diesen Tagen nur für sie singe… und ich weiß nicht, ob da überhaupt Sinn macht.
Ich schicke das alles ab, aber es hat einfach keinen Empfänger. Adresse unbekannt, Empfänger verzogen. Wei ein Echo im luftleeren Raum.
Da ist Leere in mir und Frust, und Wut und dennoch so viel schöne Musik.

Und da ist noch mehr. Dankbarkeit. Weil es Menschen gibt, die mich nehmen, wie ich bin, auch wenn ich gerade nicht so gut funktioniere, obwohl ich doch so gerne wieder funktionieren würde.

Ich danke für das Glöcklein, denn das beschreibt, was mein Weihnachtwunsch ist. Sie soll es hören… irgendwie wird das wohl gehen.
Ich meine, Weihnachten ist doch die Zeit der Wunder… auch wenn mir die Worte fehlen…

Ich hab dich lieb.

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Gesangsunterricht | Kopfkino

Smile and Sing

von am 9. November 2018

Wenn ich dachte, schlimmer geht es nicht, dann habe ich mich geirrt. Eric Clapton mit Tears in Heaven hatte ich nicht mehr im Gedächtnis, aus gutem Grund. Ich glaube, sie hat mich geknackt. Meine Hausaufgabe war, schreibe den Text um, dass er auf dich und deine Situation passt. What the fuck, den original Text singen ist schon schlimm, aber dieser umgeschriebene Text…. Ob ich das Mittwoch kann? Ich habe keine Ahnung… Puuuuuh… da steckt jetzt schon mehr als eine Emotion drin.

Eigentlich sollte ich zusätzlich mein Kopfkino schreiben, aber ich glaube, bei dem Text sollte klar sein, was da in mir los ist….

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Gedankenfetzen | Therapie | Trauer

Fuck you!

von am

Ich habe eine Aufgabe in der Psychotherapie. Ich soll wütend auf das Schicksal sein und dem Schicksal einen bösen Brief schreiben. Hmmm, das fühlt sich bisher noch nicht richtig an, denn es hilft mir ja nicht weiter. Ich schimpfe so ungern und will nicht, dass man mich doof findet. Nicht mal das Schicksal soll mich doof finden. Selbst, wenn ich alles verfluchen würde, wenn ich dem lieben Gott den Stinkefinger zeigen würde (was ich gestern rein für die Geste mal getan habe in der Therapie), es würde alle zerplatzten, spießigen Träume nicht mehr zurückbringen. Die Seifenblasen haben Blubb gemacht und lassen sich eben nicht mehr zusammenkleben. Egal wie sehr ich eben mecker und das Schicksal zum Teufel jage.
Aber da ich eine folgsame Patientin bin, versuche ich das mal, ganz gegen meine Überzeugung, lächeln und weiter machen. Wer regelmäßig meinen Blog verfolgt, der weiß, dass ich immer sehr versöhnlich mit dem Schicksal umgehe. Es ergibt bestimmt immer alles einen Sinn. Einige erkennt man gleich, andere es spät und die restlichen vielleicht erst, wenn wir beim lieben Gott anklingeln.

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360° Blickwinkel | Das kleine Monster | Therapie | Trauer

Als hätte ich mich ein wenig selbst verloren

von am 28. September 2018

Wenn man Chaos im Kopf hat, und irgendwie nichts wiederfindet, nicht mal sich selbst, dann muss man wohl mal endlich durchmisten, ausmisten und endlich auch mal wegschmeißen. Meine Mitmenschen sagen loslassen dazu.
Aber um etwas loszulassen, muss man sich auch erstmal sehr bewusst darüber sein, das man etwas festhält.
Deswegen hat das bisher nicht geklappt, das mit dem Loslassen. Weil ich nicht wusste, dass ich etwas festhalte. Wie sollte ich das auch wissen? Ich dachte, die ganzen Sachen hätte ich gut weggesteckt. Die Wünsche und Träume, die ich hatte. Meinen Beruf, der nun Geschichte ist, dieses Familienkonstrukt, was sich unwiederbringlich geändert hat. Es gibt Rollen, die ich im Leben intus hatte, die ich nun nicht mehr habe, über die ich mich definieren konnte. Und Rollen, die ich gerne angenommen hätte, die nun in sehr entfernter Weite liegen.

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Kopfkino | Lieblingslied

„Lost without you“

von am 20. September 2018

Ich sollte im Gesangsunterricht das Kopfkino anmachen. Etwas, vor dem ich mich bisher sehr erfolgreich gedrückt habe… Ich wusste schon warum.
Ich ahnte schon, was die liebe Jasmin da plant, als sie das Lied „Lost without you“ von Freya Ridings vorschlug. Es ist wirklich wunderschön, aber eben auch echt Hardcore. Der Franke wäre stolz auf mich…
Und ich?
… Ob ich jemals wieder singen kann, vor Jasmin? Das weiß ich nicht… Aber hey, da muss ich jetzt wohl durch.

Aber genug der Worte. Nun gibt es mal wieder Kopfkino.

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Das kleine Monster | Gedankenfetzen | Gedichte | Ich | Mamalächeln | Seelenbilder | Trauer

„Bleib in dem Gefühl“

von am 17. September 2018

Als ich sang, bei einer tollen Freundin, die ich nicht mehr aus meinem Leben lassen will, sagte sie mir:

„Bleib in dem Gefühl!“

In dem Gefühl bleiben, wärhend ich singe. Ich weiß, wo dieses Gefühl sitzt. Es sitzt im Bauch, vor allem im Magen. Und es sitzt auf der Brust. Da macht es mir das Atmen schwer. Und es sitzt mega groß im Hals. Schnürt mir den Hals ab, macht einen fetten Kloß, ständig, bleibend und zeitweise verschlimmert. Das spüre ich deutlich.
Ab Hals ist es dann dicht. Dieses Gefühl, das kommt einfach nicht weiter.

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