Waffelabenteuer

"Wenn man schon einen an der Waffel hat, dann aber so richtig. Mit Sahne und Kirschen!"

Ich glaube, das ist es, was man Leben nennt

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Eine neue Meditation

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Anker im Alltag

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Trauer

Der Duft von Lavendel

von am 16. September 2017

Herzrasen, Engegefühl in der Brust, Luftnot, Schwindel.
Sie sind zurück. Durch diese blöden Panikattacken.

Wie heißt es so schön? Die Nerven sind zum Zerreißen gespannt. Das ist so eine Floskel, ein Spruch, den man halt so vor sich hin sagt. So richtig wusste ich nie, wie sich das anfühlt. Wenn ich die letzten Wochen Revue passieren lasse, dann muss ich sagen, auf diese Erfahrung hätte ich auch gut verzichten können.

Ich versuche dem Körper nun beizubringen: Das ist Anspannung, das ist Entspannung. Ich atme, und ich versuche einfach zuzulassen und loszulassen.

Nichts desto trotz mache ich gerade eine wirklich schwere Zeit durch. Ich dachte ja wirklich, es wird besser. Aber das das alles nochmal so schlimm wird, damit habe ich nicht gerechnet. Natürlich hängt das noch mit Mamas Tod zusammen.
Das sitzt noch so tief. Ich hatte auch noch nicht wirklich Zeit es zuzulassen. Ich habe da echt Angst vor. Aber das alleine ist es nicht. Was wäre denn, wenn ich das alles einfach zulasse. Ich habe Aufgaben, die ich erfüllen muss. Ich kann doch jetzt nicht einfach loslassen.

Das ich das muss, das ist mir völlig klar. Aber ich weiß nicht wie das geht? Ich würde das jetzt gerne alles mal zulassen, was da an Trauer in mir sitzt. Aber es kommt nicht raus. Wie soll ich es also anstellen. Mir ist den ganzen Tag zum Heulen. Manchmal kommen auch ein paar Tränen. Laufen einfach so aus meinen Augen und versiegen dann.
Ich merke auch, wenn ich mich entspanne, dass ich weinen muss. Obwohl ich meist dann gar nicht traurig bin. Aber so wirklich geht der Druck nicht weg. Es ist in mir, wie so ein kleines Monster, das an meinen Nerven reißt und sich stets in den Vordergrund rücken will. Ich will es rauslassen. Aber ich finde keinen Weg. Ich kann mich ja nicht zwingen.

Das einzige was hilft ist Atmen, Singen und mittlerweile auch Lavendel. Ich nehme etwas zur Beruhigung. Lavendelöl Kapseln. Ich habe mir einen Mini Warmie mit Lavendel geholt. So ein Stofftier mit Wärmekissen drin. Und ich habe Duftkerzen geholt, die nach Lavendel duften.

Es ist nicht die Lösung, aber ein kleiner Anker. Es erdet mich. Der Duft von Lavendel, der das kleine Nervenmonster bekämpft. Ich halte mich damit über Wasser, aber ich sehe mittlerweile ein. Ich brauche Hilfe.

Aber Lavendel wird erstmal mein Begleiter.

Und vielleicht hilft die erste Einsicht schon:

Mir geht es nicht gut und ich weiß nicht, wie ich es ändern kann….

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Menschen | Musik | Wegbegleiter

Ich laufe nun nicht mehr hinterher

von am 5. September 2017

Ich habe die Schnauze voll. Von mir und meinem Rumgeheule. Keiner sieht mich, keiner wartet auf mich, niemand nimmt mich mit, da ist keiner, der mich integrieren mag.

Erst einmal weiß ich, dass das ja nicht nur so ist. Dieses nicht mehr mitkommen und sich ausgeschlossen fühlen, das ist nur in einigen Bereichen in meinem Leben. Zugegeben in einem Lebensteil, aber eben in einem Teil, der mich mal ausgefüllt hat.
Freundschaften haben sich dort verädnert. Und durch meine „Lebenspause“, die ich einlegen musste, haben wir verschiedene Wege eingeschlagen. Ich bin da niemanden böse. Ich gönne es den Menschen, die sich neue Bereiche erschlossen habe, wo ich eben nicht mehr so wirklich reingehöre. Das ist eben Leben es ändert sich. Und auch wenn ich fordere, geht doch einfach wieder so um mit mir wie früher, verstehe ich nun endlich, dass ich mir das zwar wünschen kann, dass dieses aber nicht mehr so einfach geht.

