Gedankenfetzen | Seelenbilder

Farben sind wie Musik, die ich mit dem Pinsel erzeuge

von am 15. Februar 2018

Das urtümliche Wesen der Farbe ist ein traumhaftes Klingen,
ist Musik gewordenes Licht.

 

Heute war mir nach Malen. Erst habe ich meine Bleistifte ausprobiert, die ich zum Geburtstag bekommen habe. Manchmal brauche ich das. Ich lasse mich inspirieren und male die Bilder, wie ich sie sehe und lasse meine Gedanken einfließen. Irgendwann möchte ich es schaffen, dass das komplette Bild aus mir kommt. Doch das hemmt mich noch irgendwie. Da geht es mir tatsächlich wie beim Singen. Ich denke zu viel nach, anstatt es einfach geschehn zu lassen. Mein blöder Kopf wieder, aber für den kann ich nichts.

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360° Blickwinkel | Ausschnittsweise | Gedankenfetzen | Ich | Menschen | Musik | Schubladendenken | Seelenbilder

Prost! ~ Oder: wenn einem Ehrgeiz vorgeworfen wird…..

von am 10. Februar 2018

Hello, it´s me. Und endlich mal wieder kritisch und mit Biss. Hurra, ich bin zurück in alter Form.

Habt ihr auch manchmal Langeweile und überlegt euch, wie man denn seine Zeit am besten rumbekommt? Natürlich muss es etwas sein, was Spaß macht, was nicht sehr anstrengend ist, was man halt mal eben so nebenbei macht. Vielleicht wäre es auch noch nett, unter Menschen zu kommen. Aber bitte, ich will dann auch nur diese Zeit mit dieser Beschäftigung verbringen, die ich totschlagen möchte. Weiter soll mich dieser Zeitvertreib bitte nicht belasten. Nicht das dies noch in Stress ausartet oder, oh je, noch schlimmer irgendwann KEINEN Spaß mehr macht.

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Seelenbilder

„Ich will keine Geschenke, wenn uns das Christkind mit zu Oma in den Himmel nimmt!“

von am 7. Januar 2018

Seelenbilder, mein Blogthema für dieses Jahr.

Auch wenn es jetzt auf den ersten Blick so scheint, soll es nicht nur um meine Mama gehen. Natürlich wird sie immer Mal wieder Thema sein. Und wenn mich jemand fragt, ob es nicht langsam mal gut ist, dem kann ich sagen: Wenn man einen Menschen geliebt hat, dann ist es nie gut. Es wird besser, es ist nicht mehr Hauptthema, aber es kommt eben immer wieder. Und das finde ich auch gut so. Denn wenn ich nicht mehr an sie denke, nicht mehr traurig werde bei Ereignissen, Bildern, Orten oder Musik, dann habe ich sie vergessen. Vergessen will ich sie aber nicht. Deswegen bleibt meine Mama auch weiterhin ein Thema, über das ich schreiben will.
Richtig getrauert habe ich das ganze Jahr nicht. Ich glaube, dass werde ich nachholen müssen. Davor werde ich mich nicht drücken können. Aber da werde ich sehen, was das Jahr mit der Therapie bringt.

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Seelenbilder

Seelenbilder

von am 1. Januar 2018

Zack, von einer Sekunde auf die andere ist ein neues Jahr. Upps, schon 2018.

Das mit den Vorsätzen… das habe ich schon lange aufgegeben. Und das ist gut so, denn ich glaube, wenn es Zeit für Veränderungen ist, dann braucht man dafür keinen Stichtag. Wenn es gut für einen ist, und sich das alles richtig anfühlt, dann schafft man etwas von ganz alleine. Und ein Datum kann keine Zweifel auslöschen.

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360° Blickwinkel | Mamalächeln | Seelenbilder | Wegbegleiter

Ein Jahresrückblick in Bildern

von am 28. November 2017

Bevor ich zu meiner Weihnachtsaktion komme, bevor sich der Todestag meiner Mama jährt und bevor das neue Jahr endgültig um ist, möchte ich schon jetzt zurückblicken. Es war ein emotional sehr schlimmes Jahr. Mit vielen positiven Ereignissen, aber auch mit traurigen Dingen. Für jeden Monat habe ich also ein Foto herausgesucht. Natürlich fehlt noch der Dezember, aber das reiche ich in einem Post kurz vor Silvester nach, wenn ich das alte Jahr den Abfluss hinunterspüle.

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Mamalächeln | Seelenbilder | Trauer

Ostern – in den Schuhen meiner Mutter

von am 11. April 2017

Wir befinden uns in der Kar-Woche. Die Osterwoche. Es ist schon Dienstag. Irgendwie kam Ostern jetzt schneller als gedacht. Die Natur blüht, alles wirkt hell und freundlich.

Und das Leben geht weiter.

Es ist erst neun Uhr. Und in der Wohnung riecht es nach frisch gebackenem, süßen Osterbrot, mit Rosinen. Nachdem ich Weihnachtaten nicht, wie sonst Tradition, Weihnachtsplätzchen gebacken habe, habe ich mich für eine neue Tradition entschieden. Ich beschenke meine Lieben mit selbstgebackenem Brot.

Als ich vorhin mein Blogbeitrag im Kopf schon formte wusste ich, dies ist ein Mama-Lächeln Post. Das erste Osterfest ohne Mama, und wir versuchen Traditionen zu bewahren, aber auch neue zu definieren.

