360° Blickwinkel | Wegbegleiter

Ich glaube, das ist es, was man Leben nennt

von am 12. November 2017

Gespräche mit Freunden sind wichtig, sie tun gut und sie bringen dich zu mancherlei Einsicht. Oder sie helfen dir, die Dinge einfach mal auf den Punkt zu benennen, die dir seit Tagen im Kopf rumschwirren.

Es ist ja kein Geheimnis, dass ich im Moment das Schicksal eher weniger gut finde. Es ist so viel geschehen, es hat sich viel verändert und natürlich habe auch ich mich im Zuge dessen verändert, weil es die Situation so mit sich brachte. Ich bin definitiv kein neuer Mensch. Ich bin noch immer ich, aber es gibt eben neue Schwerpunkte im Leben, die andere Eigenschaften von mir hervorbringen, die mich neu abmischen. Alle diese Eigentschaften, die waren in mir, kamen zum Vorschein, wenn sie gebraucht wurden.

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360° Blickwinkel | Glücksmoment | Ich | Menschen | Musik

Menschen, die sich in mein Herz schleichen

von am 17. Juni 2017

Ich bin zwischenmenschlich gesehen ja ne harte Nuss.

Hier auf meinem Blog schreibe ich, was ich denke. So frei von der Seele. Im Real Life tu ich mir damit ja schwerer. Ich bin nett, hilfsbereit, aber mir fällt es schwer mich bei „Fremden“ zu öffnen. Natürlich rede ich, aber mit Hemmungen.

Trotzdem bin ich gern unter Menschen und wenn man mir genug Zeit gibt, dann klappt das auch mit dem zwischenmenschlichen Kontakten. 

Nach einem Jahr Chor knüpfe ich tatsächlich die ersten Kontakte, und das tut so gut. 

Da schleichen sich Menschen mein Herz, die ich nicht mehr missen möchte. Auch wenn es im großem und ganzen sich auf das musikalische fokussiert, es tut gut zu wissen, dass da Menschen sind, die einem zum Lachen bringen, die mich nehmen wie ich bin.

Ich bin dankbar für diese Erfahrungen, die ich da machen darf.

Der Chor, meine Heimat, meine Wohlfühlzone und etwas wofür es sich lohnt weiterzumachen. Dieser Chor kam einfach zur richtigen Zeit in mein Leben, Behinderung ist egal und auch die Trauer weicht. Wir sollten viel öfter proben… 

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Ein Doo in F, Sonnenschein und Eis

von am 25. März 2017

„Lass die Sonne in dein Herz, schick die Sehnsucht himmelwärts…“

So lautet eine Zeile der Schlagergruppe Wind. Das Lied ist echt schon alt, aber wenn ich den heutigen Tag Revue passieren lasse, dann beschreibt diese Zeile es einfach am besten, wie es mir geht.

Heute ist ein grandioser Frühlingstag, etwa 14 Grad, der Wind ist noch frisch und er erinnert noch an den vergangenen Winter. Aber es ist sonnig, der Himmel ist blau und die Farben erstrahlen. Nun befinde ich mich nach einer sehr tollen Chorprobe mit meinem schmerzenden und fiesen Rücken halb liegend auf dem Sofa in der Sonne und möchte meine Gedanken aufschreiben.

Ich habe heute die Sonne in mein Herz gelassen. Und meine Sehnsucht zu meiner Mama himmwärts geschickt. Und… ich war nur ganz kurz traurig. Denn den Frühling, kurz vor Ostern, diese Zeit mochte sie sehr. Sie hat immer ihre Wohnung  dekoriert, hat die Hasen rausgeholt und Blumen gekauft. Narzissen, Tulpen, Primeln.

Auf meinem Tisch hier im Wohnszimmer steht auch ein Bund mit Tulpen, sogar meinem Papa habe ich einen Bund mitgebracht. Er macht sich da eigentlich nicht soviel draus, aber irgendwie war es mir ein Bedürfnis diese Tradition meiner Mama fortzusetzen. Im Frühling beginnt eben neues Leben, ein neuer Zyklus. Ein ganz neuer Lebensabschnitt.

Heute morgen las ich sehr gerührt einen Kommentar unter meinem letzten Blogbeitrag. „Die Leserin“ hat mir einen richtig hilfreichen und vor allem lieben Kommentar unter meinem doch eher depressiven Post geschrieben. Dafür möcht ich an dieser Stelle DANKE sagen. Der kam genau richtig.

Trauer muss nicht immer nur negative Gefühle beinhalten. Liebe, ja auch Liebe ist ein Gefühl von Trauer. Ich war auch nicht wirklich traurig, als ich an meine Mama und ihre Traditionen der ersten Frühlingstage gedacht habe. Schwermütig, oder besser melancholisch war ich. Aber ich hatte Freude ihre Hasen aus der Dekokiste zu kramen und zu verteilen. Und mein Herz hüpfe, als ich die Tulpen auf den Tisch stellte.

Ich weiß was „Die Leserin“ mit ihrem Kommentar meint, wenn sie schreibt, dass die Trauer nicht weg geht, sondern das sie einen gesunden Platz im Leben haben soll. Ja, ich glaube heute war so ein Tag, die Trauer war da, ich habe an meine Mama gedacht und trotzdem hatte ich einen sehr schönen Tag. Von den Rückenschmerzen mal abgesehen.