Ich kann nicht mehr so unbeschwert planen wie früher. Ich habe neue Aufgaben, die mir obliegen und die ich eben erfüllen muss. In einem Maß, in dem ich zwar noch existiere und auch Sachen für mich mache. Aber ich kann nicht mehr so sein wie früher. Wie kann ich dann erwarten, dass man wie früher mit mir umgehen kann.

Die letzten Wochen habe ich mich abgehängt gefühlt. Von Menschen, die mir mal sehr nahe standen und mit denen ich viel unternommen habe. Ich blieb stehen, sie gingen weiter. Ich brauchte Luft zum atmen, sie konnten sich in die Massen stürzen.
Die Wege gingen auseinander.

Ich fühle mich noch immer abgehängt, aber ich habe was geändert.

In den letzten Wochen habe ich allen hinterhergebrüllt, sie mögen doch bitte auf mich warten und mich mitnehmen. Aber das war nicht von Erfolg gekrönt. Ich fühlte mich wirklich schlecht damit und suchte die Schuld bei mir. Aber es hat niemand Schuld, und wenn, dann ist eben die Zeit dran Schuld. Die ging nämlich weiter, während ich mich verkrochen habe, um mich neu zu strukturieren. Nun wäre ich für all die Menschen wieder da, aber ich werde nicht mehr gebraucht, denn in diesem Lebensteil ging es ohne mich weiter.

Ich bin mir jedoch mehr wert, als mich ständig anzubieten. Die betreffenden Personen wissen mittlerweile wie es mir geht. Mehr kann ich nicht tun.
Ich kann mich nun nur noch auf meinen Weg konzentrieren und von meinem Standpunkt meinen Weg weitergehen.

Ich habe so viel, was ich ja trotz allem weitergemacht habe und wo ich nicht hinterherlaufe. Da bin ich dabei und muss nicht rennen. Ich muss mir wieder eigene Wegpunkte schaffen. Solche Punkte, die die anderen, die mich abngehängt haben, eben nicht haben. Ich muss mir am wichtigsten sein und mich auf meinen Weg konzentrieren.

Und wenn es nicht mehr die Menschen von früher sind, dann werden es neue sein.

Ich möchte nun doch konkret werden. Ich renne nun nicht mehr hinther. Ich mache weiter, wo ich zurückgelassen wurde und freue mich, wenn aus dem alten, brachliegenden Lebensbereich sich Menschen umdrehen und mir winken, weil sie es wollen. Und nicht weil ich immer um deren Aufmerksamkeit buhle.

Mein Weg wird weiter die Musik sein, der Gesangsunterricht und der Chor. Meine eigenen Songs, meine Geschichten und meine Fotografie.

Das werden meine Wegpunkte sein. Und die Szene rund um Anime und Cosplay muss nicht auf mich warten. Das mach ich in meinem Tempo weiter und ich hoffe auch, dass die Menschen, die meine Freunde sind, das respektieren. Ich gönne jeden seinen derzeitigen Wegpunkt. Und auf jeden Berührungspunkt des Weges freue ich mich jetzt schon. Aber hinter diese Kreuzungen renne ich nicht mehr her, denn das würde eh nix bringen.

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Gedankenfetzen | Löffel-Liste | Mamalächeln

Löffel-Liste auf dem Balkon und ganz viele Emotionen

von am 29. August 2017

Und noch einen Punkt auf meiner Löffel-Liste abgearbeitet. Mit dem habe ich mir, zugegeben, schwergetan. Ich habe mir gestern bei strahlendem Sonnenscheint mal ein wenig Zeit genommen und auf dem Balkon gesungen. Das habe ich ganz unspektakulär mit Smule gemacht. Zu Anfang war ich noch etwas gehemmt, denn ich weiß, dass die Nachbarn beim Thema Musik sehr empfindlich sind. Aber das ist ja auf jeden Fall eine andere Geschichte und gehört jetzt nicht unmittelbar zur meiner Sommer-Löffel-Liste.

