Fettschmelze

Stolz wie Bolle

von am 16. März 2016

Heute habe ich mein erstes „Wusste sie nicht und hat es doch gemerkt“ Lob bekommen. Meine liebe Jasmin, die mir mit einer Engelsgeduld das Singen beibringt, war nun drei Wochen krank. Heute haben wir nach in der 4. Woche wiedergesehen.
„Oh, hast du abgenommen?“
Sie wusste nicht, dass ich auf die Ernährung nun achte. Ich hab mich gefreut wie blöd, ich kann euch sagen. Wenn Außenstehende das sehen, die eben nicht eingeweiht sind, die mich aber auch nicht jeden Tag sehen, dann tut das schon unendlich gut.
Ich selber sehe das nicht, ich merke nur die rutschende Buxe. So kann es doch dann weitergehen! Yeah!

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360° Blickwinkel | Fettschmelze | Otaku

Eine ach so tolerante Welt fordert Perfektion – Ich bin rausgewachsen!

von am 10. März 2016

Das heutige Thema hat viel mit meiner Fettschmelze zu tun. Aber nicht so, wie ihr vielleicht meinen wollten. Denn das ist genau der Grund, warum ich NICHT diesen Elfenweg bestreite.

Ich lade euch mal wieder in meine kleine, frabenfrohe Hobbywelt ein. Die soll Spaß machen, lebt von Fans, die andere Fans unterhalten und zeichnet sich durch respektvolles, anerkennendes und vor allem unterstützendes Miteinander aus.

Anime und Manga, die bunte Welt der Otakus. Hier ist alles toll. Niemand weint, jeder wird genommen, wie er ist, jeder darf sich ausprobieren und die verschiedenen Aspekte dieses kreativen Hobbys in jedem Gesichtspunkt ausprobieren, ohne das er dafür abgestraft wird.

Auslachen? Gibt es nicht. Mobbing? Nein, auf keinen Fall. Elite? Blödsinn!

Huch, ich glaube die Tuschedämpfe der noch nicht getrockneten Mangaseiten wirken. Ich muss mich vorsehen, dass ich keine glitzernden Kirschblütenblätter sehe, die vor mir leichtschwebend vom Himmel fallen, und das im März.

Perfektion, in einer Fantasiewelt. Menschen, die sich in Kostüme werfen, von Charakteren, die gezeichnet sind. Meist ja sogar unrealistisch. Ich erwähnte es auf diesem Blog ja schon.

Auch die eine oder andere besondere Spezies, wie zum Beilspiel diese Cosplayer, die zu einer Gruppe gehören, deren Name nicht genannt werden sollte. Denn so etwas gibt es laut eigener Aussage nicht.

Sie wollen nur spielen, wollen nur Spaß. Bla bla bla.

Wenn du in dieser Szene was erreichen willst (was immer es auch sein mag…. denn es ist doch alles nur Spaß?), dann geht es nur noch über Perfektion, damit andere denken, awwwww, wie süß. Kanten und Macken, egal ob im Kostüm, in der Stimme oder sonst wo wird nicht akzeptiert. Dann bist du raus aus der bunten Welt und kommst auch nicht mehr rein. Du konntest es damals nicht, du darfst nie wieder mitspielen.

„Jeder wird akzeptiert!“

Klar, wenn du so bist wie eine Animefigur. Als Mann und Frau und Kind süß, glatt, kulleräugig, einfach niedlich und beschützenswert. Dann wirst du geliebt. Ob das realistisch ist? Egal, wenn Kopf erstmal im Tuschenebel steckt!

Die willst singen? Du willst dich künstlerisch auf einer Bühne austoben? Du willst fotografieren? Du willst dich in Kostüme von Animefiguren werfen? Dann mach das aber bitte nicht so, wie du dich verwirklichen willst. Schwimm mit der Masse. Gib den kleinen Fans, das was sie wollen. Den lebenden Anime, Disney und Prinzessinnen Traum! Besser als jede Droge. Elsa lebt!
Künstlerische Freiheit? Gibt es nicht. Nicht gewünscht. Der Song, den du singst, muss klingen wie das Original, die Charaktere auf der Bühne müssen sein, wie die gemalten Figuren. Fotos müssen aussehen, als würde der Anime zum Leben erweckt werden, was natürlich nur mit den perfekten Copslayern funktioniert.

