Löffel-Liste | Mamalächeln | Therapie | Trauer

Löffelliste 2018 – Einen Luftballon in den Himmel steigen lassen

von am 16. August 2018

Guten Tag, Chaos im Kopf.
Und ich bekomme es nicht wirklich gut sortiert. Deswegen war dieser Punkt auf meiner Löffelliste heute sehr wichtig für mich.

Ich weiß nicht wie ich anfangen soll. Aber dank einer richtig tollen Frau, mit der ich die letzten zwei Wochen richtig viel gemacht habe, und die ich nicht mehr missen will, weiß ich jetzt, das auch schreiben gut ist. Wenn du nicht sagen kannst, was du brauchst, dann schreib es auf. Und Schreiben kann ich. Und ich weiß auch, dass Schreiben mein WirrWarr in meinem Oberstübchen, in meinem Bauch und in meinem ganzen Körper zumindest sortiert. Deswegen schreibe ich einfach mal drauf los und schaue, was aus mir raus will. Ohne Plan und ohne Ziel. Keine Ahnung, wohin mich dieser Blogbeitrag bringt.

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Löffel-Liste

Löffelliste – Im Regen tanzen

von am 14. August 2018

Ich war sehr still hier. Aber ich hatte ja auch viel zu tun. Ich habe meine Löffelliste weiter abegarbeitet.
Aber ich muss gestehen, dass ich einen Punkt bisher nicht gemacht habe, auch nicht mehr schaffen werde. Ich war dieses Jahr nicht auf Libori. Es war einfach so warm, das ich keinen Elan hatte. Mit bekam die Wäre einfach nicht.
Aber dafür komme ich mit den anderen Punkten gut voran.

Ich habe im Regen getanzt.

Okay, zugegeben, so richtiger Regen war es nicht, aber fast. Ich war auf jeden Fall sehr nass. 😉

Wenn alles klappt, werde ich Musik bei Sonnenuntergang am Freitag erledigen. Passend zu Mamma Mia 2.

Aber Mamma Mia 2 im Kino sehen, kann ich ebenfalls abhaken. Das habe ich Samstag schon einmal getan und es war mega. Deswegen freue ich mich auf das Wochenende mit der Wiederholungstat.

Ich lese gerade erneut „Das doppelte Lottchen“, so dass das Thema, ein altes Kinderbuch lesen ebenfalls erledigt ist.

Meinen nächsten Punkt erledige ich allerdings Donnerstag. Ich werde auf den Friedhof gehen und für Mama einen Lufballon in den Himmel fliegen lassen. Egal wie schwer das ist. Ich berichte wieder.

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Löffel-Liste

Löffelliste – Einen fremden Menschen zum Lächeln bringen

von am 24. Juli 2018

Ich habe meinen Punkt, einen fremden Menschne zum Lächeln bringen, glaube ich, gleich doppelt in diesem Sommer erfüllt.

Am Samstag heiratete unsere Chorleiterin. Und was macht man als kleines, treues Chormitglied. Ganz klar, man bereitet gemeinsam mit einer anderen Chorleiterin und vielen Sangesfreunden ein Lied vor und singt es als Überraschung nach der Trauung. Natürlich haben wir bekannte Gesichter zu Tränen gerührt. Aber es waren auch Hochzeitsgesellschaften da, die auf die Trauung noch wartenden oder die schon getraut wurden und draußen noch einen Sektempfang hatten.

So habe ich (na ja, eher wir) es geschaffte, auch fremde Menschen zum Lächeln zu bringen.

Wer jetzt sagt, das ich das ja gar nicht alleine geschafft habe, und meine Aufgabe nicht erfüllt ist, für den habe ich aber noch ein Lächeln parat. Gestern wurde unser Aufzug reperariert. Als ich mit dem Hund wieder einkam, stand meine Nachbarin mit Rollator und ihren Einkäufen hilflos im Treppenhaus.
Ich bot an, ihr zu helfen, sie lehnte jedoch ab, weil sie sich schon um Hilfe gekümmert hatte. Bevor ich mich verabschiedete, bot ich ihr meine Hilfe für die Zukunft an, dass sie gerne jederzeit bei mir klingen dürfe, weil ich eh meistens zu Hause sei. Ja, was soll ich sagen. Nachbarschaftshilfe bringt Menschen zum Lächeln.

Keep Smiling!

