360° Blickwinkel | die nicht der Norm entsprechen | Gedankenfetzen | Ich | Menschen | Schubladendenken | Seelenbilder | Übergewicht | Zitat

Märchen schreibt die Zeit

von am 19. März 2018

Kennt ihr eigentlich das Lied von der Gruppe „Die Ärzte“?
„Lasse redn“ heißt der Song und ich finde, dass einfach alles in diesem Lied stimmt. Der Text, die Ironie, die Musik.

Ich hoffe, dass ihr den alle kennt. Ich habe mir eine Stelle für den heutigen Blogpost herausgesucht, die meine Situation als Familienmitglied gerade sehr passend beschreibt!

„Lass die Leute reden und hör einfach nicht hin
Die meisten Leute haben ja gar nichts Böses im Sinn
Es ist ihr eintöniges Leben, was sie quält
Und der Tag wird interessanter, wenn man Märchen erzählt“

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Prost! ~ Oder: wenn einem Ehrgeiz vorgeworfen wird…..

von am 10. Februar 2018

Hello, it´s me. Und endlich mal wieder kritisch und mit Biss. Hurra, ich bin zurück in alter Form.

Habt ihr auch manchmal Langeweile und überlegt euch, wie man denn seine Zeit am besten rumbekommt? Natürlich muss es etwas sein, was Spaß macht, was nicht sehr anstrengend ist, was man halt mal eben so nebenbei macht. Vielleicht wäre es auch noch nett, unter Menschen zu kommen. Aber bitte, ich will dann auch nur diese Zeit mit dieser Beschäftigung verbringen, die ich totschlagen möchte. Weiter soll mich dieser Zeitvertreib bitte nicht belasten. Nicht das dies noch in Stress ausartet oder, oh je, noch schlimmer irgendwann KEINEN Spaß mehr macht.

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Ich

Und was nu?

von am 6. Februar 2018

Herzlichen Glückwunsch, bitte gehen sie nicht über Los, üben sie nicht weiter, sie sind nun Rentnerin bis sie Rentnerin werden.

Tja, wenn man etwas auf einmal Schwarz auf cremefarbenen Recyclingpapier liest, dann ist es wie ein Schlag in den Magen. Heißt es doch im Endeffekt, egal was ich tu, ich bin kaputt.

Seit 6 Jahren eier ich nun mit meinem Rücken rum, habe geübt, trainiert und geackert. Immer mit der doch sehr leisen Hoffnung, irgendwann regeneriert das Bein wieder. Natürlich wieß ich als Arzthelferin, dass das nicht möglich ist. Wenn Nervengewebe erst einmal kaputt ist, dann wächst da nix mehr funktional zusammen. Aber ohne etwas zu Nachlesen zu haben, bleibt halt dieser Funke.
Dieser Brief, dass die Erberbsminderungsrente nun bis zur Altersrente gilt, das macht das alles nun sehr real. Ich bin alt, ich bin kaputt und reparieren sinnlos.
Aber es eröffnet natürlich jetzt auch Möglichkeiten. Ich habe Zeit zum Lernen. Arbeit für den Kopf. Studieren. Ich will mir Sprachen erarbeiten, ich will die wichtige Literatur lesen, wie Shakespeare. Ich will mir Wissen aneignen, was ich stets für unmöglich hielt. Mein Körper mag vielleicht nicht mehr, aber mein Kopf, der funktioniert noch. Also, gebt mir was zu lernen.

Wohin mich das alles führen wird, das kann ich nicht sagen, aber irgendwie geht das alles weiter. Ich bin da guter Dinge. Ich mache eben einfach das, was mir gefällt, egal was die anderen von mir denken. Klar können die anderen es doof finden, das ich singe. Sie können es lächerlich finden, dass ich nun Sprachen lernen möcht. Mir egal, ich will einfach glücklich sein. Und das kann ich nur schaffen, wenn ich das tu, was mich erfüllt und fordert. Alles was geht, ohne Rücken und Bein zu sehr nutzen zu müssen.

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Das kleine Monster | Ich | Menschen

Einen Rat beherzigen

von am 25. Oktober 2017

Ich schleppe es ja schon lange mit mir rum, habe es hier auf dem Blog auch immer mal wieder kurz angerissen. Aber so wirklich darüber geredet, das habe ich noch nicht.

Aber das soll ich tun, denn es ist eine ärztliche Verordnung. Und da ich mir ja mit reden immer so schwer tu, nehme ich einfach meinen Blog. Was würde auch besser passen, als dieses Medium?

Natürlich kann man darüber streiten und lange philosophieren, ob das wirklich ins www gehört. Bin ich nicht zu offenherzig? Mache ich mich angreifbar? Muss ich das alles in die Welt hinausschreien, dass ich gerade nicht so richtig ticke?

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Fotografie | Gedankenfetzen | Glücksmoment | Ich | Menschen

Das neue Jahr klopft schon ganz leise an

von am 18. Oktober 2017

Ja, ich weiß. Dieses Jahr bin ich mit allem früher als letztes Jahr. Aber ich habe das Gefühl etwas nachholen zu müssen. Dieses Weihnachtsgefühl, diesen Zauber, den will ich so gerne langsam aufbauen und bewahren bis zum Fest. Ich will mich wohl fühlen in den letzten Wochen des Jahres. Vor allem, weil sich am 12. Dezember der Todestag jährt.
Ein Jahr ohne Mama und es gab mehr Tiefen als Höhen.
Ich versuche mir Wohlfühlmomente zu verschaffen.
So habe ich schon jetzt begonnen, Weihnachtskekse zu backen. Zimtsterne und Vanillekipferl sind schon in den Dosen. Weitere Köstlichkeiten werden folgen.
Heute habe ich sogar schon die ersten Geschenke organisiert. Ich merke schon, ich übernehme Mamas System. Kaufen, verstauen und so entspannt wie möglich planen.