Als erstes Mal hier der Beweis von einer Minute:

#InstaSmule #Smule #Sing #Karaoke #löffelliste Singen auf dem Balkon

Ein Beitrag geteilt von CME Pinky (@cme_pinky) am

Und als ich da so saß, habe ich noch weiter vor mich hingesummt. Und mir gingen viele Gedanken durch den Kopf. Musik ist so wichtig für mich in den letzten Monaten geworden. Nein, nicht die Musik, viel mehr die Sachen, in denen ich Musik Lebe. Vorne weg der Gesangstunterricht und der Chor.

Die Sommerferien waren schlimm, zu Anfang war es noch okay. Je länger die Ferien dauerten, desto schlimmer wurde es. Die Trauer wurde präsent, ich habe eine richtig schlimme Zeit durchgemacht. Weil mein Anker fehlte. Ich glaube, es ist nich die Musik alleine. Es sind diese Menschen, mit denen ich diese Musik erlebe, die so wichtig für mich geworden sind. Wenn ich darüber nachdenke, dann macht es richtig Angst. Was passiert eigentlich, wenn das alles nicht mehr ist. Darüber will ich mir gar keinen Kopf machen. Ich genieße das alles im Moment so sehr. Es gibt mir ein Gefühl von Sicherheit und Stetigkeit.

Ich fühle mich wohl, wenn ich in diesen geschützten Gefügen singe und alles in das Singen lege. Es tut gut, ein Ventil zu haben und mit diesen Emotionen dann nicht allein zu sein.

Zugegeben, ich lasse sie nicht einfach raus. Ich habe sie, nehme sie mit nach Hause und mache es dann da mit mir aus.

Da kommen wir aber schon zum nächsten Punkt. Am Samstg trete ich mit dem Chor auf der großen Bühne im Stadttheater auf. Ein Lied wird die Ode an die Freude sein. Eigentlich sitzt der Text, die Höhen sitzen, auch die englische Fassung des Textes ist drin. Dennoch bekomme ich ständig diesen blöden Kloß in den Hals. Mama mochte das Lied auf dem Abrahamsfest so sehr und sie war eine derjenigen, die nach einer Zugabe verlangt hat.

Morgen ist endich Schluss mit der Warterei. Um 16 Geht es zum Gesangstunterricht, dann bringen wir die Hunde zu Nicole und dann geht es um 19 Uhr weiter im Stadttherater, die vorletzte Probe vor dem Theaterfest. Ich bin aufgeregt und gespannt, aber es erfüllt mich auch mit unendlicher Ruhe.

Ich kann nur hoffen, dass ich die Emotionen drin lassen kann. Ansonsten nehme ich einfach ein paar Taschentücher mit. Und Zitronenbonbons, man kann ja nicht wissen.

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Löffel-Liste | Mamalächeln

Einen Sonnenuntergang fotografieren

von am 24. August 2017

Endlich war mal ein paar Tage die Sonne zu sehen. Heute ist es zwar schon wieder diesig draußen, die Luft ist schwer und feucht, aber die Sonne der letzten Tage rettet mich heute noch.
Ich konnte meine Löffel-Liste weiter bearbeiten. Ich hab schnell geschaltet und am Dienstag den Sonnenuntergang fotografiert. Eigentlich wollte ich dieses Foto anders gestalten. Draußen, in Lämershagen, auf dem Berg, und den Sonnenuntergang in voller Breitseite einfangen. Aber darauf hatte ich solange gewartet. Diese Chance bot sich nicht. Und am Dienstag war keine Zeit mehr, noch mal eben schnell zu fahren. Der Alltag verhinderte das.

Aber ich finde auch vom heimischen Balkon aus sieht die Sonne friedlich und wunderschön aus. Wenn ich das Foto betrachte, dann geht es mir gut. Ich muss lächeln. Ich habe auf dieses Foto gewartet und auch wenn es anders ist, als von mir geplant, bin ich doch stolz auf mich, das ich diesen Moment eingefangen habe.

Was hat mich dieser Moment auf meiner Löffel-Liste gelehrt? Nichts, was ich nicht schon wusste. Etwas, was mich im Hier und Jetzt erdet.

Die Sonne ist da, stetig. Wenn es dunkel wird, dann ist es woanders eben hell. Gehe ich ins Bett, steht wer anders gerade auf. Und auch wenn es heute diesig ist, dann ist die Sonne da. Ich sehe sie nicht direkt, aber hinter den Wolken, da scheint sie mit all ihrer Kraft und erhellt den Tag.