Was hat das jetzt mit meiner Fettschmelze zu tun? Viel und doch wieder nichts. Ich passe nicht mehr in diese Gesellschaft rein, was zu Anfang jedoch der Fall war. Deswegen bin ich ja unter anderem früher zum Otake geworden. Du wurdest als Du genommen und integriert. Es wird zwar ständig betont, wie tolerant der allgemeine Otaku doch ist, aber das ist nur Geschwätz. Denn wenn ich meine Erfahrungen erzähle. Dann will es von den Zuhörern keiner gewesen sein, obwohl ich den meisten ansehe, was sie von mir denken.

Ihhhhhh die ist voll dick.

Oder Musiker. Die sind von Natur aus kreativ. Machen Songs zu ihren und singen die nicht nur nach.
Denn Musik soll was transportieren. Gefühl und Spaß.  Aber nicht so gewollt in dieser kleinen Welt. Da soll die Musik klingen wie ein Anime. Quietschig, bunt und voller Glitzer. Da muss es klingen wie aus der Retorte. Egal wer es singt. Stell die Hupfdohlen nebeneinander und mach nacheinander die Mikros an. Du hörst keinen Unterschied, keine Eigenheiten. Selbst wenn sie zweistimmig sind. Eigenheiten und Charakter sind nicht gewünscht, es sei denn, es passt auf dein Cosplay, in dem du steckst.

Deswegen klingen neue alte Songs noch immer wie das Original. Bloß nicht zu künstlerisch in dieser Szene werden. Es gibt einen abgesteckten Rahmen, in allen Bereichen. Gehst du darüber hinaus und bist individuell künstlerisch, bist du raus.

Bei Zeichnern ist das ganz extrem. Wenn du nur ein bissel vom Mangastil abeweichst und was eigenes einbringen möchtest, werden die Bilder in der Luft zerrissen. Es gibt Regeln, eine strenges Konsturkt, was ein Go und ein no Go ist. Kunst? Sorry, sehe ich da nicht. Diktatur!

Aber schnüffelt weiter an der Tusche, dann ist das alles okay und die Gruppen, die es ja nicht gibt, dürfen euch weiter sagen, wo es lang geht. Ihr werdet es ganz großartig finden und glitzernde Augen haben. Ein Otaku ist Fahnentreu, Regimeliebend und ein Duckmäuschen. Man mache es so, wie die Oberen es vorgeben. Wer die Oberen sind? Das definiert euch ruhig selbst. Das ist aber nicht anders, als im wahren Leben. Du willst was erreichen? Speichellecken und Forderungen erfüllen!

Früher war diese Szene mal ein „ich schwimme gegen den Strom und bin anders! Individuelle Menschen gesucht!“

Heute ist der Zirkus massentauglich und beugt sich den weltlichen Regeln mehr als je zu vor. Obwohl diese Welt doch so anders sein wollte.

Ich geh dann mal woanders meine Kunst machen, wo ich noch Künstlerin sein kann. Keiner sagt mir, wie ich was zu tun habe! Ich will in keine Schublade, das wollte ich auch vor 20 Jahren nicht, als wir als kleiner gallischer Haufen mit dem Hobby Cosplay, Manga und Anime angefangen haben! Jeder wie er konnte und jeder wurde geliebt, was er in seinen Möglichkeiten zu leisten im Stande war.

Sei du selbst? Nein, sei eine Animefigur, mit allen Konsequenzen.

Und dick geht da nur im Ausnahmefall.

Ich werde weiter Gewicht reduzieren, aber nicht um perfekt in die Kostüme zu passen oder eine tolle, niedliche Figur auf der Bühne zu sein.

Aus diesem Thema bin ich mit jedem Pfund rausgewachsen.

Bleibt ihr in eurer bunten, perfekten Welt, ich schaffe mir meine neue, in der ich wieder ich sein kann!