Aber mit der Trauer ist es wie mit meinem kaputten und verhunzten Rücken. Es kommt auf die Sicht der Dinge an. Das habe ich heute gelernt. Und diese Einsicht bringt mich auf meinem Trauerweg weiter nach vorne. Ich muss diese Gefühle einfach zulassen, notfalls Innehalten und das Leben weiterleben, was mich erfüllt.
So habe ich eben heute meine Rückenschmerzen genommen, die Zähne zusammengebissen und mit meinem Sitzkissen die Chorprobde durchgezogen. Um welchen Preis? Der Rücken tut noch mehr weh, ich hänge hier gerade wie ein Schluck Wasser in der Kurve, neben mir der Hund. Aber die Rückenschmerzen sind, nein, nicht egal, aber ich weiß, warum ich sie habe. Weil ich gesungen habe, etwas gemacht habe, was mich mit Freude erfüllt hat. Und dann nehme ich auch den unangenehmen Rückenschmerz in Kauf. Bis spätestens Montag ist der wieder weg, solange übertünche ich den Schmerz mit den vollklinden Doos in F und einem knackigen Scat Calypso und den vielen lachenden Chormitgliedern.

Und auch mit meiner Trauer werde ich nun so umgehen können. Denn es ist ebenfalls ein Schmerz. Der tut eben nur anders weh. Ich werde die Schmerzen annehmen und schauen, was ich trotz ihnen machen kann und zulassen, dass der Schmerz der Trauer an die Oberfläche tritt. Denn mir ist nun bewusst, dass es neben dieser schmerzlichen Trauer eben auch die „schönen Seiten“ der Trauer gibt. Nämlich die positiven Erinnerungen, die mit der Trauer ebenfalls einhergehen können. Wie die Tulpen und der Sonnenschein heute.

Mir ist völlig klar, dass diese Tage auch weiterhin kommen werden, wo es einfach nur schwer ist und ich weinen muss… Aber, das nehme ich an… so wie diesen Rückschmerz nach der Chorprobe… Solange es immer etwas gibt, was mehr wiegt als die negativen Empfindungen, wird alles wieder gut.

Ich sitze hier, höre Sasche, wie er bei Kibo.FM moderiert, der Kater liegt auf dem Esstisch… Ja, fragt besser nicht. Oscar liegt eingekringelt neben mir auf dem Sofa. Vor mir liegt das Handy. Als Wallpaper habe ich ein Bild von mir mit meiner Mama. Sie lächelt mich an und hält ein Bonbon mit goldenem Papier in die Kamera. Sie grinst mich an. Und ich sitze hier, habe ein Eis mit Vanille und Keksstückchen und muss zurückgrinsen.

Denn ich weiß, was sie sagen würde.
Claudia, so ist es richtig. Lass es dir gut gehen und achte auf dich.

Und beim Thema Chor? Da würde sie mit mir lachen… denn…. Wir „tanzen“

Ich blicke aus de Fenster. Es ist 18:33 und die Frühlingssonne geht langsam unster. Man sieht ein helles Orange am Horizont. Die Vögel zwitschern mit Kiras Schnurren um die Wette. Irgendwo da lacht meine Mama jetzt bestimmt und denkt sich:

„Ach herrje, meine Große singt und tanzt. Wie ein Affe auf dem Schleifstein!“

Aber ich weiß, sie wäre stolz auf mich.

Das Leben geht weiter, das Leben ist schön, es erfüllt mich so Vieles mit einem Sinn. Das musste ich nur wiederfinden.

Es ist schade, Mama, dass du das nicht mehr Live miterleben kannst, wie ich zu einem freudigen Doo meine Arme im Rhythmus bewege, aber ich weiß, du bist bei mir.

Diese Gedanken stimmen mich wieder melancholisch, ein wenig traurig aber sie bringen mir auch die Sonne in mein Herz.

„Lass die Sonne in dein Herz, schick die Liebe himmelwärts…“

Ja, jeden Tag ein wenig mehr, denn ja, diese Phrase stimmt.

Zeit heilt alle Wunden und eine Narbe bleibt zurück, die es mit Sonnenschein zu pflegen gilt. Und dafür habe ich viele Dinge in meinem Leben, die mir den Sonnenschein bringen.

Ein Doo auf F, Eis und zwei Frauen mit Zauber im Herz.

Und natürlich die besten Freunde der Welt.

Ja, mir geht es gut, ich habe die Sonne im Herz und langsam eine Ahnung, welche Richtung mein Trauerweg nimmt.
Ich sehe wieder ein Licht auf diesem Weg. Die Sonne, die ich eben immer wieder erneut ins Herz lassen musst.

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360° Blickwinkel | Mamalächeln | Trauer

Gefühle hinter Regenbogentüren

von am 24. Februar 2017

Wenn man mich heute fragt, wie es mir geht, dann würde ich sagen: Es gibt halt solche Tage und solche Tage.

