Fotografie | Gedankenfetzen | Glücksmoment | Ich | Menschen

Das neue Jahr klopft schon ganz leise an

von am 18. Oktober 2017

Ja, ich weiß. Dieses Jahr bin ich mit allem früher als letztes Jahr. Aber ich habe das Gefühl etwas nachholen zu müssen. Dieses Weihnachtsgefühl, diesen Zauber, den will ich so gerne langsam aufbauen und bewahren bis zum Fest. Ich will mich wohl fühlen in den letzten Wochen des Jahres. Vor allem, weil sich am 12. Dezember der Todestag jährt.
Ein Jahr ohne Mama und es gab mehr Tiefen als Höhen.
Ich versuche mir Wohlfühlmomente zu verschaffen.
So habe ich schon jetzt begonnen, Weihnachtskekse zu backen. Zimtsterne und Vanillekipferl sind schon in den Dosen. Weitere Köstlichkeiten werden folgen.
Heute habe ich sogar schon die ersten Geschenke organisiert. Ich merke schon, ich übernehme Mamas System. Kaufen, verstauen und so entspannt wie möglich planen.

Was ich vom neuen Jahr erwarte? Was soll ich schon erwarten? Es soll sich nicht so taub anfühlen. Ich will diese Ohnmacht abschütteln, ich will mich wieder wohlfühlen in meiner Haut. Und da gehören diese alltäglichen Sachen, wie backen, kochen und putzen dazu.
Ich habe lange meinen Po nicht hochbekommen, das werde ich nun ändern. Ich versuche nun regelmäßig was zu tun und mich nicht von der Traurigkeit überwältigen zu lassen. Ich kann auch traurig Kekse backen. So wie ich für die ersten Geschenke schon traurig fotografiert habe. Aber der Traurigkeit verflog, dank lachneder Kinderaugen.

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Fotografie | Gedankenfetzen | Ich | In Mamas Schuhen | Kurzgeschichten

In den Schuhen meiner Mutter

von am 23. April 2017

Ja, ich weiß:

1. So einen Titel hatte mein Blog schon einmal, vor etwa einer Woche… und
2. Gibt es so einen ähnlichen Buchtitel.

Aber es passt einfach zu diesem Post.

Seit ein paar Tagen trage ich eine Idee mit mir herum, die ich nicht mehr los werde. Wer meine Mama war, das weiß ich. Also, wer sie für mich war mit all ihren Sachen, die sie immer für uns gemacht hat.

Ich fühl mich ihr auch immer noch nahe, ich rede mit ihr, ich denke jeden Tag an sie. Weil ich will, dass ich ihre Art der Sorgsamkeit und die Sicht auf die Welt, dass das weiterlebt. Durch mich. Indem ich das weiterlebe.

Doch irgendwie reicht es mir nicht, und deswegen habe ich beschlossen:
In den nächsten Monaten werde ich versuchen, vieles zu machen, was meiner Mama immer wichtig war. Ich werde Orte besuchen, die sie geliebt hat, ich werde Veranstaltungen besuchen, die sie mitgemacht hat. Das alles werde ich mit meiner Kamera begleiten. Und ich werde versuchen immer die Schuhe meiner Mama anzuhaben.

Ich werde dahinfahren, wo sie als Kind gelebt hat, werde Omas altes Zuhause besuchen, der Friedhof wird eine zentrale Rolle spielen. Ich werde zum Ort meiner Kindheit fahren…

Ich werde auf ihren Spuren wandeln, sehen und fühlen, ganz bewusst, was sie gesehen und gefühlt hat, um dem Lied noch mehr Bedeutung zu geben, welches ich geschrieben habe.

„But we see what you have seen“

Natürlich erinnere ich mich, was sie alles gesehen hat und was sie gern getan hat. Aber ich glaube, dass ich das brauche, mir ganz bewusst werden, was sie alles gefühlt hat. Um ihr nah zu sein, um sie zu spüren und vielleicht auch ein Stück weit Abschied zu nehmen.

