Waffelabenteuer

"Wenn man schon einen an der Waffel hat, dann aber so richtig. Mit Sahne und Kirschen!"

Wo eine Tür sich schließt, öffnet sich irgendwo ein neue

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„Ich will keine Geschenke, wenn uns das Christkind mit zu Oma in den Himmel nimmt!“

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Seelenbilder

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Mein Papa war mal mein Held

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Der kleine Weihnachtsstern ~ 20

von am 20. Dezember 2017

Der kleine Stern war nervös. Was würde jetzt geschehen, wenn er das Jesuskind sah? Jesus weinte noch immer leise, aber seit Abraham angefangen hatte die Trommel zu spielen, war es schon besser geworden. Der kleine Stern stieg nun über der Futterkrippe hoch und blickte dem Jesuskind das erste Mal in die strahlend blauen Augen. Die Tränen des Babys versiegten, als es den funkelnden Stern sah. Es begann zu glucksen und streckte die kleinen Hände nach oben, um nach dem Stern zu greifen. Der kleine Stern flog näher zu Jesus, so dass Jesus den Stern berühren konnte.
Und da geschah es. Das Jesuskind lächelte und das Strahlen im Blick des Babys wurde noch heller und ging auf den kleinen Stern über.
Abraham beobachtete die Szene und spielte weiter sein Trommellied.
Den kleinen Stern erfasste großes Wohlbehagen und Glück.
Er hatte seinen Sinn gefunden. Es lag in Windeln vor ihm, ein kleines Baby, in einer Futterkrippe in einem Stall und die Liebe des Sterns zu diesem Kinderstrahlen wuchs von Sekunde zu Sekunde.
Der kleine Stern konnte kaum beschreiben, was geschah.
Es war, als wären er und der kleine Jesus eins. Als würde alles Glück dieser Erde von Jesus ausgehen und direkt in den kleinen Stern und wieder zurückwandern.
Sein Sinn, wer hätte das gedacht.
Das Jesuskind hielt den Stern weiter fest und der Stern ließ es zu. Er musste einfach hierbleiben, bei Jesus.
Der kleine Stern hatte seinen Sinn gefunden, aber er konnte es noch nicht in Worte fassen, was es war. Er musste erst noch verstehen. Aber er wusste nicht, ob er das alleine konnte.
Abraham flüsterte:
„Ist das der Sinn, denn du gesucht hast, kleiner Stern.“
„Ja, aber ich begreife ihn noch nicht.“
„Dann warte ab und spüre. Die Antwort wird kommen, du wirst sehen.“
Der kleine Stern wusste, dass Abrahams Worte wahr waren.
In diesem Augenblick kam Gabriel zu ihnen.
„Glückwunsch, kleiner Stern, du hast den Sinn gefunden.“
„Aber was genau ist denn nun der Sinn?“
„Versuche es doch mal zu beschreiben.“
„Ja, ich probiere es….“
Und der Stern suchte nach den richtigen Worten.

Liebe ist ein starkes Gefühl. Es ist mächtig, es macht Angst aber es erfüllt einen auch mit Hoffnung. Und Liebe kann man nicht in Worte fassen, denn Liebe bedeutet so viel. Es bedeutet Lachen, Weinen, Freude, Wärme, Wohlfühlen, Heimat.
Das alles erlebt der kleine Stern jetzt und es wundert mich nicht, dass er das nicht in Worte fassen kann. Aber er hat ja noch ein bisschen Zeit das alles in Worte zu fassen, vielleicht schafft er das ja hinter Türchen Nummer 21.