Es gibt diese Tage, an denen kann man lachen und alles scheint zu stimmen. Häufig sind Freunde und tolle Momente daran Schuld. Der weltbeste Marcel ist da die beste Medizin. Ich kann lachen, ich fühle mich wohl und alles scheint so normal, als wäre nichts passiert. Wir singen alte Openings, wir haben Spaß und planen Unternehmungen in der Zukunft.
Ich glaube er ist einer der wenigen gewesen, der das geschafft hat. Ein paar Augenblicke war ich wieder ich. Das schaffen im Moment tatsächlich nur wenige. Jasmin ist auch eine der wenigen.
Es sind diese Augenblicke, da gelingt es mir, mein Leben mir zurückzuerobern, aber auf meine Weise. Sie akzeptieren mich, wie ich gerade bin und gehen ohne zu fragen diesen Weg mit mir. Sie holen mich da ab, wo ich gerade stehe, fordern nicht, sagen nicht, wie ich gerade sein soll. Zwingen mich nicht zu reden oder mich irgendwie zu verhalten.
Aber in all diesen glücklichen Momenten habe ich das Gefühl, dass ich noch lange nicht so weit bin wieder alles zuzulassen. In meinem kleinen Gehirn scheint es noch nicht so aufgeräumt sein, wie ich das gerade brauche. Es bröckelt noch an so vielen Stellen.

Das erste Mal bewusst wurde mir das am Samstag letzte Woche. Im Supermarkt. Von jetzt auf gleich Herzrasen, Luftnot, Schweißausbrüche und das Gefühl, gleich umzufallen. Ich musste raus, hab den Einkauf einfach stehen lassen und stand dann da, vor dem Geschäft, heulend und verzweifelt.

Warum ich das schreibe? Ich weiß es nicht. Eine Freundin sagte mir, ich solle aufpassen, was ich blogge. Aber ich habe das Gefühl, dass ich das tun muss. Es aufschreiben, es irgendwo lassen. Damit es einmal irgendwo einen Platz außerhalb hat. Nicht mehr in mir. Einen Raum, fern von mir. Eine Tür, wo ich alle diese Sachen reinpacken kann, reinschreiben, reinbrüllen kann. Dann mache ich die Tür einfach zu, drehe den Schlüssel ab und kann meinen Alltag wieder bewältigen. Natürlich könnte ich das außerhalb von meinem Blog machen. In einem Tagebuch. Nur für mich. Doch dies hätte nochmal eine andere Qualität. Es hätte irgendwie keinen potentiellen Empfänger. Könnt ihr nachvollziehen, was ich meine?

Ich wünsche mir, darüber reden zu können, es bei jemandem zu lassen. Dieser Mensch müsste mir nicht mal antworten, er müsste nur zuhören. Einfach still meine Worte vernehmen. Aber da ist keiner. Nicht, weil ich keine Freunde haben. Auch nicht, weil ich keine Familie habe. Es liegt nicht an meinem Umfeld. Es liegt an mir. Ich schaffe es nicht meine Gedanken in hörbare Worte zu fassen.
Und ich will niemanden damit belasten. Keinen traurig machen. Ich mache sowas eben lieber mit mir aus. Schiebe Gedanken rum, sortiere aus, entstaube, verpacke, verschließe. Oder sende sie eben raus. Mit potentiellen Empfängern. Und dieses bietet mir dieser Blog.

Es fühlt sich an, als würde ich es einem imaginären Gegenüber erzählen, der mich nicht unterbricht und der damit umgehen kann. Aber ich zwinge auch niemanden. Denn den Blog lesen, das entscheidet ja tatsächlich jeder für sich. Und ich habe das Gefühl, ich lasse es hier, im Netz, fernab von meiner Seele und lasse all diesen scheiß Balast hier.

Und dann hilft mir natürlich die Musik. Wo reden nicht geht, da geht eben Musik. Mit Worten, die so allgemein sind, dass ich mir Sachen daraus ziehen kann, die mir gerade gut tun. Und auch das mache ich nur für mich. Wegen diesen potentiellen Empfängern, die mich vielleicht unaufgefordert wahrnehmen,

Am Dienstag war ich das erste Mal in einer Selbsthilfe Gruppe für Menschen in Trauer. Ein mega harter Schritt. Da muss ich irgendwie versuchen das alles in Worte zu fassen. Und Schreiben gilt da nicht.

In der ersten Sitzung ging es um Türen, welche aufgingen, welche sich geschlossen habe, durch welche wir gegangen sind. Und wir sollten uns jeder ein Bild einer Tür aussuchen, die die Gruppenleitung vorher ausdruckten.

Ich weiß nicht. War es Zufall? War es Schicksal? Oder ein Zeichen?

„You painted our Life
colorful, black and white.
Now you´re gone
but we still see your light.

You painted our Life
purple, blue, red and green.
Now you´re gone
but we stoll see what you´ve seen.