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Löffel-Liste | Musik

Singe etwas Klassisches

von am 20. Juli 2018

Es sind Sommerferien. Zeit, dass ich anfange, meine Sommer-Löffelliste abzuarbeiten. Und mit dem ersten Teil habe ich schon begonnen.

Schon letzte Woche Mittwoche habe ich mich dazu entschlossen, die Kantorei der evangelischen Jesus-Christus Gemeinde in Sennestadt gesanglich zu testen. Zum einen, weil meine Physiotherapeutin ständig sagte, dass ich das unbedingt mal versuchen sollte. Und zum anderen, weil ich nach einem Konzert der Kantorei so begeistert war, dass ich Gesang nochmal auf einer ganz anderen Ebene mir erarbeite.

Es ist tatsächlich eine ganz eigene Art und Weise am Gesang zu arbeiten. Wir singen vor allem Latein, große Oratorien und ich muss sagen, meine Skepsis war nach der ersten Probe weg. Ich mag es, meine Stimme auszuprobieren und im Kollektiv fühle ich mich sehr sicher. Ich habe jetzt natürlich nicht das ganze Stück von Bruckner Te Deum aufgenommen, wohl aber die ersten Takte.

Der erste Punkt der Löffelliste abgearbeitet. So kann es doch weiter gehen.

Und auch mit der Musik. Ob in One Voice, in der Kantorei, bei Jasmin oder mit meinen eigene Stücken. Das ist es, wo ich meine Energie und Arbeit reinstecken mag. Um jeden Tag ein bissel besser zu werden, als ich gerstern noch war.

 

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Das kleine Monster | Löffel-Liste | Mamalächeln

Sommer-Löffelliste 2018

von am 20. Juni 2018

Ich mag mir gar nicht vorstellen, was passiert, wenn die Sommerferien sind. Kein Gesangsunterricht, kein Chor, kein Bewegungsbad. Keine Struktur, keine Zeit, die ich sinnvoll nutzen kann. Mein halbes Leben bricht dann für eine Zeit weg. Ich weiß noch, dass ich letztes Jahr in ein ganz tiefes Loch gefallen bin, und es mir gar nicht gut ging. Ich brauche diesen Rhythmus in meinem Leben. Es gibt mir Halt und einen gewissen Grad an Normalität.

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Gedankenfetzen | Löffel-Liste | Mamalächeln

Löffel-Liste auf dem Balkon und ganz viele Emotionen

von am 29. August 2017

Und noch einen Punkt auf meiner Löffel-Liste abgearbeitet. Mit dem habe ich mir, zugegeben, schwergetan. Ich habe mir gestern bei strahlendem Sonnenscheint mal ein wenig Zeit genommen und auf dem Balkon gesungen. Das habe ich ganz unspektakulär mit Smule gemacht. Zu Anfang war ich noch etwas gehemmt, denn ich weiß, dass die Nachbarn beim Thema Musik sehr empfindlich sind. Aber das ist ja auf jeden Fall eine andere Geschichte und gehört jetzt nicht unmittelbar zur meiner Sommer-Löffel-Liste.

Als erstes Mal hier der Beweis von einer Minute:

#InstaSmule #Smule #Sing #Karaoke #löffelliste Singen auf dem Balkon

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Und als ich da so saß, habe ich noch weiter vor mich hingesummt. Und mir gingen viele Gedanken durch den Kopf. Musik ist so wichtig für mich in den letzten Monaten geworden. Nein, nicht die Musik, viel mehr die Sachen, in denen ich Musik Lebe. Vorne weg der Gesangstunterricht und der Chor.

Die Sommerferien waren schlimm, zu Anfang war es noch okay. Je länger die Ferien dauerten, desto schlimmer wurde es. Die Trauer wurde präsent, ich habe eine richtig schlimme Zeit durchgemacht. Weil mein Anker fehlte. Ich glaube, es ist nich die Musik alleine. Es sind diese Menschen, mit denen ich diese Musik erlebe, die so wichtig für mich geworden sind. Wenn ich darüber nachdenke, dann macht es richtig Angst. Was passiert eigentlich, wenn das alles nicht mehr ist. Darüber will ich mir gar keinen Kopf machen. Ich genieße das alles im Moment so sehr. Es gibt mir ein Gefühl von Sicherheit und Stetigkeit.

Ich fühle mich wohl, wenn ich in diesen geschützten Gefügen singe und alles in das Singen lege. Es tut gut, ein Ventil zu haben und mit diesen Emotionen dann nicht allein zu sein.

