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„Bleib in dem Gefühl“

von am 17. September 2018

Als ich sang, bei einer tollen Freundin, die ich nicht mehr aus meinem Leben lassen will, sagte sie mir:

„Bleib in dem Gefühl!“

In dem Gefühl bleiben, wärhend ich singe. Ich weiß, wo dieses Gefühl sitzt. Es sitzt im Bauch, vor allem im Magen. Und es sitzt auf der Brust. Da macht es mir das Atmen schwer. Und es sitzt mega groß im Hals. Schnürt mir den Hals ab, macht einen fetten Kloß, ständig, bleibend und zeitweise verschlimmert. Das spüre ich deutlich.
Ab Hals ist es dann dicht. Dieses Gefühl, das kommt einfach nicht weiter.

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Löffel-Liste | Mamalächeln | Therapie | Trauer

Löffelliste 2018 – Einen Luftballon in den Himmel steigen lassen

von am 16. August 2018

Guten Tag, Chaos im Kopf.
Und ich bekomme es nicht wirklich gut sortiert. Deswegen war dieser Punkt auf meiner Löffelliste heute sehr wichtig für mich.

Ich weiß nicht wie ich anfangen soll. Aber dank einer richtig tollen Frau, mit der ich die letzten zwei Wochen richtig viel gemacht habe, und die ich nicht mehr missen will, weiß ich jetzt, das auch schreiben gut ist. Wenn du nicht sagen kannst, was du brauchst, dann schreib es auf. Und Schreiben kann ich. Und ich weiß auch, dass Schreiben mein WirrWarr in meinem Oberstübchen, in meinem Bauch und in meinem ganzen Körper zumindest sortiert. Deswegen schreibe ich einfach mal drauf los und schaue, was aus mir raus will. Ohne Plan und ohne Ziel. Keine Ahnung, wohin mich dieser Blogbeitrag bringt.

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Von Grenzen, Steinen und einem Weg, vom Begreifen und Greifen

von am 28. Juni 2018

Seit 3 Monaten läuft nun schon meine Psychotherapie. Und die erste große Baustelle meistere ich sehr gut. Mit Höhen und Tiefen, auch mal mit einem Rückschlag. Aber ich habe es geschafft, sehr rigeros, eindeutig, aber nötig eine Grenze zu ziehen.
Ich bin weiterhin für meinen Vater da, ich unterstütze ihn, wo ich denke, das Unterstützung erforderlich ist. Aber ich gebe auch Aufgaben ab und lasse mich von ihm nicht mehr herumkommandieren. Und schon gar nicht beleidigen. Richtig gefetzt haben wir uns seit drei Wochen nicht mehr. Denn immer, wenn etwas blöd gelaufen ist, dann bin ich gegangen. Erst noch mit Ansage, dann jedoch kommentarlos. Ich möchte mich nicht immer wieder runterputzen lassen. Das habe ich nicht nötig. Und schon gar nicht von meinem Vater…. Erst recht nicht von meinem Vater. Wenn er Respekt verlangt, dann möchte ich das ebenfalls. Das hat nichts mit Undankbarkeit und Hartherzigkeit oder gar Faulheit zu tun, wie ich es von vielen Menschen schon gehört habe. Von Menschen, die einfach keinen blassen Schimmer haben, wie anstrengend und auslaugend das ist.  Ich musste diese Vater-Tochter-Beziehung einfach wieder auf ein gesundes Level bringen.

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Sommer-Löffelliste 2018

von am 20. Juni 2018

Ich mag mir gar nicht vorstellen, was passiert, wenn die Sommerferien sind. Kein Gesangsunterricht, kein Chor, kein Bewegungsbad. Keine Struktur, keine Zeit, die ich sinnvoll nutzen kann. Mein halbes Leben bricht dann für eine Zeit weg. Ich weiß noch, dass ich letztes Jahr in ein ganz tiefes Loch gefallen bin, und es mir gar nicht gut ging. Ich brauche diesen Rhythmus in meinem Leben. Es gibt mir Halt und einen gewissen Grad an Normalität.

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Mamalächeln

Trauer ist wie ein Weihnachtsbaum

von am 12. Dezember 2017

Der 12. Dezember 2016.

Morgens trank ich wie immer Kaffee. Es war schon sehr kalt draußen, so dass ich mit der Tasse in der Hand wieder auf das Sofa und unter die Decke kroch.

Um kurz nach acht Uhr kam ein Anruf. Der Anruf, der uns allen den Boden unter den Füßen ins Wanken brachte.