Man muss die Sonne nicht sehen, allein das Wissen, dass sie da ist, das beruhigt.

Ja, meine Löffel-Liste ist weit mehr als eine Challenge. Sie ist eine Art Trauerarbeit.

Denn auch wie die Sonne, die man nicht immer sieht, aber sie doch stetig da ist, ist es mit meiner Mama. Ich sehe sie nicht, und dennoch weiß ich, sie ist da, in meinem Herzen, in meinem Leben, in allem was ich tu. Denn sie hat mich auf mein Leben vorbereitet und ich lebe es für sie weiter. Mit allen Höhen und Tiefen. Auch wenn die Sonne mal nicht da ist.

Ich sitze auf dem Sofa, mein Laptop auf meinen Knien. Eine Stelle in der diesigen Wolkendecke hat sich gerade geöffnet und zarte Sonnenstrahlen lassen den Himmel milchig gelb erscheinen. Nach Sommer und Sonne sieht es zwar noch immer nicht aus, aber man wird an die Existenz  der Sonne erinnert.

Und ich schaue auf Mamas Schwarz-Weiß Foto. Wenn meine Erinnerungen verblassen, werde ich durch Fotos an sie erinnert.

Sie ist eben nie ganz weg und kommt immer wieder. In meine Gedanken. Ich weiß, ich werde noch viel machen, was mich an sie erinnert und was ich in ihrem Gedenken tun werde. Wie das kommende Konzert im Theater. Freude schöner Götterfunke. Das habe ich im September letztes Jahr schon auf der Theaterbühne im Theater am alten Markt gesungen und Mama war hin und weg. Und auch dieses Mal, auf der großen Stadttheather Bühne, werde ich es für sie singen. Sie hat es geliebt. Und ich werde es wiederholen, denn ich weiß, sie ist da. So wie morgens auch aufstehe, auch ohne Sonne, aber ich tu es, weil die Sonne eben irgendwo ist.

Löffel-Liste abgearbeitet und ein Mama-Lächeln Moment gehabt.

Das Leben ist auch in diesigen Momenten sehr schön, wenn man nicht vergisst, das da irgendwo die Sonne ist!

Nur noch drei Punkte zu erledigen. Und danach gibt es die Löffel-Liste für den Rest des Jahres! Weil ich es brauche und mir einen Anker gibt!

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Löffel-Liste | Mamalächeln

Lachen, auch in tiefster Traurigkeit

von am 16. August 2017


Die Löffel-Liste habe ich heute um einen Punkt weiter abgearbeitet. Wir haben in tiefster Traurigkeit gelacht.

Dieser Post ist aber auch ein Mama-Lächeln Moment.

Eigentlich hätte sie heute Geburtstag, sie wäre heute 65 Jahre alt geworden. Wir wollten das groß feiern. Der ganz August war bisher der schwerste in dieser Trauer. Mir ist so schwer ums Herz, dass es gut tat, sich selbst Aufgaben zu stellen. Aber das hatte ich sicher auch im Hinterkopf, als ich mir diese Löffel-Liste ausgedacht habe. Ein Stück Trauerarbeit war es wahrscheinlich bisher unbewusst immer.

Heute waren wir auf dem Friedhof. Und wir haben natürlich der Familientradition der Familie Kühne alle Ehre gemacht. Wir waren irgendwie zu laut, bunt und auffällig. Wir habe Blumen für Mama mitgebracht und Ballons. Die Ballons haben wir mit Grüßen und Wünschen versehen. Alles was wir ihr sagen wollten haben wir an die Ballons gebunden und einfach vom Friedhof aus fliegen lassen.

Es war ein weinendes und ein lachendes Auge. Vor allem was meine Nichte Ella auf ihre Nachricht hat schreiben lassen von ihrer Mama. „Hallo Oma, ich bin jetzt schon groß, ich bin schon 5 und ich bin jetzt eine große Schwester, Lara ist da.“

Und sie hat sich wohl bei Mama und Papa beschwert, dass sie Oma gar nicht Tschüß sagen konnte…

Es war wirklich ein Wechselbad der Gefühle, aber ich bin froh, dass wir es durchgezogen haben. Ich hoffe, das der Rest vom August einfach besser wird. Mit weniger Trauer und schwerem Herz. Wer weiß, aber da bin ich erstmal durch und habe einen weiteren Pluspunkt auf meiner Löffel-Liste, denn gelacht haben wir heute natürlich auch!