Ich lasse sie nicht gehen, ich stimme mich nur versöhnlich zu ihrer letzten Reise, auf der wir ihr nicht mehr Aufwiedersehen sagen konnten. Ob sie gewusst hat, dass wir neben ihr sitzen, im anderen Raum? Antworten wird sie mir nicht mehr, aber vielleicht finde ich es auf meiner eigenen Reise heraus, wenn ich in den Schuhen meiner Mutter ihre Wege noch einmal beschreite, der sicher nicht der gleiche ist, aber der ihrem Weg sehr ähnelt.

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Fotografie | Tiere

Im Zoo

von am 23. Juli 2016

Gehstreckentraining der besonderen Art. Heute war ich mit meiner Nichte im Zoo. Gut zu Fuß war ich nicht, aber ich habe es durchgezogen. Nun bin ich gar und sichte Fotos, leider ist das Objektiv hin. Es belichtet die Bilder über und die Fotos sind unscharf. Einige wenige sind aber was geworden.

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Fotografie | Gedankenfetzen | Ich | Menschen | Otaku

Im Bild – Spontane Gedanken

von am 24. Juni 2016

Ein grippaler Infenkt bremst mich aus. Und das im Sommer. Ich gönne mir im Umzugsstress doch mal eine kleine Pause. In meiner Küche bauen mein Schwager und mein Mann gerade die Küche auf. Ich habe mir eine Wasserflasche genommen, höre „A thousand years“ von Christina Perri und huste vor mich hin.

In der Küche höre ich die Säge und das Hämmern. Das neue zu Hause wächst. Ich bin froh, wenn hier alles fertig ist. Und vor allem, wenn die alte Wohnung erstmal abgegeben ist.

Im Moment schaue ich nach meinen alten Bildern, die ich vor dem Umzug nicht mehr bearbeiten konnte. Ich stelle beim Betrachten fest, dass ich es nicht so mit „Cosplayshootings“ habe. Menschen die sich gewollt in Pose setzen und ich lichte sie ab. Das ist nichts für mich. Auf den Bildern, die so entstanden sind, sehen die Menschen so gekünstelt für mich aus.

Viel lieber mag ich meine Bilder, die aus dem Moment heraus entstehen. Ich nehme eine Situation und halte sie fest. Ich friere eine bestimmt Sekunde ein, ohne sie künstlich hervorzurufen. Diese Bilder sagen mir so viel mehr zu. Sie sind unverfälscht und zeigen den Menschen, hinter der Cosplay.

Natürlich mag ich Cosplay und ich cosplaye auch selbst. Aber ich finde, es gibt Grenzen. Ich will im Cos kein anderer sein. Und ich will auch nicht den Charakter der gecosplayten Figur festhalten wenn ich Cosplayer fotografiere. Ich möchte versuchen zu zeigen, wer sind diese Menschen hinter der Maskerade? Kann ich trotz pinken Haaren, Schminke und Kostüm den Menschen dahinter einfange, wenn ich fotografiere?
Ich glaube, auf der Chisaii ist mir das gelungen. Ich habe andere Fotografen begleitet. Die haben ihre Models posen lassen. Diese Posen habe ich jedoch nicht fotografiert, ich habe eher „hinter den Kulissen“ meine Nikon genommen. So sind so einige Bilder entstanden, die so echt wirken, ich erblicke den Menschen hinter dem Kostüm. Und das mag ich.

Denn ich fahre nicht auf eine Con um Rollen kennenzulernen, sondern ich möchte Menschen kennenlernen, die das gleiche gutfinden wie ich ich. Eine Sailor Moon? Ist nicht echt. Wohl aber der Mensch der im Sailor Moon Cos steckt.

Und diese Sailor Merkur, die würde ich gerne mal ohne Maskerade kennenlernen. Die scheit sehr sympathisch, vielleicht auch rebellisch? Wer kann das schon sagen, aber die nicht geforderte Pose in einem unbedachten Moment zeigt sehr viel!

 

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die nicht der Norm entsprechen | Fotografie | Ich | Waffelmoment

Von einer Kunst leben oder durch eine Kunst

von am 26. Januar 2016

Ich bin Autorin, Malerin, Sängerin, Songwriterin, Strickerin, Fotografin.

Das ist alles eine Art von Kunst, kreativ sich sich selbst ausdrücken. Fantasie in sein Leben bringen, Grenzen sprengen.