Zugegeben, ich lasse sie nicht einfach raus. Ich habe sie, nehme sie mit nach Hause und mache es dann da mit mir aus.

Da kommen wir aber schon zum nächsten Punkt. Am Samstg trete ich mit dem Chor auf der großen Bühne im Stadttheater auf. Ein Lied wird die Ode an die Freude sein. Eigentlich sitzt der Text, die Höhen sitzen, auch die englische Fassung des Textes ist drin. Dennoch bekomme ich ständig diesen blöden Kloß in den Hals. Mama mochte das Lied auf dem Abrahamsfest so sehr und sie war eine derjenigen, die nach einer Zugabe verlangt hat.

Morgen ist endich Schluss mit der Warterei. Um 16 Geht es zum Gesangstunterricht, dann bringen wir die Hunde zu Nicole und dann geht es um 19 Uhr weiter im Stadttherater, die vorletzte Probe vor dem Theaterfest. Ich bin aufgeregt und gespannt, aber es erfüllt mich auch mit unendlicher Ruhe.

Ich kann nur hoffen, dass ich die Emotionen drin lassen kann. Ansonsten nehme ich einfach ein paar Taschentücher mit. Und Zitronenbonbons, man kann ja nicht wissen.

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Löffel-Liste | Mamalächeln

Einen Sonnenuntergang fotografieren

von am 24. August 2017

Endlich war mal ein paar Tage die Sonne zu sehen. Heute ist es zwar schon wieder diesig draußen, die Luft ist schwer und feucht, aber die Sonne der letzten Tage rettet mich heute noch.
Ich konnte meine Löffel-Liste weiter bearbeiten. Ich hab schnell geschaltet und am Dienstag den Sonnenuntergang fotografiert. Eigentlich wollte ich dieses Foto anders gestalten. Draußen, in Lämershagen, auf dem Berg, und den Sonnenuntergang in voller Breitseite einfangen. Aber darauf hatte ich solange gewartet. Diese Chance bot sich nicht. Und am Dienstag war keine Zeit mehr, noch mal eben schnell zu fahren. Der Alltag verhinderte das.

Aber ich finde auch vom heimischen Balkon aus sieht die Sonne friedlich und wunderschön aus. Wenn ich das Foto betrachte, dann geht es mir gut. Ich muss lächeln. Ich habe auf dieses Foto gewartet und auch wenn es anders ist, als von mir geplant, bin ich doch stolz auf mich, das ich diesen Moment eingefangen habe.

Was hat mich dieser Moment auf meiner Löffel-Liste gelehrt? Nichts, was ich nicht schon wusste. Etwas, was mich im Hier und Jetzt erdet.

Die Sonne ist da, stetig. Wenn es dunkel wird, dann ist es woanders eben hell. Gehe ich ins Bett, steht wer anders gerade auf. Und auch wenn es heute diesig ist, dann ist die Sonne da. Ich sehe sie nicht direkt, aber hinter den Wolken, da scheint sie mit all ihrer Kraft und erhellt den Tag.

Man muss die Sonne nicht sehen, allein das Wissen, dass sie da ist, das beruhigt.

Ja, meine Löffel-Liste ist weit mehr als eine Challenge. Sie ist eine Art Trauerarbeit.

Denn auch wie die Sonne, die man nicht immer sieht, aber sie doch stetig da ist, ist es mit meiner Mama. Ich sehe sie nicht, und dennoch weiß ich, sie ist da, in meinem Herzen, in meinem Leben, in allem was ich tu. Denn sie hat mich auf mein Leben vorbereitet und ich lebe es für sie weiter. Mit allen Höhen und Tiefen. Auch wenn die Sonne mal nicht da ist.

Ich sitze auf dem Sofa, mein Laptop auf meinen Knien. Eine Stelle in der diesigen Wolkendecke hat sich gerade geöffnet und zarte Sonnenstrahlen lassen den Himmel milchig gelb erscheinen. Nach Sommer und Sonne sieht es zwar noch immer nicht aus, aber man wird an die Existenz  der Sonne erinnert.

Und ich schaue auf Mamas Schwarz-Weiß Foto. Wenn meine Erinnerungen verblassen, werde ich durch Fotos an sie erinnert.