Now you left your Life behind
You went accross the Rainbow
In every happy Moment we find
the colors that you have shown“

Da war diese Tür mit dem Regenbogen. Direkt vor meinem Stuhl. Hinter ihr liegt irgendwie alles, sinnbildlich gesprochen. Meine Mama, die unser Leben so bunt gemacht hat, egal, wie schlecht es ihr ging. Hinter dieser Tür liegen alle Erinnerungen. Lachen, das Leben meiner Mama, unser Abenteuer, unsere Kindheit.
Aber hinter dieser Tür scheint auch die Zukunft zu liegen. Mein erster eigener Song. Meine Konfrontation mit mir selbst und der Frage, wer zum Geier bin ich und wer will ich in Zukunft sein.
Oder stehe ich noch in dem ersten Raum der Vergangenheit mit dem Regenbogen drauf und diese Tür, mit dem neuen Regenbogen wartet darauf, das ich endlich hindurchgehe? Meine Mama bleibt in dem ersten bunten Regenbogenraum.
Denn selbst wenn ich den verlasse, heißt das ja nicht, dass ich dahin in Erinnerungen nicht zurückgehen kann. Verlassen heißt ja niemals für immer, wenn man das nicht will.

Vielleicht sollte ich das mit dieser Regenbogentür ähnlich handhaben wie mit diesem Blog. Mein Blog ist mein Raum für meine Gefühle, mit denen ich so schwer umgehen kann, die aber einen festen Platz haben. In die ich diese Gefühle reinstellen kann, damit ich daran nicht ganz zerbreche.

Und meine Regenbogentür ist der Raum aller Erinnerungen. Alles das was mich ausmacht und Mama mir hier gelassen hat, das befindet sich in diesem Raum mit der Regenbogentür. Gut verwahrt, für mich, und die, die mit mir mal hineinschauen wollen.

Vielleicht muss ich einfach versuchen weiterzumachen und immer dann, wenn es Not tut, gehe ich in diese Räume, die ich mir geschaffen habe. Als Rückzugsort, zum Sortieren, meine Gefühle herauszulassen und mir Erinnerungen anzuschauen, die so gut tun.

Hinter meiner Regenbogentür.

Rainbowdoor

Feelings could break you,
Laugh seem to be so cruel.
Love could hurt,
Sunlight will burn.

Sometimes Roses have only thorns.
And your world is torn
Turn around, lift your head,
there will always be a place instead

There will always be this painted door.
And you could be the only visitor.
Colorful home, childish memories.
A Place for you to rest and be
There will always be this rainbowdoor,
That give you back your ground and floor.
Sweet candy, Bees, flowers, like wonderland.
It is there, where you childsoul stand.

Peoples could leave you
Fun is ranting too
Sleep is nightmare
Heart don´t care

Sometimes Clouds are no fairy floss
And your pain will come accross
Stand up, take your heart.
There will always be a point to start

There will always be this painted door.
And you could be the only visitor.
Colorful home, childish memories.
A Place for you to rest and be
There will always be this rainbowdoor,
That give you back your ground and floor.
Sweet candy, Bees, flowers, like wonderland.
It is there, where you childsoul stand.

But take this door open just a little bit.
and hear the silent knock
See the hand for your help
There are so many friends to walk

There will always be this painted door.
And you could be the only visitor.
Colorful home, childish memories.
A Place for you to rest and be
There will always be this rainbowdoor,
That give you back your ground and floor.
Sweet candy, Bees, flowers, like wonderland.
It is there, where you childsoul stand.

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360° Blickwinkel | Gedankenfetzen | Gedichte

Menschen begegnen sich

von am 31. Januar 2017

Menschen begegnen sich.

Still, lernen sich kennen.

Beobachten sich, aus der Ferne.

Menschen begegnen sich.

Leise, fragend, voller Hoffnung.

Spüren, man hat sich gerne.

Menschen begegnen sich.

Nehmen, geben, gehen miteinander.

Halten aus, lehnen an, vereinen sich.

Menschen begegnen sich.

Streiten, weinen, Veränderung.

Zeit vergeht dann unterschiedlich.

Menschen begegnen sich.

Rhythmus, Herzschlag, Denken.

Menschen begegnen sich.

Und können sich nur selten ewig schenken.

Menschen begegnen sich.

Respektvoll, akzeptieren weiterziehen.

Gönnend, nachvollziehbar weitergehen.

Menschen begegnen sich,

Mal kurz, mal lang, mal lebenslänglich 

Garantierend kann nie Glück zur Seite stehen.

Menschen begegnen sich…

Nichts in von Dauer, denn spätestens der Tod, der fragt dann nicht.

Menschen begegnen sich.

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360° Blickwinkel | Gedankenfetzen

Bye Bye und Hallo – Aber kein Abschied

von am 31. Dezember 2016

Die hartesten Wochen meines Lebens liegen tatsächlich hinter mir. Nein, das ist falsch. Ich stecke noch immer drin, daran kann auch dieses Fest namens Silvester nichts ändern. Nur weil heute Nacht aus der 6 eine 7 wird, wird das ja alles nicht besser. Vorsätze? Schenke ich mir, wie so oft. Warum sollte eine Zahl grundlegendes ändern, warum sollte Traurigkeit mit dem ersten Böllerkracher einfach weg sein.