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Löffel-Liste

Keyboard

von am 11. August 2017

Ich habe einen weiteren Punkt auf meiner Sommer-Löffelliste abgearbeitet. Ich habe mit dem Keyboardspielen angefangen. Von gut bin ich auf jeden Fall noch weit entfernt. Aber darum ging es ja auch nie. Ich wollte nur einen Startschuss machen.

Ich muss sagen, Keyboardspielen finde ich viel spannender als alles andere bisher. Es kostet zwar wirklich Zeit, aber es wird so ganz langsam. Vielleicht sollte ich doch noch Unterricht nehmen. Es ist ja nie zu spät für so etwas.

Manche fragen mich, warum ich nun erst mit all dem Kram anfange. Warum nicht, frage ich da? Es ist immer richtig und wichtig neue Erfahrungen zu machen. Und ich lerne so gerne neue Sachen, dafür ist man eben nie zu alt.

First steps

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Nun habe ich Halbzeit. Noch 5 Punkte und noch 3 Wochen Ferien. Das schaffe ich. Der Sonnenuntergang macht mir Sorgen, denn es regnet schon seit Tagen, und es ist bedeckt.
Aber auf das Lachen in tiefster Traurigkeit freue ich mich schon. Meine Mama hat nächste Woche Geburtstag. Den 65. wollte sie eigentlich groß feiern. Wir werden mit Luftballons auf den Friedhof gehen und sie zum Himmel fliegen lassen…

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Löffel-Liste | Mamalächeln

Dem Himmel so nah

von am 28. Juli 2017

Gestern waren wir endlich auf Libori. Eine große Kirmes in Paderborn. Das war jedes Jahr Mamas traditonelles Pflicht-Kulturprogramm.

Dieser Blogbeitrag ist also sowohl meine Löffel-Liste als auch ein Mama-Lächeln Text.

Paderborn, Mamas Heimat. Bevor sie Krankenschwerster werden durfte, hat sie mit zarten 14 Jahren eine Ausbildung in Hauswirtschaft gemacht. Dafür ist sie von Schloß Neuhaus nach Paderborn gezogen. In ein „Mutterhaus“. Unter Nonnen hat sie mit weiteren Mädchen gelernt zu kochen, zu putzen, aber auch Menschen zu pflegen.
In unmittelbarer Nähe zum Dom wurde sie im Krankenhaus eingesetzt, und auch bei den Kirchenleuten, Diakonen, Pfarrern, hat sie im Haushalt geholfen und ihre zwei Jahre gelernt.
Sie hat immer viel davon erzählt und war mit den Mädchen immer in Kontakt. Regelmäßig haben sie sich zu „Klassentreffen“ getroffen.

 

 

So wunderte es wohl nicht, dass sie jedes Jahr wieder auf Libori gefahren ist. Seine Jugend aufleben zu lassen und Dinge zur Tradition zu machen, die einem wichtig sind, dass kann ich so gut verstehen, denn mir geht es genauso. Ich will, dass diese Tradition bestehen bleibt. Es war gestern wirklich anstrengend. Vor allem emotional, ich hatte mir vorgenommen Pommes zu essen, nicht mal das konnte ich. Der Kloß im Hals war einfach viel zu groß. Letztes Jahr haben wir die letzten Fotos im Paderquellgebiet hinterm Dom gemacht. Wir waren mit dem Zug gefahren und wurden später am Parkplatz abgeholt. Dort entstanden die Bilder von Mama und Ella beim Waffelessen und wie sie am Tisch gesessen haben und Ella den Geschichten von Mama lauschte. Viele Erinnerungen hingen da gestern dran. Und mir war es wichtig, wenigestens ein paar neue Fotos zu machen, um mehr Erinnerungen zu schaffen. Deswegen machte ich gestern meine ersten Bilder im Paderquellgebiet. Mit einer Ella, die überall draufkletterte und total aufgedreht vor Aufregung war.