Was ich vom neuen Jahr erwarte? Was soll ich schon erwarten? Es soll sich nicht so taub anfühlen. Ich will diese Ohnmacht abschütteln, ich will mich wieder wohlfühlen in meiner Haut. Und da gehören diese alltäglichen Sachen, wie backen, kochen und putzen dazu.
Ich habe lange meinen Po nicht hochbekommen, das werde ich nun ändern. Ich versuche nun regelmäßig was zu tun und mich nicht von der Traurigkeit überwältigen zu lassen. Ich kann auch traurig Kekse backen. So wie ich für die ersten Geschenke schon traurig fotografiert habe. Aber der Traurigkeit verflog, dank lachneder Kinderaugen.

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Ich

Der erste Schritt auf einem steinigen Weg

von am 3. Oktober 2017

Etwas verstehen, etwas einsehen und dann versuchen etwas zu verändern. Das ist ein großer und wirklich schwerer Weg.
In den letzten Wochen habe ich wirklich eine schwere Zeit erlebt.  (Ich berichtete)

In diesen Wochen habe ich mich nicht mehr erkannt. Ich scheine ein wenig mich selbst eingebüßt zu haben. Dieses kleine Monster namens Panik nagt an mir und bin irgendwie eingeschüchtert. Sonst beschränkte sich dieses Angstgefühl und die Angst vor der Angst auf Situationen, die mir eh schon Stress machen, wie Einkaufen, voller Räume oder viele Menschen.

Aber mittlerweile nehme ich es mit in Bereiche, die mir eigentlich Zuflucht waren. Es fing im Gesangsunterricht an, ich nahm es mit zum Fotografieren auf eine Convention und dann kam es nun auch im Chor. Dieses kleine Monster nahm mir die Luft zum Einsingen. Ich konnte nur da sitzen und atmen. Mehr ging nicht, mehr wollte nicht.

Ich hab meine Sicherheit verloren, ich bin nicht mehr so unbeschwert, Lächeln fällt mir schwer und ich bin immer sehr sehr müde. Ich hab das Gefühl, mein Leben besteht aus Dauerregen und keiner ist mit einem Regenschirm da, der mich beschützt.

Was ich nun schreibe, klingt paradox. Eigentlich will ich dieses Gefühl nicht, ich mag kein Herzrasen, ich will nicht diese Enge im Brustkorb, ich will einfach diese Panik haben.

Je mehr ich jedoch dagegen versuche anzukämpfen, desto schlimmer wird es. Der Stresspegel steigt, ich schwitze noch mehr und es schlaucht. Also habe ich in den letzten Tagen versucht es einfach geschehen zu lassen. Mit dem Wissen, es geht auch wieder weg. Also halte ich es aus, ich nehme es an und lasse die Dinge in mir zu. Und dann ist es die letzten Male einfach verschwunden und ich war nur leicht lediert.

Annehmen um es loszuwerden. Völlig verquer, aber vielleicht doch auch nachvollziehbar. Denn wenn ich verkrampft versuche es zu verhindern, dann steigt der Stress natürlich on Top an. Entspannung kommt eben nur durch zulassen.

Das sind meine ersten Schritte, und das sind auch nur Strategien, die ich nun habe, um klarzukommen. Aber trotzdem kommen diese Panikattacken.
Nach vielen Gedanken und Überlegungen habe ich mich nun das erste Mal an einen Therapeuten gewandt. Nun stehe ich dort auf einer Warteliste.

Ich hoffe, das ich meinen Weg finden werde.

In diesem Sinne, kleines Monster, lass uns gemeinsam gehen.

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360° Blickwinkel | Glücksmoment | Ich | Menschen | Musik

Menschen, die sich in mein Herz schleichen

von am 17. Juni 2017

Ich bin zwischenmenschlich gesehen ja ne harte Nuss.

Hier auf meinem Blog schreibe ich, was ich denke. So frei von der Seele. Im Real Life tu ich mir damit ja schwerer. Ich bin nett, hilfsbereit, aber mir fällt es schwer mich bei „Fremden“ zu öffnen. Natürlich rede ich, aber mit Hemmungen.

Trotzdem bin ich gern unter Menschen und wenn man mir genug Zeit gibt, dann klappt das auch mit dem zwischenmenschlichen Kontakten. 

Nach einem Jahr Chor knüpfe ich tatsächlich die ersten Kontakte, und das tut so gut. 

Da schleichen sich Menschen mein Herz, die ich nicht mehr missen möchte. Auch wenn es im großem und ganzen sich auf das musikalische fokussiert, es tut gut zu wissen, dass da Menschen sind, die einem zum Lachen bringen, die mich nehmen wie ich bin.

Ich bin dankbar für diese Erfahrungen, die ich da machen darf.

Der Chor, meine Heimat, meine Wohlfühlzone und etwas wofür es sich lohnt weiterzumachen. Dieser Chor kam einfach zur richtigen Zeit in mein Leben, Behinderung ist egal und auch die Trauer weicht. Wir sollten viel öfter proben… 

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