Ich hab die letzten Wochen so ein wenig Mamas Vorbereitungsmethoden übernommen. Nach Angeboten schauen, bei jedem Einkauf schon Osterartikel gekauft und eine riesige Tüt mit Schokoladeneiern und Hasen nun hier stehen. Soviel wollte ich gar nicht kaufen, aber ich musste es. Denn… es war immer so. Und ich habe den Wunsch, dass es auch ohne Mama so ist.

In den letzten Tagen halte ich viel inne. Ich atme, so wie Jasmin es mir aufgetragen hat, und komme zu Ruhe.

Ich habe die Trauergruppe verlassen, ganz bewusst, weil das Reden in einer mir fremden Runde nichts für mich ist. Ich habe das Gefühl, dass Fremde das nicht erreicht, was ich fühle. Und deswegen nehme ich meinen Blog. Und meine Freunde. Und vor allem meine Familie. Sie sind mir Halt und Trost. Die Dame, bei der ich die letzten Termine gecanceld habe, war sehr nett. Sie sagte, es wird immer wieder hochkommen. Und das stimmt.

Aber es ist nicht mehr schlimm. Ich denke gerne an Mama und es stimmt mich dann natürlich traurig. Doch immer wieder drängt sich mir dann auch die Frage auf: Wäre sie stolz auf mich? Wäre sie zufrieden mit dem, was wir tun, wie wir Ostern vorbereiten?

Natürlich antwortet sie mir nicht, aber ich spüre, dass sie stolz wäre. In dem, was und wie wir es tun, lassen wir ihren Geist weiterleben. Ich kann das gerade nicht anders ausdrücken. Wir haben ihre Sachen in unseren Alltag integriert und so bleibt sie, obwohl sie weg ist, noch immer unter uns. Sie hat uns etwas hiergelassen. Das Gefühl, Familie zu leben.
Und das kommt gerade zu solchen Festen zum Tragen.

Nicht nur Ostern mit all den Familientraditionen steht vor der Tür. Auch Lara, meine 2. Nichte, erblickt bald das Licht der Welt. Für meine Schwester ist das noch spannender als für mich. Aber auch hier stecke ich in den Schuhen meiner Mutter. Die fülle ich aus, aber anders als sie.
Das was wir vorhatten, eine Babydecke, das erste Stofftier, die Taufpatenschaft, das alles wird nun neu sortiert, aber trotzdem umgesetzt.

Ich mag mich in dieser Rolle, obwohl sie sehr anstrengend manchmal im Rücken ist. Mir ist es so sehr wichtig, das alles in Mamas Sinne zu machen. Diese kleinen Feinheiten weiter zu leben und zu gestalten.

Wie halt, dass es Schokohasen für alle zu Ostern gibt.

Die Wellen kommen noch, aber sie ebben ab. Ich trinke sogar wieder Kaffee, und das fühlt so richtig gut an.

Es stimmt, Ostern beginnt alles von Neuem. Jesus ist für uns auferstanden und hat uns allen neue Hoffnung geschenkt. Das ist der Kern des chrsitlichen Glaubens. Ich weiß, viele in meinem Dunstkreis, die glauben nicht. Die sind nicht so kirchlich. Aber Mama war das wichtig, das war einer ihrer Stützpfeiler in all den dunklen und schweren Stunden, immer, wenn sie dem Tod wieder mit rausgestreckter Zunge von der Schippe gesprungen ist.

Ich habe das immer bewundert. Klar glaube ich auch, aber Mama war da so unerschütterlich drin.
Ich verstehe sie jetzt. In den letzten Wochen war der Glaube auch mir eine große Hilfe. Verstehen, warum Gott  uns sie schon genommen hat, das können wir wohl nicht, denn er antwortet nicht. Aber der Glaube, dass das alles früher oder später Sinn ergibt, das hilft sehr.

Den Blick auf die positiven Sachen, den habe ich mir bewahrt.
Mama, auch wenn du nicht mehr da bist, ich laufe weiter, in deinen Schuhen. Und das im wahrsten Sinne des Wortes. Ich habe deine karierten Schuhe nun an. Die blauen. Wenn ihr euch das Foto zum Blogbeitrag anschaut, dann seht ihr sie.

Das Foto entstand letzte Woche auf der Kirmes. Wir haben fotografiert. Ulrike und ich.

Auch das war ein Mama-Lächeln Moment. Und Tränen gab es auch. Denn im Herbst waren wir auf genau derselben Kirmes. Mama, Lars, Ella, Sascha und ich. Nicole war zu Hause, schwanger mit Lara und mit Übelkeit. Und auch dort habe ich fotografiert.

Das Leben geht weiter. Und wir leben jede Minute für meine Mama, in Gedanken an meine Mama und mit all dem, was sie uns für unser Leben mitgegeben hat in ihrem Sinne.

Sie malte uns das Leben bunt. Bunt wie die Ostereier, die wir Freitag malen. Bunt wie der Osterstrauch, den ich und Ella vor der Haustür bei Papa geschmückt haben. „She painted our life, colorful, black and white“

Mama, ich gehe weiter in deinen Schuhen und mach sie passend für mich. Ich werde nie sein wie du, aber ich kann so sein wie ich bin mit alldem in mir, was du mir mit auf meinen Weg gegeben hast. Und da bist du ein Teil von mir. Und ich stecke mit meinen Füßen in deinen Schuhen. Danke, das du mich zu diesem Menschen gemacht hast.

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