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Fettschmelze | Schubladendenken

Dicke stinken -Schubladendenken die zweite

von am 8. März 2016

Heute geht es mal wieder um Klischee und Schubladendenken. Ein Vorurteil, welches oft Thema ist, ist der Körpergeruch von beleibteren Menschen. Der soll laut Aussage von einigen Auserwählten gerade bei meines Gleichen sehr unangenehm sein.
Wir überlegen mal gemeinsam, wie Körpergestank, entsteht. Auf der Haut befinden sich, egal wie oft man sich wäscht, Bakterien. Wenn man sich nicht regelmäßig wäscht, vermehren die sich. Bakterien haben wie alles Organismen eine Verdauung. Wann man das nicht entfernt, dann beginnt man zu riechen. Das ist ein wenig so, als wenn man immer wieder ins Klo kackt und nicht abzieht.
Wenn man sich nun aber regelmäßig wäscht und dann noch etwas nimmt, was den Geruch bekämpft (man nennt es im Volksmund Deo), dann entseht kein Geruch. Weder bei Dicken und Dünnen. Denn das Problem des transpirierens ist ein menschliches Problem. Jeder schwitzt und hat Hautbakterien.
Und wenn ein dünner Mensch sich vernachlässigt, dann riecht auch der.
Tja, schade, die Menschheit ist eben generell ein stinkender Haufen und das hat nichts mit dem Gewicht zu tun.
Glaubt ihr nicht? Hier riecht doch mal in meiner Achselhöhle, wohlduftend und betörend, versprochen!

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Fettschmelze

Gut gefrühstückt 

von am 3. März 2016

Es gibt den Spruch: morgens essen wie ein Kaiser, Mittags wie ein König und Abends wie ein Bauer.
Das habe ich die letzten Wochen vermehrt probiert. Und ich bin positiv überrascht. Ich zähle keine Kaorien, schau, dass die Lebensmittel frisch und bunt sind und esse morgens zum Frühstück schon recht gut. 

So brauch ich mittags nicht viel und abends gibt es nur noch eine Kleinigkeit.

Eine tolle Faustregel, die mir in den letzten 4 Wochen etwa 4 Kilo gebracht hat, ohne auf was zu verzichten. So kann es weiter gehen!

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Fettschmelze

Eins Minus Zehn

von am 1. März 2016

Kennt ihr das. Ihr ackert für was, voller Inbrunst und dann passiert ich was, was ich von zehn Schritten wieder neun nach hinten wirft?

Ich hatte mir meine Bewegung in sechs Monaten nach und nach wieder erkämpft. Das war noch nicht viel, aber ich hatte das Gefühl, ich wäre auf einem guten Weg. Krankengymnastik, Gehstreckentraining, Bewegungsbad. Es waren immer nur kleine Erfolge, aber es waren Erfolge. Mühselige Erfolge.

Und dann trete ich einmal falsch auf und alle Mühen sind umsonst gewesen. Eine Schraube ist gebrochen, das war es, was mir seit Silvester weh tut. Schmerzgrenze ist jetzt Belastungsgrenze, keine Experimente und alles nur vorsichtig. Aber ich darf wenigstens nocht ins Bewegungsbad…..

Ich könnte kotzen!!!!!

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Fettschmelze

Das positive am Husten

von am 27. Februar 2016

Bronchitis, die jährlich wiederkehrende Pest in meiner Lunge. Hurra.

Ich gautze wie ein Weltmeister. Aber das positive, ich habe null Hunger. Das ist mega für die Fettschmelze. Aber das was man während Krankheit verliert, hat man eben auch flink wieder drauf. Weil man eben danach einfach wieder normal isst. Aber das was da jetzt runter geht, versuche ich zu nutzen, um weiterzumachen. Zum ersten mal ist eine Bronchitis nicht schlimm. Hat eben alles seine positiven Seiten.

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die nicht der Norm entsprechen | Fettschmelze

Gib mir mehr davon

von am 26. Februar 2016

„Sie sind zu dick, die Röntgenbilder werden nicht schön, dass mache ich nicht.“

Nein, bei dieser Aussage geht es nicht um ein Fotoshooting und richtige Lichtverhältnisse. Diesen Satz habe ich gestern von einem Radiologen gehört.
Und keine 10 Minuten vorher von dem Orthopäden. Da erklärte mir allerdings die Helferin, es liegt nicht am Gerät sondern an der altersschwachen Pritsche, bei der die elektronische Sicherung immer mal wieder gerne rausfliegt.