In diesen Bereichen gibt es natürlich viele Kollegen, die man beobachtet. Und so oft kommt dann auch der ach so tiefgründige und bedeutungsschwangere Satz: Ich will davon mal leben. Ich verstehe das, ich kann das nachvollziehen. Sonst hätte ich mit meinem Mann Sascha wohl nie den Traumschwingen-Verlag gegründet um unsere und vielleicht auch später mal  Bücher von anderen Autoren zu verlegen. Ist aber mein Ziel, dass man davon man Leben kann?

Klar, wäre das vielleicht nett. Nur noch das zu tun, was man gerne macht. Aber sobald man nur noch das macht, und nur noch die Leidenschaft das Geld reinbringt, dann wird es zum Muss, zum Zwang und nicht nur die Leidenschaft muss gepflegt werden, sondern ein Rattenschwanz kommt hinterher. Bürokratie, Kalkulation, Rechnen, überlegen und vor allem Überleben. Denn das ist kein gesichertes Einkommen. Bei all dieses Kreativen Sachen spielt die Laune der Mensche und der Trend eine große Rolle.

Und wenn man davon lebt, dann birgt das eine Gefahr, dass was dich erfüllt hat, das stresst. Du bist unter Zugzwang, du willst abliefern. Musst abliefern, um davon Brot kaufen zu können. Dann passiert sowas, wie vor ein paar Tagen, wenn du Pech hast. Du siehst dich gezwungen, nicht ganz koschere und legale Dinge zu tun. (Die Autorin klaute einen ganzen Text und verkaufte den unter ihrem Namen. Es flog auf!)
Das was dich glücklich machte, was dir Freude gemacht hat, das wird abgestumpft zum bloßen Geschäft, für das man unter Umständen auch sein kreatives Ich über Bord wirft. Für den Erfolg!

Also, von der Kunst leben? Will ich das? Als Sängerin? Als Malerin? Fotografin? Autorin?

Nein, ich möchte durch diese Sachen leben. Sie sollen mich tragen, mich ausmachen. Ich will mich verwirklichen, ausprobieren, und natürlich auch zeigen, was mir wichtig ist. Und das trage ich natürlich nach Außen. Nicht weil auf die großen Lobesreden aus bin, sondern weil ich stolz drauf bin, was ich durch Anstrengung und Fleiß leisten kann. Ich glaube, so ticken wir doch alle ein wenig. Wir machen was durch unsere Hände, das wollen wir zeigen. Und das mache ich gerne im Netz.

Wenn es Mensche gefällt, ich ein paar kleine Einnahmen generieren kann, dann freue ich mich. Geld ist schön zu haben und macht das Leben leichter.

Und wenn ich mal kein Feeback bekomme oder mir meine kreativen Hobbies Geld einbringen? Dann ist das eben so. Dann mach ich trotzdem weiter. Denn was bleibt ist der Stolz, den ich empfinde. Und den empfinde ich auch ohne andere. Ich will nicht von meinen Künsten leben, ich will durch meine Künste leben und mich lebending fühlen.

Siehe diesen Blog. Der bringt mir rein finanziel nüschts, aber mir einen inneren Frieden.

Wenn euch was davin touched, dann freut mich das, aber in erster Linie möchte ich egoistisch sein und mich selber mit meinen Sachen begeistern. Denn nur so bin auch authentisch und glaubwürdig.

Weil ich mich und die Sachen liebe, die ich machen.

Leben durch die Kunst!

Denn die Kunst ist das Spiegelbild meiner Seele. Mal im Gesang, durch Worte, im Bild oder Pinselstrich!

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Fotografie

Versucht

von am 16. Januar 2016

Ich teste immer noch mit Belichtung und Blende rum. Ich habe mich zwar belesen gemacht, aber ich finde, es geht beim Fotografieren doch nix über ausprobieren. Denn auch eventuelle Fehler müssen nicht schlecht sein, sondern können einem Bild den nötigen Pfiff geben. So wie Silvester, als ich im Fenster stand und Feuerwerk fotografiert habe. Das geht bestimme besser, aber ich finde sie gut.

 

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