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Advent

Der kleine Weihnachtsstern ~ 19

von am 19. Dezember 2017

Der kleine Stern und Abraham kamen gerade rechtzeitig. Sie vernahmen ein leises Schluchzen und Plärren. Das Kind war geboren. Alles war still, nur das Baby weinte. Die Hirten versperrten dem kleinen Stern und auch Abraham den Weg.
Abraham reichte kommentarlos die Decke in die Menge, die still weitergereicht wurde.
Aber es war einfach kein Durchkommen zu dem Kind.
Der kleine Stern fand einfach keine Lücke, die groß genug für ihn war.
So beobachtete er einfach von draußen, was geschah.
Der erste Hirte kam aus dem Stall und rieb sich gerührt die Augen.
„Er ist ein Wunder.“
Und auch der zweite Hirte verließ glücklich den Stall. Nach und nach kamen alle Hirten vor den Stall, jedoch blieben sie alle in der Nähe der Stalltür. Der kleine Stern sah nur ein sanftes Licht von einer Öllampe. Sicher hatte einer der Hirten seine Lampe im Stall zurückgelassen.
Aber der Stern konnte noch nichts erkennen. Und er wollte sich auch nicht vordrängeln. Er wollte nun Abraham den Vortritt lassen. Schließlich hatte der kleine Stern den Jungen aus dem Tiefschlaf gerissen, nur wegen einem Baby. Aber er konnte hören, was Abraham sagte:
„Du bist also Jesus. Schön dich kennenzulernen. Weißt du, ich habe einen kleinen Bruder, der heißt Johannes. Der war mal ein Stern. Ich kenne jetzt auch einen Stern, weißt. Der wartet dahinten. Und ich glaube, der hat irgendwas mit dir zu tun.“
Der kleine Stern hörte Jesus weinen.
„Nein, kleiner Jesus, du musst nicht weinen,“ versuchte Abraham das Baby zu beruhigen.
„Schau mal hier, ich habe meine Trommel mitgebracht. Mehr habe ich leider nicht. Nur mich und meine Trommel. Soll ich dir darauf etwas Vorspielen? Und vielleicht möchte der kleine Stern für dich dazu tanzen?“
Abraham drehte sich um und winkte dem kleinen Stern zu.
„Kleiner Stern, lass uns was für Jesus tun, damit er weiß, dass er nicht weinen muss.“
Abraham begann rhythmisch und sanft auf seiner kleinen Trommel zu spielen. Der kleine Stern flog herbei.
Das Baby lag in der Futterkrippe, die Abraham und er am Abend noch repariert hatte. Und er war in Abrahams Decke gewickelt.
Maria und Josef standen an der Krippe und lauschten dem Trommelspiel von Abraham.
Nun sag der kleine Stern das allererste Mal das Jesuskind.

Ein Baby ist ja immer ein kleines Wunder. Aber was ist dieses Kind für unseren kleinen Stern? Das da irgendwo der Sinn von dem kleinen Stern zu finden ist, das steht fest. Habt ihr auch so einen Menschen? Der für euch der Sinn ist? Ohne den es nicht geht? Dann haltet ihn immer fest. Und schließt ihn fest in euren Gedanken ein. Dann ist er auch da, wenn er mal nicht da ist.
Wir sind morgen wieder da.

 

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Der kleine Weihnachtsstern ~18