Ihr könnt euch vorstellen, was ich gestern dachte. Vor 2 Jahren, als ich wegen dem Rücken schon einem geröngt worden bin, war meine beleibte Masse kein Thema. Und ich bin heute etwa 10 Kilo leichter. Und nun bin ich zu fett? Wollen die mich verarschen???

Ich finde allerdings, das kann ruhig noch weitergehen. Gegen Dicke wird viel zu wenig unternommen. Die sollten noch viel mehr leiden und gemobbt werden. Kino? Braucht man fast 2 Sitze? Doppeter Eintritt. Bus? Mehr Sprit, mehr Platz, mehr für Ticket zahlen.

Badetage extra für dicke, damit sich die ästhetischen Menschen, die keine Röntgenbilder von Dicken machen, nicht gestört durch unseren Anblick fühlen. Denn genau so klang das gestern.
Als würde sich der Arzt in seinem persönlichen Geschmack gestört fühlen. Ich war nicht das erste Mal in dieser Praxis. Aber ihr könnt euch sicher sein, das letzte Mal.

Und doch, man kann als Dicke geröngt werden, aber das muss man wollen und eben können.

So, ich gehe mir jetzt Klamotten für Dicke anschauen, die übrigens auch teurer sind, weil einfach mehr Stoff dran ist.
Und dann schreibe ich ne Mail an den Bundestag. Die Dickensteuer, weil wir mehr Platz und mehr Luft brauchen und durch unser Gewicht sicher der Asphalt mehr abgenutzt wird.

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Fettschmelze

Rituale und Highlights

von am 19. Februar 2016

Essen. In unserer Gesellschaft oft nur noch etwas, was Not tut, was nebenbei laufen muss. Schnell und unkompliziert muss es sein, weil das Leben an sich ja schon stressig.

Genau da ist jetzt die Gefahr. Bei der Hektik denkt man nicht drüber nach, was man ist.

So hab ich das auch gemacht und erwische mich noch immer dabei. Aber im Moment teste ich einen Diättipp aus. Essen als Ritual. Immer an einen voll gedeckten Tisch setzen, egal zu welcher Mahzeit. Besteck benutzen, auch für Brot und eine Mahlzeit zum Event machen. Mit Zeit und Muse.

Ich fühle mich auf jeden Fall besonders, und ich muss mich vorher mehr bewegen, weil der Tisch gedeckt werden muss.

Aber irgendwie finde ich es affig,  meine Stulle mit Messer und Gabel zu essen. 

Nobel und vornehm ist der Weg ins Elfenwunderland.

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Fettschmelze

Ein neues Belohnungssystem

von am 18. Februar 2016

Ich bin ein Mensch, der sich gerne belohnen lässt und sich Belohnungen motiviert. Ich gebe zu, Schokolade ist schon ein kleines Mittel, um mich bei Laune zu halten. Lief was gut, Schokolade, hab ich Stress gepackt, Schokolade. Ich weiß, dass das für die Fettschmelze nicht förderlich ist. Aber ich mag auch nicht auf meine Belohnung bei Etappenzielen verzichten.
Auf diese kleinen Glücksmomente in meinem Mund. Was also nun? Was kann ich machen, was so rein kalorientechnisch nicht ins Gewicht fällt aber trotzdem mein Verlangen nach Vollendung im Mund befriedigt.
Da gibt es nur eins. Kaffee. Guter Kaffee.
Ich trinke nicht viel Kaffee. Ich brauch den auch nicht jeden Morgen. Kaffee ist für mich eher ein Genussmittel, was Besonderes, was gut und von Qualität sein muss.
Ich glaube, das wird meine Ersatzdroge. Kalorienarm (ich trinke den Kaffee mit einem Schuss Milch), Auszeit für die Zeit des Genusses und was als Belohnung genau richtig.
Ich fühle mich herrschaftlich bei einer Tasse Kaffee. Allerdings werden nun die Kekse gestrichen. Die gehören für mich zwar dazu, aber passen nicht auf meinen Abnehmplan. Spart ja auch wieder Geld,i für noch mehr und besseren Kaffee. Bei Kaffee bin ich Markenjunkie. Ich finde, da schmeckt man nen Unterschied.
Ob es klappt, das als Schokoladenersatz zu haben. Ich bin gewillt, das es klappt. Ich werde euch berichten. Und nun…. Auf an die Kaffeemaschine!

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