Natürlich war 2016 nicht nur scheiße. Ich habe endlich wieder einen Chor gefunden, in dem ich aufgehe. Ich habe mich auf Bühnen gestellt und gesungen. Ich habe mit Sascha den Verlag gegründet und wir haben den Weg geebnet und versuchen uns einen Herzenswunsch zu erfüllen.

Aber da waren eben auch diese Dinge, die einen noch mehr prägen. Der Rücken macht nach wie vor Probleme. Und der wichtigste Mensch in meinem Leben ist gestorben. Meine Mama. Ich vermisse sie. Sie hat ein Loch gerissen und eine komplettes Familienkonstrukt gerät so ein wenig ins Wanken. Die letzten drei Wochen mussten wir uns sortieren, trauern und jeder eine neue Rolle in der Familie einnehmen.

Gestern haben wir den letzten Weg mit ihr beschritten. Die Urnenbeisetzung. Still, ohne viele Worte, im kleinsten Kreis.

Es war schwer, es tat weh und es war unbegreiflich. In dieser kleinen Urne sollte meine Mama sein? Ein guter Freund sagte mir, wenn die Beisetzung ist, dann kannst du loslassen. Aber mir ging nicht in den Schädel, dass da nun meine Mama drin sein sollte…
Es war einfach nur ein Keramik Gefäß.
Abschied? Habe ich irgendwie noch immer nicht genommen. Abschied bedeutet, sie ist nicht mehr da, sie ist nicht mehr erreichbar. Loslassen? Ich will sie doch gar nicht loslassen. Sie soll doch ein Teil in meinem Leben bleiben. Weil sie mich geprägt hat.
Ich war gestern und heute Nacht sehr traurig. Aber nicht, wegen Abschied, sonder wegen all den Veränderungen und dass es keine neuen Erlebnisse mit ihr gibt. Wir können nicht mehr gemeinsam lachen, weinen, Spaß haben.

Ich nehme kein Abschied. Ich lasse sie nicht los. Meine Mama ist nämlich noch bei mir. Ich sehe sie immer, wenn ich in den Spiegel schaue. Ich erkenne sie in meinen Gesten, in meinem Denken in meiner Art zu sein. Ich bin so sehr wie meine Mama, mehr als ich es vorher je gesehen habe. Ich mag die gleichen Dinge, ich habe die gleiche Einstellung zum Leben, ich handle so wie sie. Sie soll bleiben, nicht weil ich weiter hinter ihr hertrauern will, sondern weil sie was in meinem Leben bewegen soll. Was hätte sie gewollt, was würde sie mir raten.
Diese Gedanken, dass ich eben kein Abschied nehme, dass ich sie einfach nicht los lasse. Das tut mir gut. Der Kloß wird ein wenig kleiner. Und ich kann so meinen Frieden mit diesem Schicksalsschlag schließen. Mama ist nicht weg, sie ist noch mitten unter uns und in uns. Durch die Sachen, die sie uns beigebracht hat und uns hier gelassen hat.

Ob mir das für 2017 irgendwie hilft?

Sie brachte mit bei: Gib niemals auf.

Ich gebe nicht auf. Ich mache weiter. Mit allem. Nur wie genau, das weiß ich noch nicht.

2017 werde ich versuchen weiter ich selbst zu bleiben, werde mich aber auch neu definieren. Ich möchte nicht mehr nur das dumme Schäfchen sein. Wenn mich wer nervt, der bekommt das gesagt….
Denn es geht um mein Glück.

Meine Waffelabenteuer mache ich weiter. Unter einem Motto? Wahrscheinlich nicht, ich möchte auf meinem Blog einfach nur schreiben, wie 2017 wird. Meine Trauer, wo ist meine Mama, wie nehme ich sie trotz ihres nicht mehr Daseins wahr?Wo und wie spüre ich ihren Geist.

Und ich möchte über Projekt Felix berichten.

Aber auch weiter meckern und Satire zum besten geben.

Fest steht jedoch.

2017 wird dieser Blog noch privater, noch mehr Kari, noch mehr Einblick in mein privates Leben. Weil ich es will, weil es mir gut tut und weil ich den Menschen zeigen will: Es geht einfach immer weiter. Mal schnell, mal langsam, mal mit Pause. Aber es geht weiter.

Kommt gut ins neue Jahr und passt auf euch auf.

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360° Blickwinkel | Gedankenfetzen

Die Sache mit der Seele

von am 8. November 2016

Menschen werden krank. Oft genug sieht oder man hört es. Bei einer Grippe läuft die Nase und man hustet. Bei einem gebrochenem Bein geht man auf Krücken und hat unter Umständen einen Gips. Selbst einem Diabetiker siehst du seine Krankheit an.
Aber viel zu häufig ist die Seele krank.
Von einem kleinen Schnupfen bis hin zu einer richtigen Krebserkrankung, wenn man es mit „so richtigen Krankheiten“ vergleichen will, ist alles dabei. Das Problem an solchen Erkrankungen ist nur viel zu häufig, dass sie in unserer toleranten Gesellschaft nicht als solche angesehen werden. Als wirkliche Krankheit. Für die meisten Menschen sind Depressionen einfach nur Traurigkeit und die Betroffenen „stellen sich eben nur an“.