von am

Der kleine Stern führte die Hirten sicher an den Stall. Dort ließen sie sich nieder. Von einem Baby sah der kleine Stern noch nichts. Dafür hörte er jedoch die junge Frau vor Schmerzen weinen. Es musste also fast soweit sein.
Esel und Rind waren aufgeregt, dass konnte man sehen. Die Kuh muhte vor sich hin und erwähnte immer wieder, dass sie es doch gewusst hätte, dass so etwas passieren würde. Der Esel beschwichtigte das Rind stets, dass man das ja alles wieder saubermachen könnte.
Die Mäuse waren noch nervöser als sonst und rannten unaufhörlich durch den Stall. Die Hühner dagegen saßen leise gackernd im hintersten Eck des Stalls und sahen sich die Geschehnisse aus sicherer Entfernung an.
Der kleine Stern beobachtete, wie das kleinste Lämmchen sich neben die Frau ist Stroh legte. Maria schien das sehr gut zu tun, denn sie weinte nicht mehr so heftig.
Der kleine Stern wusste nicht mit sich anzufangen.
Er wusste, sein wahrer Sinn war noch nicht dabei gewesen bei den Ereignissen in dieser Nacht.
Er könnte sich ja jetzt entscheiden, ein Menschenkind zu werden. Und zwar das Menschenkind, was gleich zur Welt kommen würde. Aber dann müsste er sich jetzt entscheiden.
Fühlte sich das richtig an. War das der Sinn seines Daseins? Ein Menschenkind werden? Nein, dafür war es ihm viel zu wichtig zu leuchten. Denn das hatte ihm wieder Spaß gemacht. Das Leuchten über dem Stall und die Hilfe, um das Lamm zu finden. Das alles hatte ihn sehr zufrieden gemacht.
In seine Gedanken schlich die Stimme des Esels:
„Iiiiahhhh, kleiner Stern, gleich ist das Baby da. Ich glaube, wir sollten eine Decke besorgen, damit dem Baby nicht kalt wird. Meinst du, dass du das schaffst?“
„Aber natürlich schaffe ich das. Ich bin sofort wieder da!“
Abraham hatte eine Decke und der kleine Stern war sich sicher, dass Abraham dem Baby die Decke bestimmt geben würde.
Er flog zu dem kleinen Fenster der Kammer und schwirrte um Abrahams Kopf rum.
„Abraham, ich brauche deine Decke. Abraham, wach werden. Ein Baby kommt im Stall zu Welt und ich will nicht, dass es friert.“
Abraham war sofort hell wach.
„Ich komme mit. Und ich nehme meine Trommel mit!“
„Warum denn deine Trommel?“
„Weil Babys, wenn sie zur Welt kommen, immer weinen. Und als Johannes meine Trommel hörte, da fing er an zu lachen. Ich glaube, Babys mögen es, wenn ich trommle.“
„Dann los.“

Ob daher wohl die Legende und das Lied vom kleinen Trommler kommt. Little Drummer Boy. Ich weiß es nicht, aber vielleicht war es so? Abraham hat dem Jesuskind seine Trommel gespielt, damit es nicht weint. Es ist natürlich nur eine Idee, aber wie sonst kommt jemand auf die Idee, ein Weihnachtslied über einen Jungen zu schreiben, der am Stall trommelt? Die Bibel schreibt da nichts drüber. Aber irgendwer muss der Liedermacherin Katherine K. Davis ja davon erzählt haben, als sie dieses Lied 1941 komponierte. Vielleicht war dieser kleine Junge ja einer ihrer Vorfahren und die Geschichte wurde von Generation zu Generation erzählt. Wer kann das schon wissen? An Weihnachten verschmelzen ja Fantasie, Glaube und Tatsache. Und das ist einfach zauberhaft. Wir müssen und wollen gar nicht wissen, was echt ist und was nicht, denn ein wenig Magie tut uns in diesen Tagen doch allen gut. Wir wissen nur, dass morgen Türchen 19 an der Reihe ist.

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Advent

Der kleine Weihnachtsstern ~ 17

von am 17. Dezember 2017

„Kleiner Stern, es wird Zeit, dass du wach wirst. Wie kannst du jetzt nur schlafen? Du suchst doch noch nach deinem Sinn! Kleiner Stern, wach werden.“
Der kleine Stern wurde langsam wach und erkannte sofort den Engel von letzter Nacht.
„Gabriel, du schon wieder.“
„Ja, kleiner, ich schon wieder. Es wird Zeit. Die Hirten brauchen nun deine Hilfe. Und dann willst du doch auch sicher dabei sein, wenn das Baby geboren wird, oder?“
„Das Baby wird heute geboren?“
„Ja, heute Nacht noch. Ich dachte das hättest du gespürt.“
„Nein, ich war so müde.“
„Dann mach mal folgendes, kleiner Stern. Schließe kurz deine Augen und atme tief ein und aus.“
Der Stern tat, wie ihm geheißen. Und die komplette Müdigkeit fiel von ihm ab. Und er spürte eine nie geahnte Freude. Es war eine Vorfreude und Ahnung, dass er bald seinen Sinn finden würde. Sein Herz machte kleine Sprünge vor Aufregung.
„Ich spüre es. Mein Sinn ist ganz nah.“
„Dann mach dich auf zu den Hirten und helfe ihnen aus ihrer Not.“
„Das mache ich sofort. Danke, lieber Erzengel.“
Der Stern flog voller Erwartungen am Engel vorbei und machte sich auf den Weg durch die Nacht zu der Schafweide.
Dort hörte er die Hirten schon nach dem verlorenen Lamm rufen. Der Stern stieg noch ein wenig höher und sah das Lämmchen hinter einem Felsvorsprung. Er flog zu dem verängstigten Tier und leuchtete erneut so hell, wie schon vor ein paar Stunden über dem Stall.
„Hey, seht, da ist der Stern, das ist sicher ein Zeichen! Lasst und dahinlaufen. Vielleicht finden wir da das Lamm!“
Und natürlich fanden sie das verlorene Lamm dort, wo der kleine Stern hell funkelte.
„Jetzt sind für mich alle Zweifel verflogen. Der Engel hatte recht. Wir sollten und auf den Weg zum Stall machen und daran glauben, was wir sehen, auch wenn es noch so unglaublich ist.“
Die anderen Hirten stimmten zu. Sie schulterten ihre Lämmer, damit sie die weite Strecke nicht selber laufen mussten und vertrauten auf die Worte des Engels, dass dem Rest der Herde nichts zustoßen würde.
„Ob wir den Weg noch finden, der Stern ist ja nicht mehr zu sehen,“ überlegte ein Hirte auf dem Weg.
Der kleine Stern hörte dies und entschied, die Gruppe zum Stall zu führen. Er schwebte immer vor ihnen her, bis sie am Stall angekommen waren.

