Endlich trau ich mir wieder zu ein neues Buch zu schreiben. Eigentlich wollte ich das Ganze als historischen Krimi verarbeiten, aber bei den ersten Kapiteln musste ich feststellen, dass historische Bücher echt schwer sind und dann auch noch einen Krimi daraus machen, das liegt mir ganz und gar nicht. Um was es geht, fragt ihr euch. Die Fakten habe ich euch einfach mal aus Wikipedia zusammengestellt!

Zu einem der ältesten Kulturdenkmäler in der Senne gehören die zwei sogenannten Mordsteine, die schon seit 1660 auf dem Gebiet der heutigen Sennestadt stehen. Die Inschriften berichten von einem Mord an einer Frau und ihrem Kind.

Die Inschrift eines der beiden Steine lautet:
„ACH WIE KONS DU HERTZE LEIDEN
DA DU MIR THAETEST DEN HALS ABSCHNEIDEN
UND BEGINGEST AN MIR AN DIESEM ORD
SO EIN GRAUSAME UNERHÖRT MORT.
ANNO 1660“

Die Inschrift des anderen Steins ist aufgrund der Verwitterung nicht mehr zu entziffern

Aus den Aufzeichnungen Wolf Ernst Alemanns dem Commissionssecretarius und Amtsschreiber zu Sparrenberg aus dem Jahre 1688 geht ein anderer Text hervor:

Stein 1
Vorderseite:
„UXOR MARIA TAMBOUR 1660“

Rückseite:
„O MENSCH SIEH AN DIE GROSSE THAT
WIE MICH MEIN MAN ERMORDET HAT
MIT MEINEM KIND VOM HALBEN JAHR
SO VON SEINEN FLEISH GEBOREN WAR, 1660“

Stein 2
Vorderseite:
„FILIA MARIA HELENA“

Rückseite:
„LORENTZ AUS SIEBERG EIN DRAGONER.
ACH VATER! WIE KONT ES DEIN HERTZE LEIDEN
DASS DU MIR THÄTEST DEN HALSS ABSNEIDEN
UND B’GIGNST AN MIR AN DIESEM ORT
EIN GRAUSAM UNERHÖRTE MORT.
ANNO 1660“

Warum der Text im Laufe der Zeit verändert wurde, oder ob er gar von Alemann falsch wiedergegeben wurde, ist nicht mehr nachzuvollziehen.

Die Steine findet man heute abseits des Weges zwischen dem Altenwohnheim Frieda-Nadig-Haus und dem Sportplatz in einem kleinen Waldstück.

Jetzt werde ich daraus einen Fantasyroman machen, das liegt mir einfach mehr. Ich werde versuchen dem unterschiedlichen Text von Alemann einen Grund zu geben. Ideen habe ich genug und dadurch, dass ich Fantasy schreibe, bin ich ein bißchen freier in meiner geschichtlichen Gestaltung! Aber keine Angst, Telefone und Computer werde ich nicht ins Jahr 1660 packen. Versprochen.

Wie es weitergeht mit meiner Idee, werde ich hier berichten. Und wenn ihr noch Verschwörungstheorien zu dem guten Alemann und seinen Mordsteinen habt, dann schreibt sie mir doch, vielleicht kann ich die Idee verarbeiten!

2 Kommentare

  1. Liebe Kari,
    ich bin sehr gespannt auf dein Buch! Ich wusste garnicht, dass es dort diese Mordsteine gibt. Auf jeden Fall bieten die ziemlich guten Stoff für einen Fantasyroman. Ich freue mich schon darauf!
    Viele Grüße
    RGF

    1. Da müssen wir unbedingt mal hin. Mir wird da oben immer ganz merkwürdig. Es ist schon ein wenig unheimlich und irgendwie ist da, obwohl das Altenheim und der Park in der Nähe sind, immer alles sehr still. Ich bilde mir sogar ein, dass auch die Vögel leiser sind! Auf jeden Fall ist da eine besondere Atmosphäre!

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kari@kibo.fm

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