Nein, keine Sorge, ich rede nicht von mir, meine Seele scheint manchmal ein wenig irre im positiven Sinne zu sein, aber sie ist nicht krank. Manchmal hat sie einen kleinen Schluckauf, wie fast alle Menschen es mal erleben. Aber der geht auch alleine wieder weg.

Aber ich habe da so ein „Sorgenkind“, wenn man es so nennen will. Und dieser Mensch ist krank. Seelisch.

Nein, er ist nicht bekloppt, er hat keinen Knall und ist auch nicht Psycho. Und vor allem ist er kein lästiges Übel. Auch wenn ihm sein Arbeitgeber ihm das signalisiert.

Mich stimmt das traurig. Würde dieser Mensch jetzt Krebs haben, oder hätte er einen tüchtig schweren Unfall gehabt, dann wäre es selbstverständlich kein Problem, krank zu sein und erst wieder fit zu werden. Damit kann man umgehen. Man hatte das vielleicht selbst schon einmal, oder kennt es auf eine andere Art und Weise. Man kennt die Verläufe, man weiß wie das zustanden kommt.

Aber Seele, Psyche? Das ist ja nicht normal, da stellen sich die Menschen ja an.
Aber ist unsere Seele nicht auch was körperliches? Doch. Denn unsere Seele, unser Gemüt, unser Gehirn, wenn das nicht im Einklang ist mit uns, dann macht unser Unterbewusstsein körperliche Beschwerden. Der Blutdruck steigt, man bekommt schweißnasse Hände, der Darm spielt verrückt. Man hat körperliche Beschwerden. Wie kann man also behaupten, alles was die Psyche betrifft ist halt nichts körperliches? Wie kann man diese Menschen abstempeln? Oder gar sie nicht verstehen? Einen Husten akzeptieren wir doch auch und der ist „normal“. Den kann jeder noch so fitte Mensch bekommen. Wie jeder noch so gefestigte Mensch auch seelisch mal aus dem Ruder laufen kann. Wegen unterdrückten Emotionen, einem Trauma und der Denke, man müsse immer funktionieren.

Unsere Gesellschaft ist so aufgeklärt. Aber wenn man mal nicht so funktioniert ist das schlecht. Da ist unsere ach so soziale Gesellschaft nicht mehr in der Lage zusammenzustehen. Wir brauchen tatsächlich keinen „Fremdenhass“, der was mit Ausländern zu tun hat. Denn der Mensch an sich hasst ja schon Dinge, die er nicht versteht. Er lehnt sie ab, was nicht in die funktionale Gemeinschaft passt.

So wird mein „Sorgenkind“ fallen gelassen, von den Menschen, die ihm den Antrieb geben, sich mit seiner Erkrankung behandeln zu lassen. Sie machen, dass er sich noch schlechter fühlt.
Und wenn ich eine Spastik ins Bein bekommen, weil meine Lähmung im Bein Randale schiebt und ich deswegen hinfalle, lassen die Leute mich liegen. Wer fällt, ist betrunken….

Vorurteile und Unverständnis, wohin man sieht.
Mich wundert bei unserer Gesellschaft nichts mehr. Oder doch ganz viel. Voll mit Vorurteilen, Missgunst, Unverständnis und Scheunenklappen. Auch meine Seele möchte weinen. Aber das würde nichts bringen….. Scheuneneklappen kann nur der Mensch öffnen, der sie sich selbst vor das Gesicht pinnt.

Immer muss erst was schlimmes passieren, bevor die Menschen offner werden.

Wie geht man also am besten damit um? Offen und ehrlich. Wenn ich falle, dann sag ich was los ist und wenigstens einer denkt um. Und mein „Sorgenkind“ sollte auch sagen, meine Seele ist krank und ich lasse mich nun behandeln, damit sie heilen kann. Und es trägt, glaube ich, erste Früchte. Es gibt schon Menschen, die ihm beistehen. Und wenn es nur ein paar wenige sind, aber sie können weite und große Wellen schlagen, wie ein Stein, der ins Wasser fällt und alles mit sich reißt. Daran glaube ich fest.

Denn das Leben ist schön und die Menschen lernfähig, wenn man am Ball bleibt. Und hinter Scheunenklappen zu blicken lohnt sich immer. Ich bin froh, dass ich doch naiv und dümmlich durch die Welt gehe und nichts sofort ausschließe, auch wenn ich schon auf die Fresse geflogen bin.

Wie grausam Menschen auch scheinen mögen, es hat immer ein Grund warum ein Mensch so ist wie er ist. Damit habe ich meinen Frieden gemacht. Und somit geht es auch meiner Seele wieder gut.

 

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360° Blickwinkel | Gedankenfetzen

Ich bin mir einfach selbst die wichtigste Person – Zu deutsch: Leckt mich einfach!!!!!!

von am 4. November 2016

Der November fing wirklich ätzend für mich an. Das Wetter war grau, der Regen drückte auf das Gemüt.
Und zusätzlich fühlte ich mich einsam wie schon lange nicht mehr. Aber ich wollte auch irgendwie keinen Kontakt. Was sollte ich den sagen? Mir geht es beschissen? Ich konnte es nicht so wirklich in Worte fassen, wie hätte ich es also anderen erklären sollen?

