360° Blickwinkel | Das kleine Monster | Therapie | Trauer

Als hätte ich mich ein wenig selbst verloren

von am 28. September 2018

Wenn man Chaos im Kopf hat, und irgendwie nichts wiederfindet, nicht mal sich selbst, dann muss man wohl mal endlich durchmisten, ausmisten und endlich auch mal wegschmeißen. Meine Mitmenschen sagen loslassen dazu.
Aber um etwas loszulassen, muss man sich auch erstmal sehr bewusst darüber sein, das man etwas festhält.
Deswegen hat das bisher nicht geklappt, das mit dem Loslassen. Weil ich nicht wusste, dass ich etwas festhalte. Wie sollte ich das auch wissen? Ich dachte, die ganzen Sachen hätte ich gut weggesteckt. Die Wünsche und Träume, die ich hatte. Meinen Beruf, der nun Geschichte ist, dieses Familienkonstrukt, was sich unwiederbringlich geändert hat. Es gibt Rollen, die ich im Leben intus hatte, die ich nun nicht mehr habe, über die ich mich definieren konnte. Und Rollen, die ich gerne angenommen hätte, die nun in sehr entfernter Weite liegen.

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Das kleine Monster | Gedankenfetzen | Gedichte | Ich | Mamalächeln | Seelenbilder | Trauer

„Bleib in dem Gefühl“

von am 17. September 2018

Als ich sang, bei einer tollen Freundin, die ich nicht mehr aus meinem Leben lassen will, sagte sie mir:

„Bleib in dem Gefühl!“

In dem Gefühl bleiben, wärhend ich singe. Ich weiß, wo dieses Gefühl sitzt. Es sitzt im Bauch, vor allem im Magen. Und es sitzt auf der Brust. Da macht es mir das Atmen schwer. Und es sitzt mega groß im Hals. Schnürt mir den Hals ab, macht einen fetten Kloß, ständig, bleibend und zeitweise verschlimmert. Das spüre ich deutlich.
Ab Hals ist es dann dicht. Dieses Gefühl, das kommt einfach nicht weiter.

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Das kleine Monster | Gedankenfetzen

Guten Tag, du bist also Toni?

von am 21. August 2018

Neue Blickwinkel ändern ja bekanntlich viel. Und wenn sie irgendwie absurd klingen, bin ich dafür ja sofort Feuer und Flamme.

Die geheimnisvolle Unbekannte, die wie ein Wirbelwind in mein Leben getreten ist, schenkt mir scheinbar leicht diese neuen Blickwinkel und Herangehensweisen, motiviert mich und fördert meine Achtsamkeit.
Tja, das mit der Achtsamkeit war nur gestern Essig. Da steht da nämlich am Beckenrand so eine motivierte Physiotherapeutin und ich, noch voll angefixt von dem Telefonat am Mittag, voller Elan die Übungen mitgemacht. Schade nur, dass ich gar keine Chance hatte, achtsam mit mir und meiner Grenze zu sein. Die Grenze schoss einfach scharf, als ich eine Drehung in der Hüfte gemacht habe.
Und so liege ich wie ein Schluck Wasser in der Kurve auf dem Sofa, eine Wärmflasche im Rücken und habe mir den Laptop geschnappt. Die Schmerztablette macht mich so ein wenig duselig im Kopf, so dass ich glaube, dass dieses Vorhaben klappen könnte.
Ich versuche diesen Tipp jetzt mal. Mit Toni zu kommunizieren. Was will Toni, wofür ist Toni gut, kann er vielleicht anders seine Qualitäten bei mir ausleben?

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Das kleine Monster | Gedankenfetzen | Mamalächeln | Therapie

Von Grenzen, Steinen und einem Weg, vom Begreifen und Greifen

von am 28. Juni 2018

Seit 3 Monaten läuft nun schon meine Psychotherapie. Und die erste große Baustelle meistere ich sehr gut. Mit Höhen und Tiefen, auch mal mit einem Rückschlag. Aber ich habe es geschafft, sehr rigeros, eindeutig, aber nötig eine Grenze zu ziehen.
Ich bin weiterhin für meinen Vater da, ich unterstütze ihn, wo ich denke, das Unterstützung erforderlich ist. Aber ich gebe auch Aufgaben ab und lasse mich von ihm nicht mehr herumkommandieren. Und schon gar nicht beleidigen. Richtig gefetzt haben wir uns seit drei Wochen nicht mehr. Denn immer, wenn etwas blöd gelaufen ist, dann bin ich gegangen. Erst noch mit Ansage, dann jedoch kommentarlos. Ich möchte mich nicht immer wieder runterputzen lassen. Das habe ich nicht nötig. Und schon gar nicht von meinem Vater…. Erst recht nicht von meinem Vater. Wenn er Respekt verlangt, dann möchte ich das ebenfalls. Das hat nichts mit Undankbarkeit und Hartherzigkeit oder gar Faulheit zu tun, wie ich es von vielen Menschen schon gehört habe. Von Menschen, die einfach keinen blassen Schimmer haben, wie anstrengend und auslaugend das ist.  Ich musste diese Vater-Tochter-Beziehung einfach wieder auf ein gesundes Level bringen.

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Das kleine Monster | Löffel-Liste | Mamalächeln

Sommer-Löffelliste 2018

von am 20. Juni 2018

Ich mag mir gar nicht vorstellen, was passiert, wenn die Sommerferien sind. Kein Gesangsunterricht, kein Chor, kein Bewegungsbad. Keine Struktur, keine Zeit, die ich sinnvoll nutzen kann. Mein halbes Leben bricht dann für eine Zeit weg. Ich weiß noch, dass ich letztes Jahr in ein ganz tiefes Loch gefallen bin, und es mir gar nicht gut ging. Ich brauche diesen Rhythmus in meinem Leben. Es gibt mir Halt und einen gewissen Grad an Normalität.

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360° Blickwinkel | Das kleine Monster | Gedankenfetzen | Seelenbilder | Therapie | Trauer

Mein Haus am See

von am 13. April 2018

„Und, wie geht es dir?“

Was soll man denn auf so eine Frage antworten? Wer mich kennt, der weiß, ich lächle das weg. Heulen, meckern oder brüllen ändert ja auch nichts an der Situation. Und in Selbstmitleid möchte ich auf keinen Fall zerfließen. Das widerstrebt mir sehr, denn im Grunde bin ich ein sehr postiver Mensch.

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Das kleine Monster

Eine neue Meditation

von am 9. November 2017

Hallo, du bist also Angst, schön dich kennenzulernen. Obwohl, bei mir heißt du ja kleines Monster. Aber ich soll dich begrüßen und mit dir reden.

Keine Angst, noch ist es nicht soweit, dass ich stationär muss. Auch wenn man das meinen möchte, nach diesen ersten beiden Sätzen. Ich rede mit dem kleinen Monster. Obwohl, das habe ich ja auch schon die ganze Zeit mehr oder weniger getan.

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