Wir liefen am Dom entlang, immer geradeaus, über den Pottmarkt, der rund um den Dom Leckereien aber auch Killefit und Kinkerlitz verkauft und sind hoch zum Liboriberg. Dort hatte sich fast nichts verändert. Doch, eine Kleinigkeit. Anstatt des Kettenkarussells stand dort irgendetwas neues am Ende der Straße. Aber Mamas Losbude, an der sie einfach jedes Jahr Lose gekauft hat, die stand wie immer genau dort. Dieses Jahr wären es Einhörner gewesen. Mama wäre entzückt gewesen. Sie liebte eben Kinkerlitz. Sie hat sich gerne damit umgeben.

 

Wir haben Slush getrunken, Ella hat Enten geangelt, aber wir haben auch das Riesenrad besucht. Mama hat das eigentlich nie gemacht. Aber ich brauchte das, für mich. Für das Gefühl, ihr nahe zu sein. Paderborn von oben sehen, dem Himmel so nah. Ich kann das gar nicht richtig beschreiben. Aber es war mir wirklich wichtig. Und es tat so unendlich gut. Ich habe geatmet, wir haben ihr gewunken und über sie geredet.

 

 

 

Dieses Mal hatte ich allerdings nicht ihre Schuhe an. Und dennoch war sie dabei. Denn ich hatte mir das pinke Kopftuch in die Haare gebunden, welches wir letztes Jahr auf Libori gekauft hatten, weil es so unendlich heiß war. Sie hatte eines in grün, und ich das in pink. Die Leute haben mich schräg angeschaut. Aber mir war das egal. Sollen die Leute doch denken von mir, was sie wollen. Ich habe getan, was mit gut tat. Es war voll, mir machte es das erste Mal nicht viel aus. Wir hatten Spaß und ich glaube Mama hat zurückgewunken, als wir oben die Riesenradfahrt pausiert hatten, weil unten Menschen aus- und einstiegen.  Das Leben pausierte für einen kurzen Moment in schwindelerregender Höhe und ich konnte tief einatmen. Ich habe inne gehalten und an sie gedacht.

Mama, nächstes Jahr fahre ich wieder auf Libori, versprochen.

 

Löffel-Liste, Libori Riesenrad Fahrt: Checked

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Löffel-Liste

Ich und die Ukulele

von am 25. Juli 2017

Ja, auf meiner Löffel-Liste steht was mit der Ukulele. Und mit stolz kann ich behaupten: Das erste Lied, mein eigener Song, sitzt. Außerdem funktionieren die Strumbella mit „Spirits“ und „You are My Sunshine“.


Leider ist die Ukulele eine recht günstige und die verstimmt sich ständig während des Spielens. Aber als Beweis gibt es ein kleines Video von „Lemon Drop“!

Lemon Drop. #mywords #mymelody #ownsong #ownwords #ukulele #singer #songwriter I’ll Never give up

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Löffel-Liste

Dancin´in the Moonlight

von am 14. Juli 2017

Aufgabe 2 auf meiner Löffelliste habe ich schon letzte Woche Freitag ganz spontan erledigt. Ich habe im Mondlicht getanzt.

Ich habe gelesen und dabei Radio gehört. Um kurz nach 22 Uhr habe ich dann die Sängerin Blümchen „Boomerang“ gehört.  Ein Stück Kindheit, Jugend und Wohlbefinden machte sich breit. Ich lag am offenen Fenster und der pralle Vollmond lugte ins Zimmer. Also legte ich den Roman beiseite und stellte mich ans Fenster. So richtig kann ich mit dem kaputten Bein und Rücken ja nicht tanzen, aber ich hab zumindest gewippt, mich im Takt bewegt, so gut es geht und dabei gesungen.

Es tat wirklich gut. Mir war zwar schwer ums Herz, weil Blümchen halt so viele Erinnerungen hervorbrachte, aber trotzdem war es befreiend und es fühlte sich richtig an. Ich habe im Mondlicht getanzt.

Ich fühlte mich frei, konnte atmen, ich war alleine, mit mir und der Musik. Ob Blümchen jetzt so der Oberknaller war, das lasse ich jetzt mal dahingestellt. Aber just zu dem Zeitpunkt war es genau richtig, Und genau darum geht es doch im Leben. Immer Dinge tun, die sich an dem Zeitpunkt genau richtig anfühlen und sie auch danach nie zu bereuen. Es hat mich glücklich gemacht, diese sinnlose Aktion und ich möchte diese drei Minuten am offenen Fenster nicht missen. Es war gut so wie es war.

Aufgabe 2 checked.

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