Einem Stern folgen, ohne zu wissen, was kommt. Das ist echt tapfer von den Hirten. Aber genau das ist das Leben. Wir folgen unseren Träumen und Wünschen und wissen auch nie was kommt. Tja, wer weiß das schon, was hinter der nächsten Biegung liegt. Niemand kann uns das sagen, wir erfahren es immer erst, wenn wir auch angekommen sind. Auf welchem Weg auch immer. Nicht das Ziel ist unser Ziel, sondern der Weg dorthin. Und alles, was auf diesem Weg geschieht, das macht den Sinn später aus.
Der kleine Stern scheint langsam zu begreifen, was seine Aufgabe ist. Aber noch ist es nicht vorbei. Türchen 18.

 

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Der kleine Weihnachtsstern ~ 16

von am 16. Dezember 2017

Der Stern leuchtete solange über dem Stall, bis Maria und Josef sich ein wenig eingerichtet hatten für die Nacht. Er wollte diesen beiden Menschen das Ankommen so einfach wie möglich machen. Und wenn es eben nur sein Licht machte, dass sie sich zurechtfanden.
Als sie sich zum Schlafen in ein spartanisches Nachtlager zurückzogen verließ der kleine Stern seinen Posten. Er hörte in sich hinein? War dies endlich der Sinn, den er gesucht hatte? Nein, es fühlte sich noch nicht so an. Natürlich war er stolz, diesen Menschen geholfen zu haben, aber es erfüllte ihn noch nicht. Aber Müdigkeit überkam ihn jetzt. Deswegen schwebte er zurück zu Abraham und schlief neben seinem Freund ein.
Hinter den Stadtmauern von Bethlehem jedoch spielte sich eine weitere Geschichte ab, die der kleine Stern ausgelöst hatte. Es waren Hirten auf der Weide mit ihren Schafen. Und am Himmel sahen sie, wie ein kleiner Stern auf einmal ganz hell zu leuchten begann. Sie waren verwundert, und fragten sich, wie so etwas möglich sei. Wie konnte einfach so ein neuer Stern am Himmel erscheinen und dann einfach wieder verschwinden?
Und während sie fragend in den Himmel schauten und auch sahen, wie der Stern wieder verschwand, leuchtete der Himmel auf einmal über ihnen in den schönsten Farben. Und ein Engel kam zu ihnen herunter.
„Fürchtet euch nicht, meine Hirten. Ich bin hier, um euch eine große Freude zu überbringen. Schon bald wird er geboren. Der Gottessohn. Der, der euch allen Erlösung bringt. Nehmt nur die Lämmer mit, den Schafen wird nichts geschehen und geht in die Richtung, in der ihr eben noch den Stern habt leuchten sehen. Dort werdet ihr einen Stall finden und auch ein Kind, in Windeln gewickelt, welches in einer Futterkrippe liegt.“
„Gottes Sohn ist ein Baby?“
„Ihr könnt es nur glauben, dass er für euch alle die Erlösung bringt. Aber denkt an eure Gefühle, als ihr den Stern gesehen habt und glaubt an Wunder!“
Mit diesen Worten verschwand der Engel wieder.
Als die Hirten sich auf den Weg machen wollten, weil sie dem Engel glaubten und der Stern ihr Herz erleuchtet hatte, rief ein Hirte aufgeregt:
„Ich kann nicht mit, mir ist ein Lamm entlaufen, und wir sollen die Lämmer doch mitnehmen.“
Also begannen alle Hirten, das kleine Lamm in der dunklen Nacht zu suchen.
Der Engel machte sich auf den Weg zur Herberge, es wurde Zeit, das der kleine Stern eine weitere Aufgabe erfüllte, bis er endlich seinen Sinn verstand.