Ein Jahr ist es nun her. Und ich habe bisher nicht richtig trauern können. Noch immer fühlt es sich an, als wäre alles ein schlimmer Traum, aus dem ich einfach nicht aufwachen kann. Manchmal ertappe ich mich dabei, wie ich einfach zum Telefon greife, weil ich ihr was erzählen mag.

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360° Blickwinkel | Mamalächeln | Seelenbilder | Wegbegleiter

Ein Jahresrückblick in Bildern

von am 28. November 2017

Bevor ich zu meiner Weihnachtsaktion komme, bevor sich der Todestag meiner Mama jährt und bevor das neue Jahr endgültig um ist, möchte ich schon jetzt zurückblicken. Es war ein emotional sehr schlimmes Jahr. Mit vielen positiven Ereignissen, aber auch mit traurigen Dingen. Für jeden Monat habe ich also ein Foto herausgesucht. Natürlich fehlt noch der Dezember, aber das reiche ich in einem Post kurz vor Silvester nach, wenn ich das alte Jahr den Abfluss hinunterspüle.

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Löffel-Liste auf dem Balkon und ganz viele Emotionen

von am 29. August 2017

Und noch einen Punkt auf meiner Löffel-Liste abgearbeitet. Mit dem habe ich mir, zugegeben, schwergetan. Ich habe mir gestern bei strahlendem Sonnenscheint mal ein wenig Zeit genommen und auf dem Balkon gesungen. Das habe ich ganz unspektakulär mit Smule gemacht. Zu Anfang war ich noch etwas gehemmt, denn ich weiß, dass die Nachbarn beim Thema Musik sehr empfindlich sind. Aber das ist ja auf jeden Fall eine andere Geschichte und gehört jetzt nicht unmittelbar zur meiner Sommer-Löffel-Liste.

Als erstes Mal hier der Beweis von einer Minute:

#InstaSmule #Smule #Sing #Karaoke #löffelliste Singen auf dem Balkon

Ein Beitrag geteilt von CME Pinky (@cme_pinky) am

Und als ich da so saß, habe ich noch weiter vor mich hingesummt. Und mir gingen viele Gedanken durch den Kopf. Musik ist so wichtig für mich in den letzten Monaten geworden. Nein, nicht die Musik, viel mehr die Sachen, in denen ich Musik Lebe. Vorne weg der Gesangstunterricht und der Chor.

Die Sommerferien waren schlimm, zu Anfang war es noch okay. Je länger die Ferien dauerten, desto schlimmer wurde es. Die Trauer wurde präsent, ich habe eine richtig schlimme Zeit durchgemacht. Weil mein Anker fehlte. Ich glaube, es ist nich die Musik alleine. Es sind diese Menschen, mit denen ich diese Musik erlebe, die so wichtig für mich geworden sind. Wenn ich darüber nachdenke, dann macht es richtig Angst. Was passiert eigentlich, wenn das alles nicht mehr ist. Darüber will ich mir gar keinen Kopf machen. Ich genieße das alles im Moment so sehr. Es gibt mir ein Gefühl von Sicherheit und Stetigkeit.

Ich fühle mich wohl, wenn ich in diesen geschützten Gefügen singe und alles in das Singen lege. Es tut gut, ein Ventil zu haben und mit diesen Emotionen dann nicht allein zu sein.

Zugegeben, ich lasse sie nicht einfach raus. Ich habe sie, nehme sie mit nach Hause und mache es dann da mit mir aus.

Da kommen wir aber schon zum nächsten Punkt. Am Samstg trete ich mit dem Chor auf der großen Bühne im Stadttheater auf. Ein Lied wird die Ode an die Freude sein. Eigentlich sitzt der Text, die Höhen sitzen, auch die englische Fassung des Textes ist drin. Dennoch bekomme ich ständig diesen blöden Kloß in den Hals. Mama mochte das Lied auf dem Abrahamsfest so sehr und sie war eine derjenigen, die nach einer Zugabe verlangt hat.

Morgen ist endich Schluss mit der Warterei. Um 16 Geht es zum Gesangstunterricht, dann bringen wir die Hunde zu Nicole und dann geht es um 19 Uhr weiter im Stadttherater, die vorletzte Probe vor dem Theaterfest. Ich bin aufgeregt und gespannt, aber es erfüllt mich auch mit unendlicher Ruhe.

Ich kann nur hoffen, dass ich die Emotionen drin lassen kann. Ansonsten nehme ich einfach ein paar Taschentücher mit. Und Zitronenbonbons, man kann ja nicht wissen.

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