So saß ich ein paar Tage allein in einem Loch und über mir waren die Menschen. Selbstzweifel wurden mir nach unten geworfen, die nicht mir gehörten. Kritik für Sachen verkleinerten das Loch, von Menschen, die meinten, sie wissen alles besser. Jeder war mit sich selbst beschäftigt oder lud seinen Mist bei mir ab oder stellten mich in Frage.

Heute jedoch kam endlich der Kick. Alter, drei Tage hab ich diesmal wie ein Trauerklops im Loch gesessen und nix ging. Und ich fand mich selbst ganz scheiße. Im Gesangsunterricht funktionierte nichts, ich hab hier in der Wohnung nix geschisssen bekommen und keiner war greifbar. Sollte keiner greifbar sein, weil ich ja selbst nicht wusste was da los war.

Zum Glück kam heute die Mail für die weihnachtlichen Chorprobe. Das Weihnachtslicht, was ich gestern mir noch so sehnlichst gewünscht hatte, kam in der Form von elektronischer Post. Und mit einem Mal wurde wieder alles hell und klar.

Das Warum wurde beantwortet. Ich mache die Sachen, weil sie mich mit unendlichem Glück erfüllen und weil sie mein Leben reicher machen. Nicht weil ich berühmt oder mächtig oder groß werden will.

Kibo ist Kibo, so wie ich es mag. Mein Gesang ist mein Gesang. Wer es nicht mag, kann mir mal am Allerwertesten vorbeigehen. Und Menschen mit Zweifeln?
Denen stehe ich gerne mit Rat und Tat zur Seite. Aber ich zwinge sie nicht dazu, mein Denken anzunehmen. Ich kann nur Freundin oder Ehefrau sein. Ein Profi bin ich leider nicht. Und bevor es mir wieder so schlecht geht, muss ich vorher die Reißleine ziehen. Bei einem Menschen ist mir das gelungen. Und ich bin stolz auf diesen Menschen und auf mich. Die andere Person muss da ebenfalls selbst durch.

So ätzend wie die letzten Tage will ich mich nicht mehr fühlen. In erster Linie muss ich mir selbst am nächsten stehen. Und alle anderen, die mir keinen Mehrwert bringen, die lasse ich gerne ziehen. Wenn die sich nicht für mich interessieren und wie ich ticke, warum sollte ich mich um die bemühen? Natürlich hätte ich mir das anders gewünscht. Aber wer braucht schon massig viele Freunde, die einen pushen, wenn man nicht weiß, wie ehrlich die das meinen. Dann lieber die kleine Handvoll, aber auf die ist dann Verlass.

Danke an Marcel an dieser Stelle. Der immer dann ruhig ist, wenn ich das brauche und mit nur kleinen Dingen mich wieder einnordet.

„Tu mal nur was für dich!“

Danke.

Und Jasmin und Kerstin sei Dank. Die sind da, ohne es zu wissen und tragen mich mit und durch Musik! Ab morgen funzt das mit dem Singen wieder. Denn da liegt mir nichts mehr auf der Seele. Das Leben ist schön, so wie es ist. Und alle anderen können mich mal.

 


Fields of Gold von cmepinky

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360° Blickwinkel | Menschen

Gehirnfressende Zombies?

von am 28. Oktober 2016

Jüngste Ereignisse machen mich aggressiv. Und lassen mich zu folgender Aussage kommen: Es gibt dumme und ignorante Menschen auf der Welt.

Warum ich so drauf bin? Lasst mich von 3 Geschehnissen erzählen und danach dürft ihr selbst urteilen.

Zum ersten berichtete ich ja von meinem YouTube Channel und dem Menschen, der mir nicht zugehört hat, meine Bitte nicht ernst nahm. Ich bat ihn, mich endlich in Ruhe zu lassen und nicht alles rigoros mit einem Daumen runter zu versehen. Er hörte nicht, ich trat also den Rückweg an. Ich begründete es bereits ausführlich.

Aber da eine Schwalbe ja allein ja noch keinen Sommer macht, macht mich natürlich auch nicht nur ein Ereignis so grantig.

Gehen wir weiter in den Ereignissen.

Dienstag. 25. Oktober 2016, 17 Uhr und 27 Minuten.

Ich gehe mit unserem Hund raus. Einige Meter vor mir sehe ich einen anderen Hund. Um meinem Hund nicht unnötig Stress zu bereiten, warte ich am Sichtpunkt auf Sascha, der gerade Wasser holt.