Sie ist eben nie ganz weg und kommt immer wieder. In meine Gedanken. Ich weiß, ich werde noch viel machen, was mich an sie erinnert und was ich in ihrem Gedenken tun werde. Wie das kommende Konzert im Theater. Freude schöner Götterfunke. Das habe ich im September letztes Jahr schon auf der Theaterbühne im Theater am alten Markt gesungen und Mama war hin und weg. Und auch dieses Mal, auf der großen Stadttheather Bühne, werde ich es für sie singen. Sie hat es geliebt. Und ich werde es wiederholen, denn ich weiß, sie ist da. So wie morgens auch aufstehe, auch ohne Sonne, aber ich tu es, weil die Sonne eben irgendwo ist.

Löffel-Liste abgearbeitet und ein Mama-Lächeln Moment gehabt.

Das Leben ist auch in diesigen Momenten sehr schön, wenn man nicht vergisst, das da irgendwo die Sonne ist!

Nur noch drei Punkte zu erledigen. Und danach gibt es die Löffel-Liste für den Rest des Jahres! Weil ich es brauche und mir einen Anker gibt!

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Löffel-Liste | Mamalächeln

Lachen, auch in tiefster Traurigkeit

von am 16. August 2017


Die Löffel-Liste habe ich heute um einen Punkt weiter abgearbeitet. Wir haben in tiefster Traurigkeit gelacht.

Dieser Post ist aber auch ein Mama-Lächeln Moment.

Eigentlich hätte sie heute Geburtstag, sie wäre heute 65 Jahre alt geworden. Wir wollten das groß feiern. Der ganz August war bisher der schwerste in dieser Trauer. Mir ist so schwer ums Herz, dass es gut tat, sich selbst Aufgaben zu stellen. Aber das hatte ich sicher auch im Hinterkopf, als ich mir diese Löffel-Liste ausgedacht habe. Ein Stück Trauerarbeit war es wahrscheinlich bisher unbewusst immer.

Heute waren wir auf dem Friedhof. Und wir haben natürlich der Familientradition der Familie Kühne alle Ehre gemacht. Wir waren irgendwie zu laut, bunt und auffällig. Wir habe Blumen für Mama mitgebracht und Ballons. Die Ballons haben wir mit Grüßen und Wünschen versehen. Alles was wir ihr sagen wollten haben wir an die Ballons gebunden und einfach vom Friedhof aus fliegen lassen.

Es war ein weinendes und ein lachendes Auge. Vor allem was meine Nichte Ella auf ihre Nachricht hat schreiben lassen von ihrer Mama. „Hallo Oma, ich bin jetzt schon groß, ich bin schon 5 und ich bin jetzt eine große Schwester, Lara ist da.“

Und sie hat sich wohl bei Mama und Papa beschwert, dass sie Oma gar nicht Tschüß sagen konnte…

Es war wirklich ein Wechselbad der Gefühle, aber ich bin froh, dass wir es durchgezogen haben. Ich hoffe, das der Rest vom August einfach besser wird. Mit weniger Trauer und schwerem Herz. Wer weiß, aber da bin ich erstmal durch und habe einen weiteren Pluspunkt auf meiner Löffel-Liste, denn gelacht haben wir heute natürlich auch!

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Löffel-Liste

Keyboard

von am 11. August 2017

Ich habe einen weiteren Punkt auf meiner Sommer-Löffelliste abgearbeitet. Ich habe mit dem Keyboardspielen angefangen. Von gut bin ich auf jeden Fall noch weit entfernt. Aber darum ging es ja auch nie. Ich wollte nur einen Startschuss machen.

Ich muss sagen, Keyboardspielen finde ich viel spannender als alles andere bisher. Es kostet zwar wirklich Zeit, aber es wird so ganz langsam. Vielleicht sollte ich doch noch Unterricht nehmen. Es ist ja nie zu spät für so etwas.

Manche fragen mich, warum ich nun erst mit all dem Kram anfange. Warum nicht, frage ich da? Es ist immer richtig und wichtig neue Erfahrungen zu machen. Und ich lerne so gerne neue Sachen, dafür ist man eben nie zu alt.

First steps

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Nun habe ich Halbzeit. Noch 5 Punkte und noch 3 Wochen Ferien. Das schaffe ich. Der Sonnenuntergang macht mir Sorgen, denn es regnet schon seit Tagen, und es ist bedeckt.
Aber auf das Lachen in tiefster Traurigkeit freue ich mich schon. Meine Mama hat nächste Woche Geburtstag. Den 65. wollte sie eigentlich groß feiern. Wir werden mit Luftballons auf den Friedhof gehen und sie zum Himmel fliegen lassen…

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