Was macht Licht in unseren Herzen? Ich verstehe die Worte des Engels nicht so ganz. Welche Gefühle kann man schon haben, wenn man einen Stern sieht? Ich schaue nach oben, da sind ganz viele Sterne über mir. Und so langsam fange ich an zu begreifen. Es fühlt sich nach Weite und Unendlichkeit an. Es löst eine Sehnsucht aus und es macht mich ruhig. Ich atme ein, ich atme aus und beginne zu verstehen, dass wir ein Teil eines Ganzen sind, was wir nie ganz verstehen werden und das nur das Licht uns zeigen kann, um was es wirklich geht.
In Türchen 17 wird vieles bestimmt noch klarer.

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Der kleine Weihnachtsstern ~ 15

von am 15. Dezember 2017

Der kleine Stern flog flink zum Stall. Die Tiere schliefen, aber darauf konnte er keine Rücksicht nehmen. Es musste schnell gehandelt werden. Das wusste der kleine Stern ganz genau.
„Tiere, Esel, Rind. Hört mir zu.“
„Iaaahhhh, was ist denn los?“
„An der Herberge da steht ein Mann mit seiner Frau. Ich glaube, die Frau bekommt ein Kind. Das bedeutet, glaube ich, schwanger sein. Und sie brauchen für eine Nacht einen Schlafplatz. Hier ist doch Platz, meint ihr nicht? Und es ist alles sauber.“
„muh, aber wenn die ihr Kind hier bekommt, dann ist es hier nicht mehr so sauber.“
„Iaaaah, ach, das war hier vorher auch nicht sauber, wenn der kleine Stern uns nicht geholfen hätte. Und wenn der kleine Stern uns jetzt darum bittet, den sauberen Stall zu teilen, vor allem wenn Not ist, dann sollten wir das tun, iaaah.“
„Na gut, muuuh.“
„Ich danke euch,“ rief der Stern, der schon wieder auf dem Rückflug zur Herberge war.
Dort angekommen, versuchte er, auf sich aufmerksam zu machen. Aber es war, wie Abraham damals sagte. Man sah ihn nicht.
„Was mache ich jetzt nur? Vielleicht können sie mich nicht sehen, aber vielleicht können sie mich ja hören!“
Der Stern rief so laut wie möglich:
„Der Stall ist frei, nehmt den Stall.“
Aber es war vergebens.
So blieb dem Stern nur noch eine Möglichkeit.
Er flog zurück zum Stall, stieg bis hoch über das Dach und begann zu funkeln. Und er hoffte inständig, dass der Herbergsvater sein Leuchten über dem Dach sah.
Leider konnte der Stern nicht hören, was die der Herbergsvater sagte, sonst hätte er dieses hier gehört.
„Doch, eine Möglichkeit habe ich noch. Aber sie ist nicht hier und wahrscheinlich auch sehr kalt.
„Wie gesagt, wir sind für alles dankbar, wo Maria sich ausruhen kann.“
Mit diesen Worten nahm der Herbergsvater seine Laterne und führte das Paar zum Stall, wo sie schon von Rind und Esel erwartet wurden. Es war wärmer im Stall, als der Herbergsvater es gedacht hätte.
„Bitte sehr, das ist es.“
„Wir danken euch sehr,“ erwiderte Maria zurückhaltend und müde von der Reise.
Der Stern leuchtet also wieder. Und er hat Maria und Josef den berühmten Stall als Quartier beschert. Aber heute ist ja erst der 15. Dezember, also kann das ja noch nicht der Sinn des Sterns sein. Oder etwa doch? Um das herauszufinden, müsst ihr morgen wiederkommen und der Geschichte weiter lauschen.