Oscar kann ich gut beschäftigen. Er sieht den anderen Hund zwar, findet Frauchen aber viel spannender. Der andere Hund ist viel aufgeregter und kläfft.
Herrchen des Kläffers hat nichts Besseres zu tun, als seinen Köter abzuleinen. Der stürmt auf mich und Oscar zu.
Ich bringe Oscar mit einem beherzten „Rück“ hinter mich, ich weiß ja was Oscar von zu stürmisch hält und rufe dem Hundebesitzer entfernt von mir zu:
„Meiner mag das nicht, könnten sie ihren Hund bitte wieder zurückrufen!“
Rufe erklangen, Schreie.
Ratet mal. Der kläffende Köter reagierte nicht. Nein, der ist schnurstracks hinter mich gegangen und auf Oscar drauf.
Danke.
Klar hätte ich mit Oscar schimpfen können. Aber der hatte alles richtig gemacht.
Ich hätte die andere Töle verschrecken können, aber Hundebesitzer sind da ja sehr eigen.
Ich ging sofort in die Offensive und schnauzte den Hundebesitzer an.
Wenn sein Hund nicht abrufbar sei, dann solle er ihn gefälligst an die Leine nehmen, nicht um Meinetwillen. Sondern zum Schutz des eigenen Hundes. Wenn Oscar nämlich doch mal im Stress zuschnappt und nicht nur ermahnt, dann ist nämlich mein Hund der Böse, nicht der Köter mit den Durchzugsohren. Und ich will mich auch nicht ständig und immer wieder erklären müssen, wie mein Hund tickt. Verstehen die denn kein Deutsch?

Gut, abgehakt war das Thema. Nach der Schimpftriade ging es mir gut.

Aber es geht ja noch weiter.

Donnerstag. 27. Oktober 2016, 12 Uhr 08 Minuten.

Claudia geht mit Oscar für 2 Haltestellen in den Bus. Oscar folgsam, brav. Ignoriert alles. Menschen, die direkt an ihm vorbeigehen, Fahrradfahrer. Der Rollator im Bus einer Dame macht ihm zwar etwas Stress, aber ich war ja da.

Eine Dame.
„Och, der ist aber lieb. Wie heißt der denn.“
Alarmglocke. Wenn die weiß wie der heißt, dann redet die mit ihm. Nicht gut.
„Ja, er ist lieb, aber der hat grad Angst und Stress. Lassen sie ihn besser in Ruhe. Der mag nicht, wenn man ihn anspricht in dieser Situation.“
„Ich kenn mich mit Tieren aus. Na, wer bist du denn?“
Sprachs und beugte sich von oben über Oscar. Für Hunde übrigens bedrohlich. Und gepaart mit dem Stressfaktor Busfahrt echt scheiße.

Oscar wich zurück, suchte bei mir Schutz und kläffte die ignorante Dame an.

„Ich hab ihnen doch gesagt, dass er das nicht mag. Der hat Angst. Könnten sie das jetzt bitte lassen.“
„Ich kann doch mit ihm reden, ich pack ihn ja nicht an.“
„Aber das stresst ihn noch mehr…“
„Ich kenne Tiere, das geht schon.“

Gut das die Haltestelle kam und ich mit dem Hund rauskam.

Lassen sie ihn in Ruhe…. Was versteht man nicht? Soll ich die Buchstaben noch tanzen?

Hallo? Was geht mit den Menschen. Warum ignorieren die so ganz einfache Wünsche? Verstehen die mich nicht? Warum denkt jeder, er sei Experte?

Geht da irgend so ein Virus um, der die Gehirnsubstanz aufweicht? Der taub und ignorant macht? Steht auf meiner Stirn doof? Gibt es etwa doch Gehirnfressende Zombies?

Und es wird ja auch immer schlimmer. Egal wo. Egal in welchem Thema. Immer gibt es die, die es soviel besser wissen als man selbst.

Mit mehr Geld schaffst du mehr. Brüll doch mehr. Mach dies, tu das, das ist richtig, du kannst das nicht.

 

Hallo? Ich hab nen Kopf, und ich kann denken. Und wenn ich zu etwas sage, das ist für mich aber so und so und ich bitte drum, mich einfach in Ruhe zu lassen. Warum stichelt man weiter und drängt einem seine verfickte Scheißmeinung auf.
Ich habe nicht um Rat gebeten. Das mache ich schon sehr bewusst. Wenn ich Tipps brauche, sag ich das. Wenn ich sage, lasst mich in Ruhe, ich weiß was ich tu, dann meine ich das auch so.

Was geht bei der Menschheit. Im Moment bin ich es so leid, dass alle diese Besserwisser wie die Pilze aus dem Boden schießen, dass ich Kotzen will.

Ich mach mein Ding schon. Ich weiß wie mein Hund tickt, ich kann mich in der Musik schon einschätzen und hey, ich weiß auch schon seit Jahren, was gut und nicht so gut ist für meine Projekte. Und ob ich für etwas genug Zeit habe oder nicht….
Und was ich anziehe zu irgendeinem Ereignis oder nicht, das entscheide ich auch. Was für eine Gesellschaft ist das denn.
„Das ist nicht fein genug, die Klamotte!“
Wird gesagt, ohne die Klamotte zu kennen. Als wäre ich dumm und wüsste mich nicht zu benehmen. Überall wird mir gerade mein Hirn abgesprochen!

Das ist meine Angelegenheit. Was stimmt mit euch nicht? Oder stimmt was mit mir nicht?

Menschen sind scheiße, naja, einige!

Lest meine Lippen. Ich weiß was ich tu. Und wenn ihr das ignoriert, dann wundert euch nicht, dass mein Hund wirklich so ist, wie ich es prophezeit habe, oder ich irgendwann man um mich beiße!!!!!!!!!

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