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Der kleine Weihnachtsstern ~ 14

von am 14. Dezember 2017

Auch die Krippe war schnell repariert und das Futter war aufgefüllt. Sogar die Hühner bekamen frisches Korn in einen kleinen Trog. Esel und Rind standen beide nun an der Krippe uns ließen sich das frische Hafer schmecken, die Hühner gackerten freudig am Trog und pickten genüsslich ihre Körner. Zur Feier des Tages bekamen die Mäuse sogar Speck und Käse. Alle waren glücklich und zufrieden. Der kleine Stern und Abraham zogen sich zurück, aßen gemeinsam mit Abrahams Familie in der kleinen Herbergen-Kammer ein wenig Obst und ein Stück trockenes Brot und fielen todmüde ins Bett.
Bevor Abraham jedoch einschlief fragte er den kleinen Stern noch:
„Hast du jetzt schon deinen Sinn gefunden? War es diese Aufgabe, die du erfüllen musstest?“
Der kleine Stern gähnte herzhaft.
„Es hat wirklich Spaß gemacht all den Tieren im Stall zu helfen, aber es war noch nicht mein Sinn.“
„Dann müssen wir wohl weitersuchen, kleiner Stern, aber nicht mehr heute, morgen ist auch noch ein Tag. Gute Nacht, kleiner Stern.“
„Gute Nacht, Abraham.“
Beide schliefen auf der Stelle ein, im Schlaf konnte man sie zufrieden lächeln sehen.
Aber der kleine Stern erwachte schon nach etwa einer Stunde wieder. Ein lautes Klopfen und Poltern war an der Tür zur Herberge zu hören. Abraham erwachte nicht von dem Lärm, aber der kleine Stern war sehr neugierig. Er konnte es nicht wirklich erklären, aber er hatte das Gefühl, dass er ganz dringend nachschauen musste, was da unten vor sich ging.
An der Tür angekommen schwebte er im Schatten über den drei Menschen, die sich angeregt miteinander unterhielten.
Es war der Herbergsvater, ein fremder Mann und eine wirklich dicke Frau. Der Stern flog noch näher an die Szene heran, um verstehen zu können, was sie miteinander besprachen.
„Guter Mann, es ist wirklich nichts mehr zu machen. Bethlehem ist wegen der Volkszählung überfüllt. Wir haben keinen einzigen Platz mehr für sie und ihre Frau. Es tut mir wirklich Leid.“
„Aber sehen sie denn nicht, dass meine Frau schwanger ist? Sie muss sich irgendwo ausruhen. Sie hat Schmerzen. Wir brauchen nicht viel Platz. Ein wenig Stroh. Mehr nicht. Morgen ist auch schon der Termin bei dem Statthalter, dann sind wir wirklich wieder weg.“
„Ich verstehe ja ihre missliche Lage, aber ich habe wirklich keinen angemessenen Platz für sie und ihre Frau. Da ist wirklich nichts zu machen.“
Der kleine Stern wusste instinktiv, was zu tun war. Und flog geschwind davon.

Eine Schwangere, ein Mann und Platzmangel in Bethlehem. Natürlich wisst ihr schon längst, was der kleine Stern jetzt erlebt. Er wird Zeuge von alle dem, warum wir Weihnachten feiern und warum dieses Märchen hier gerade entsteht. Ohne die biblische Weihnachtsgeschichte gäbe es keinen Grund die Geschichte des kleinen Sterns niederzuschreiben. So hat eben alles seinen Grund und hängt miteinander zusammen.
Morgen öffnen wir schon Türchen 15 und wir werden erfahren welche Rolle der kleine Stern nun genau in dieser Geschichte einnimmt. Der einzige, der das schon wusste war Gabriel, aber der hatte ja geschwiegen.

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Der kleine Weihnachtsstern ~ 13

von am 13. Dezember 2017

Den ganzen Nachmittag werkelten der kleine Stern und Abraham am Stall. Kleine Löcher wurden geschlossen, das dreckige Stroh wurde durch frisches Stroh ersetzt.  Spinnweben wurden entfernt, es wurde gefegt, gewischt, geputzt, gewienert und poliert. Blad strahlte der alte Stall in neuem Glanz. Nun fehlte nur noch die alte Futterkrippe, die repariert werden musste und auf neues Futter wartete. Der kleine Stern schwebte über die Krippe und sah sofort wieder Familie Maus. Was sollten er nur mit denen machen? Er wollte ja nicht das zu Hause der kleinen Mäuse kaputt machen. Eine Lösung musste her.
„Familie Maus, könnt ihr mir einen Augenblick bitte zuhören?“ fragte der kleine Stern und schwebte näher an die Krippe heran.
Der Mausevater hielt in seinen flinken Bewegungen kurz inne und schaute hoch zum kleinen Stern.
„Ach, ein kleiner Stern, wo kommst du denn her? Und was ist dein Anliegen?“
Der kleine Stern musste Schmunzeln. Die Maus war die letzten Tage so beschäftigt gewesen, dass sie seine Anwesenheit gar nicht wahrgenommen hatte.
„Ich bin schon länger hier. Mein Freund Abraham und ich wollen die Krippe reparieren für die Tiere hier. Nur dann müsste deine Familie woanders hinziehen. Ihr dürft in diesem Stall natürlich bleiben, wir würden euch nur einen neuen Platz suchen, wo ihr es schön kuschelig habt.“
Die Nase der Maus zuckte hektisch hin und her. Dann wandte sich die Maus zu seiner Familie und flüsterte mit ihr. Nach kurzer Zeit drehte sie sich wieder dem kleinen Stern zu.
„Wir sind einverstanden. Solange wir alle zusammenbleiben können, ist alles in Ordnung. Heimat ist immer da, wo die Familie ist.“
Der Stern nickte und suchte gemeinsam mit Abraham einen Platz für die Mäusefamilie. Sie fanden eine schöne kleine Mulde in dem Stall vom Esel. Der kleine Stern fragte begeistert:
„Esel, darf Familie Maus hier einziehen? Sie brauchen eine neue Heimat. In der Krippe können sie nicht mehr wohnen, denn da ist es nicht mehr sicher für sie, wenn wir sie reparieren und mit Futter befüllen.“
„IIIIAAAH, wir sind zwar unterschiedlich und sprechen verschiedene Sprachen, aber sie sind ja friedlich. Lass sie gerne in die kleine Mulde ziehen. Das wird sicher spannend und ich mag es, fremde Kulturen und Arten kennenzulernen.“
Abraham und der kleine Stern bereiteten alles vor, so dass die Mäusefamilie sich in ihr neues zu Hause umsiedeln konnte.
Die Mäuse und der Esel waren wirklich sehr froh, dass sie sich kennenlernen durften, denn ab jetzt würde das Leben sicher noch bunter und lustiger werden.

Worauf diese Folge sich bezieht, dass dürfte jedem klar sein. Die letzten Jahre und Monate hörte man ja nichts anderes. Die Flüchtlinge. Irgendwo müssen Menschen ja hin, wenn sich ihr Leben verändert und sie nicht mehr sicher sind. Einfach ist das sicher für keinen von ihnen. Aber wenn wir alle offen für den jeweils anderen sind, dann sollte das doch funktionieren. Voneinander lernen und anderssein akzeptieren. Denn in erster Linie sind wir erstmal eins. Menschen, die ein zu Hause haben wollen. Und Heimat ist eben immer da, wo die Familie lebt.
Unser Stern hat seine Familie im Himmel, ob er da wieder hin zurückgeht oder sich doch für ein Menschenleben entscheidet, dass erfahren wir in den nächsten folgen. Morgen geht die Reise weiter.

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